Herodes und der Kindermor
Datum
- Apr. 09 2026
Vortrag
Herodes und der Kindermord
Reihe: Antisemitismuskritische Bibelauslegung
Der «Kindermord zu Bethlehem» hat eine äußerst schwierige Wirkungsgeschichte. Tania Oldenhage zeigt diesen Text als treibende Kraft in der Verbreitung der Ritualmordlüge mit ihren katastrophalen Folgen für jüdische Gemeinschaften.
9.4.2026, 19:00 Uhr
Online
Im 12. Jahrhundert wurde der Kindermord des Herodes auf perfide Weise umgedeutet: Aus den jüdischen Kindern von Bethlehem wurden die ersten Märtyrer Christi. Herodes und seine Schergen wurden zu biblischen Prototypen für die angeblich mordenden Juden der Gegenwart.
Dr. Tania Oldenhage ist Privatdozentin an der Theologischen Fakultät der Universität Basel.
In unserer Reihe Antisemitismuskritische Bibelauslegungen stellen wechselnde Exegetinnen und Exegeten neue Bibelauslegungen vor, die der tradierten Stereotypisierung von Juden, Jüdinnen und Judentum entgegentreten. Die Vorträge sollen Lust machen, das Potenzial biblischer Texte neu zu entdecken und zu zeigen, wie sehr wir davon profitieren, wenn wir sie mit der jüdischen Tradition und nicht gegen sie lesen. Zu der Reihe lädt die Akademie in Kooperation mit dem Institut Kirche und Judentum (IKJ) ein. Die Veranstaltungen werden für das IKJ von Pfarrerin Dr. Marie Hecke mitgeleitet.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Christian Staffa
Studienleiter für Demokratische Kultur und Kirche
Evangelische Akademie zu Berlin gGmbH
Charlottenstraße 53/54, 10117 Berlin
Tel.: (030) 203 55-0
E-Mail: eazb@eaberlin.de
Website: www.eaberlin.de
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