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Porträts ehemaliger Bewohner der Künstlerkolonie in Berlin-Wilmersdorf

Dinah Nelken
Drehbuchautorin und Schriftstellerin

Dinah Nelken, eigentlich Bernhardine Ohlenmacher-Nelken, geb. Schneider, stammte
väterlicherseits aus einer alten Berliner Handwerkerfamilie, mütterlicherseits von Hugenotten, die in Berlin sesshaft wurden. Der Vater war Schauspieler. Sie besuchte ein Lyzeum, bildete sich autodidaktisch weiter. In den 1920er Jahren hatte sie ihre ersten Erfolge mit Kurzgeschichten und Feuilletons für die Berliner Presse und Texten für das von ihr mitbegründete politisch-literarische Berliner Kabarett »Die Unmöglichen «. Ende der 1920er Jahre zog sie in die Künstlerkolonie Wilmersdorf und schrieb dort 1932 den Schlüsselroman Eineinhalb Zimmer Wohnung (1932) über eine typische Wohnung in der Künstlerkolonie.

Die Künstlerkolonie am Breitenbachplatz, erbaut 1927-1929 als soziales Projekt für Kulturschaffende, besteht aus drei Häuserblocks rund um den heutigen Ludwig-Barnay-Platz. Diese wurde bereits kurz nach ihrer Fertigstellung zum Wohnort bedeutender Persönlichkeiten des Kulturlebens der Weimarer Republik und bildete ein ganz spezielles Bohemé in Berlin Wilmersdorf welches weltweit Strahlkraft hatte.