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Humanitäre Freimaurerei in Berlin

Bruder Ingo Drechsler stellt den Aspekt der Verfolgung der Jüdischen Brüder vor

Bis 1892 war das christliche Bekenntnis die Voraussetzung für die Aufnahme in eine preußische Freimaurerloge. Erst mit der Gründung der Loge Victoria erhielten Juden in Berlin die Möglichkeit Mitglied einer Freimaurerloge zu werden: Die 1892 gegründete Victoria war die erste „humanitäre“ Freimaurerloge in Preußen, die als solche freien Männer von gutem Ruf ohne Ansehen der Konfession und Abstammung aufnahm. So suchten insbesondere viele jüdische Ärzte, Anwälte, Kaufleute und Künstler um Aufnahme nach. 1931 waren rund 70 Prozent der 251 Brüder nach eigenem Bekenntnis oder nationalsozialistischer Zuschreibung Juden. Entsprechend hart traf der nationalsozialistische Terror die Loge: 44 Brüder und mehr als 90 Angehörige wurden Opfer der Shoa.

Ihr historisches Erbe bleibt der Loge Victoria Verpflichtung, als Stätte brüderlicher Verbindung zu wirken, in der echten Freundschaft zwischen Menschen unterschiedlicher sozialer, kultureller, ethnischer und religiöser Herkunft und Identität entsteht.

Grußworte: Bruder Kenan Yilmaz – Meister vom Stuhl, Bruder Carl C.

Ulrich Schürmann-Evangelischer Vorsitzender der GCJZ Berlin

Im Anschluss Begegnung zum Gespräch.