Comics sind aus Kunst, (Pop)Kultur, Wissenschaft und Alltag nicht mehr wegzudenken. Die gezeichneten Geschichten haben auf der ganzen Welt eine vielfältige Entwicklung durchlaufen, bewegen sich zwischen allen Genregrenzen und erfinden sich immer wieder neu. Sie werden seit einigen Jahren auch immer häufiger in deutschen Museen ausgestellt, vom Feuilleton rezipiert und in der Folge von einer breiteren Öffentlichkeit wahrgenommen. Dennoch haftet Comics noch immer der Ruf an, Bilderbücher für Kinder und trivial zu sein, wodurch das Grenzen sprengende Potenzial, das in ihnen steckt, nicht erkannt wird. Daher möchte der Deutsche Koordinierungsrat (DKR) anlässlich seines Jahresthemas 2021 „… zu Eurem Gedächtnis: Visual History“ über dieses besondere visuelle Medium und seine Möglichkeiten aufklären.
Ausgewiesene Referent*innen beleuchten in einer fünfteiligen Vortragsreihe, wie Comics vielfältige Zugänge zu jüdischer Geschichte und Kultur eröffnen und decken dabei zahlreiche Themenfelder ab.
Wie werden im Comic jüdische Identitäten inszeniert und verhandelt? Wie verarbeitete Will Eisner, der „Graphic Novel Godfather“, in seinen Comics jüdische Aspekte und den Antisemitismus? Wie setzten und setzen sich Comickünstler*innen mit der Schoa auseinander und was können wir daraus heute lernen? In welcher Art und Weise lernen wir das sefardische Judentum Algeriens in den Comic-Alben „Die Katze des Rabbiners“ von Joann Sfar kennen? Und schließlich: Wie und mit welchem Erfolg werden Comics in der gegenwärtigen Bildungsarbeit eingesetzt, z. B. an Universitäten oder in KZ-Gedenkstätten? Ermöglichen Comics, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten, so wie es Filme und Literatur tun?
Der DKR lädt herzlich dazu ein, bei der kostenlosen Vortragsreihe gemeinsam mit den Referent*innen über diese und weitere Fragen nachzudenken und die bunte und faszinierende Welt der Comics kennenzulernen.
Anmeldung zur Vortragsreihe bitte per E-Mail an fischer@deutscher-koordinierungsrat.de.
Das Programm der Veranstaltungsreihe finden Sie unter:
Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer und wünschen Ihnen schon jetzt interessante Eindrücke bei den Vorträgen.
Herzliche Grüße aus der DKR-Geschäftsstelle Bad Nauheim
Antisemitismus und postkoloniale Theorie Der „progressive“ Angriff auf Israel, Judentum und Holocausterinnerung Vortrag und Gespräch mit Dr. Ingo Elbe 28. April 2026, 19.00 Uhr (Einlass vor Ort: 18.30 Uhr) Stadtbibliothek Friedberg, Augustinergasse 8, 61169 Friedberg mit Livestream in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wetterau und der Stadtbibliothek Friedberg Die Postcolonial Studies sind im akademischen und […]
Mittwoch, 10. Juni, 17.3o Uhr Topographie des Terrors Anmeldung erbeten unter: gcjz.berlin@t-online.de https://www.topographie.de/ausstellungen/der-holocaust-was-wussten-die-deutschen Herzliche Einladung zur Sonderführung: Der Holocaust – Was wussten die Deutschen? Noch lange nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs behaupteten viele Deutsche, nichts von den Massenmorden während der NS-Zeit gewusst zu haben. So wollten sie sich dem Vorwurf entziehen, für die Verbrechen […]
Wann: am 24. April 2026, 9.30 h – 18.00 h Wo: Freie Universität Berlin, Seminarzentrum L115 (Silberlaube), Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin Bitte melden Sie sich bis zum 13.04.2026 an unter: info@selma-stern-zentrum.de micha_brumlik_symposium_poster
https://www.goldberg-kulturschiff.de/programm/monat/2026-04/ Herzlich willkommen auf dem Jüdischen Kulturschiff MS Goldberg im April _Do 9. April, 19.30 Uhr Film: Kaddisch für einen Freund, D 2012, R: Leo Khasin Aufgewachsen in einem palästinensischen Flüchtlingslager hat der vierzehnjährige Ali von klein auf gelernt, »die Juden« zu hassen. Nach der gemeinsamen Flucht mit seiner Familie aus dem Libanon gelangt er […]
Vortrag Herodes und der Kindermord Reihe: Antisemitismuskritische Bibelauslegung Der «Kindermord zu Bethlehem» hat eine äußerst schwierige Wirkungsgeschichte. Tania Oldenhage zeigt diesen Text als treibende Kraft in der Verbreitung der Ritualmordlüge mit ihren katastrophalen Folgen für jüdische Gemeinschaften. 9.4.2026, 19:00 Uhr Online Anmeldung Im 12. Jahrhundert wurde der Kindermord des Herodes auf perfide Weise umgedeutet: Aus […]
Mittwoch, 25. März 2026, 19:00 Buchvorstellung Mihail Groys Meine deutsche Geschichte Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstraße 79/80, Eintritt 10 € / 8 € Mihail Groys ist in den 1990er-Jahren gemeinsam mit seiner Familie aus dem Donbas in die Bundesrepublik eingewandert. Nun, 25 Jahre später, betrachtet er das Land, das ihm damals neue Heimat geworden ist in allen […]
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