Antisemitismus in der Linken seit dem 7. Oktober 2023 – Möglichkeiten und Grenzen der politischen Bildungsarbeit
Datum
- Okt. 20 2026
Lesung und Gespräch mit Dr. Tom Uhlig
20. Oktober 2026, 19.00 Uhr (Einlass vor Ort: 18.30 Uhr)
Deutscher Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Otto-Weiß-Straße 2, 61231 Bad Nauheim
mit Livestream:
www.youtube.com/@DeutscherKoordinierungsratGCJZ/streams
In Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wetterau und dem Institut für Neue Soziale Plastik (Berlin) e.V.
Sehr geehrte Damen und Herren,
am 7. Oktober jährt sich der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel zum dritten Mal – das größte Massaker an Jüdinnen und Juden seit der Schoa. Über 1.200 Menschen wurden von der Hamas und verbündeten Gruppen auf brutalste Weise ermordet, mehr als 5.000 verletzt und über 250 Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Statt weltweiter Solidarität mit den Opfern begann bereits an dem Tag selbst eine weltweite Enthemmung des Antisemitismus. Dabei ist besonders auffällig und in den Dimensionen unerwartet, dass der Judenhass (oft unter dem Deckmantel des “Antizionismus”) von vielen sich selbst als links und progressiv verstehenden Personen verbreitet wird.
Anlässlich dieser gefährlichen Entwicklungen laden wir am 20. Oktober gemeinsam mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Wetterau und dem Institut für Neue Soziale Plastik (Berlin) e.V. zu einer Lesung mit Dr. Tom Uhlig aus seinem in dieser Woche erschienenen Buch Antisemitismuskritik im Handgemenge. Beiträge zur politischen Bildung ein (Bad Nauheim und im Livestream).
Wir werden mit ihm darüber sprechen, warum ein Abgrund zwischen akademischem Wissen über Antisemitismus und der Vermittlung von Kritik an dieser Ideologie klafft. Zwar wird von politischer Bildungsarbeit erwartet, diesen Abgrund zu überbrücken, jedoch stellt sich insbesondere seit der globalen antisemitischen Enthemmung infolge des genozidalen Massakers vom 7. Oktober die Frage, was sie dem irrationalen Furor überhaupt entgegenzusetzen vermag.
Am Beispiel von Antisemitismus in der Linken werden wir an dem Abend mit dem Autor diskutieren, welche Möglichkeiten und Grenzen politische Bildungsarbeit gegen den wilden Irrationalismus des Judenhasses hat.
Die Veranstaltung beginnt 19.00 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr.
Wir bitten um Anmeldung für die Teilnahme vor Ort:
https://doo.net/veranstaltung/233116/buchung
Bitte führen Sie ein gültiges Ausweisdokument mit sich.
Livestream: https://www.youtube.com/@DeutscherKoordinierungsratGCJZ/streams
Dr. Tom Uhlig ist Vertretungsprofessor für Demokratieförderung und Methoden am Fachbereich Sozialwesen der Hochschule Rhein Main. Er hat Psychologie studiert und in den Erziehungswissenschaften promoviert. Gemeinsam mit Nikolas Lelle veröffentlichte er 2026 „Antisemitismus definieren. Anleitung zur Abgrenzung“ (Verbrecher Verlag). Aktuelles Buch: Antisemitismuskritik im Handgemenge. Beiträge zur politischen Bildung, Neofelis Verlag, Berlin 2026.
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