„Vergessene jüdische Architekten“
Datum
- Okt. 13 2026
Die Jüdische Volkshochschule Berlin setzt ihre Reihe „Vergessene jüdische Architekten“ fort
und lädt Sie am
Dienstag, 13. Oktober um 19:00
zum Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Schäche: „Alfons Anker – Im Schatten der Gebrüder Luckhardt“
in die Oranienburger Straße 29, 10117 Berlin ein.
Eintritt 10 €, ermäßigt 8 €
Alfons Anker (1872–1958) unterhielt zwischen 1923 und 1933 zusammen mit Hans und Wassili Luckhardt in Berlin ein Architekturbüro. Obschon das in diesen Jahren entstandene Werk ohne seinen maßgeblichen Anteil gar nicht hätte entstehen können, wird er in der architekturgeschichtlichen Rezeption allenfalls als »Sozius« der als herausragende Vertreter der Moderne gefeierten Luckhardts wahrgenommen.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde das gemeinsame Architekturbüro aufgrund der jüdischen Herkunft Ankers aufgelöst. Anker bekam nur noch wenige kleine Aufträge, bis er schließlich Berufsverbot erhielt. Erst 1939 gelang es ihm zur Familie seiner Tochter nach Stockholm zu emigrieren.
Der Vortrag sucht das bis dato wenig betrachtete Profil von Alfons Anker herauszuarbeiten und – nicht zuletzt im Verhältnis zu den Luckhardts – nachzuzeichnen.
Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Architekt (BDA, DWB, DASL) und Bauhistoriker, Studium der Architektur in Berlin, Professor em. für Baugeschichte und Architekturtheorie an der Beuth Hochschule für Technik Berlin; zahlreiche Publikationen zur Architektur- und Stadtgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Architekturtheorie und Denkmalpflege.
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