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„Wer ein rotes, springendes Herz hat“ Oder: Schreiben um zu leben. Else Lasker-Schüler & Anne Frank

Datum

Apr. 25 2026
Abgelaufen!

Szenische Lesung

Sonnabend, 25. April 2026, 19.30 Uhr
MS Goldberg (Anlegestelle Havelufer)
Dischinger Brücke / Ruhlebener Straße in Spandau

GCJZ- Mitglieder haben freien Eintritt

Live-Hörspiel von Heiner Bontrup (Text) und Herbert A. Mitschke (Musik)

Beide starben vor 80 Jahren, nur wenige Wochen vor der Befreiung, vor dem Zusammenbruch Nazi-Deutschlands. Wenn auch 60 Jahre ihr Geburtsdatum trennen, so springen die Parallelen zwischen Anne Frank und Else Lasker Schüler doch unmittelbar ins Auge: Beide waren Schriftstellerinnen, Jüdinnen, Opfer des nationalsozialistischen Terrors: Else Lasker-Schüler wurde ins Exil, zunächst nach Zürich, später nach Jerusalem vertrieben. Anne Frank musste mit ihrer Familie ins Hinterhaus in der Prinsengracht 238 in Amsterdam untertauchen, wo sie ihr berühmtes Tagebuch verfasste.

Für Else Lasker-Schüler und Anne Frank war das Schreiben ein Lebens- und Überlebensmittel: ein letzter Halt in taumelnder Welt. Insofern ist dieses Stück auch eine Hommage an die großartige Kraft der Literatur. Beide hatten das, was Else Lasker-Schüler in einer autobiographischen Skizze „ein rotes, springendes Herz“: eine phänomenale innere Lebendigkeit, die ihnen die Kraft gab, den Glauben an sich selbst und die Entschlossenheit, den menschenverachtenden Umständen, in denen sie lebten, zu trotzen.

In dem Live-Hörspiel werden die die zentralen Lebensmotive der beiden Autorinnen wie Vertreibung, Exil, Identitätssuche, Liebe und Schreiben unter einem „auditiven Brennglas“ fokussiert.

Das Leben unter der braunen Gewaltherrschaft, die Erinnerung an das unendliche Leid der Jüdinnen und Juden kulminiert in der Elegie „Mein Volk“ von Else Lasker-Schüler, das von Herbert Mitschke ebenso vertont wurde wie drei weitere Gedichte der großen Lyrikerin.

Die Stimmungen der Originaltexte der beiden Autorinnen werden atmosphärisch in der Musik von Herbert A. Mitschke (Klavier, Querflöte und Klangwerk) aufgegriffen. Die Videoprojektionen entführen den Zuschauer in das Jerusalem der Else Lasker-Schüler und in das Amsterdam, in dem Anne Frank, mit ihrer Familie untertauchte.

Mitwirkende

Ingeborg Wolff: Else Lasker-Schüler

Luise Kinner: Anne Frank

Herbert Mischke: Theatermusik und Videoprojektionen

Ulrike Kaltenbrunner: Gesang

Heiner Bontrup: Text & Regie

 

Die Veranstaltung ist beendet.

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