Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
„Wir waren Nachbarn“
Veranstalter:
Förderverein "frag
doch!"/Bezirksamt
Tempelhof-Schöneberg von
Berlin
in Kooperation mit der
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in
Berlin
und der
Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Berlin/Potsdam
Ausstellungseröffnung
(mit noch mehr Biografien)
142 Biografien Jüdischer Zeitzeugen
Ausstellungs-Installation
Zeitzeuge
Ilja Bergh
am Flügel mit
klassischen
Kompositionen
Besichtigung der
Ausstellung "Wir waren Nachbarn",
Die Ausstellung ist das
Ergebnis einer in den
1980er Jahren
einsetzenden Zeitzeugen-
und Erinnerungsarbeit
des Kunstamtes
Schöneberg. Jahr für
Jahr wird die
Ausstellung um neue
biografische Alben
ergänzt. Seit Januar
2010 wird dieser
symbolische Denkort für
die verfolgten und
ermordeten jüdischen
Nachbarn mit
Unterstützung der
Senatsverwaltung Kultur
und des Bezirksamtes
Tempelhof-Schöneberg
ganzjährig gezeigt.
Träger ist ein
Förderverein engagierter
Bürgerinnen und Bürger.
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
Veranstaltung des Österreichischen Kulturforums Berlin
und der GCJZ Berlin
KONZERT
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus—
Internationaler Holocaust-Gedenktag
Vom Dunkel ins Licht
Anlässlich des
67. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch
die Rote Armee lädt das Österreichische Kulturforum Berlin gemeinsam
mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in
Berlin zu einem Lieder- und Konzertabend in die Österreichische
Botschaft ein. Es singt der renommierte Oberkantor der
Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Shmuel Barzilai, begleitet von
Paul Gulda, der zu Österreichs erfolgreichsten und vielseitigsten
Pianisten zählt. Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde
1996, durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiiert,
offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des
Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar
im Jahr 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.
Donnerstag, 26. Januar 2012, 19.30 Uhr Begrenzte
Platzanzahl. Einlass ab 19.00 Uhr, freie Platzwahl.
Ort: Österreichisches
Kulturforum Berlin, Stauffenbergstr. 1, 10785 Berlin (am
Tiergarten)
Anmeldung:
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
Diese können Sie unter
www.kulturforumberlin.at/anmeldung
oder
telefonisch unter (030) 20287-114 vornehmen. Bitte führen Sie zudem einen Ausweis zur Identifikation mit.
Tenor Shmuel Barzilai,
Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde Wien
und
Pianist Paul GULDA
Programm
Gesang mit Klavier Begleitung:
Moshe Stern - E-l Male Rachamim (Totengebet)
Gozinsky - Habet Mischamajim
Abraham
Elstein - Velirushalajim Ircha
Sol Zim - Avinu Schebaschamajim
Shalom Secounda - Dos Jiddishe Lied M.
Machtenberg - Scheechjanu
Shmuel Malavsky - Haven Yakir li
Parish, Alstone, Goodhart - Mamele
S. Secunda - Chazonim oif Probe
M. Yardeni - Jibane Hamikdasch
A Chazendel oif Shabes - L. Low
Chitman, Spiero, Traditinel - Adon Olam
MBD Werdiger - Venizke Venichye
S. Carlebach - Carlebach Medley
Klavier- Solostücke: Felix
Mendelssohn-Bartholdy - Ausgewählte „Lieder ohne Worte“
Erwin Schulhoff - 9 Reigen op.13
Shmuel
Barzilai wurde in
Jerusalem als Sohn einer bekannten Kantorenfamilie geboren. Er
studierte an der Yeshiva „Beer Yaakov“, K’nesset Chiskijahu und
Hevron. Seine Grundausbildung bekam er vom Wiener Kantor Zalman
Polak. Er ist Absolvent des Institutes für Musik und kantoralen
Gesang in Tel Aviv, wo Shmuel Barzilai bei einer Reihe weltberühmter
Kantoren und Musiker studierte, wie Moshe Stern, Naftali Herstik,
Shmuel Taube, Yizchak Eshel und dem Dirigenten Elli Jaffe. Seit 1992
ist Shmuel Barzilai Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde in
Wien. Seinen Magister der Philosophie und Judaistik machte er an der
Wiener Universität.Shmuel Barzilai
musizierte mit Philharmonischen und Symphonie-Orchestern in Europa,
Israel und den USA. Jährlich unternimmt er eine Europa-Tournee in
Begleitung des „Jerusalem Great Synagoge Choir“. Soloauftritte bei
mehreren Jüdischen Festivals, u.a. in Österreich, Ungarn,
Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, sowie dem Klezmer Festival
in Safed, prägten seinen internationalen Werdegang.Beim legendären
Gedenkkonzert „Mauthausen 2000“ sang er in Begleitung der Wiener
Philharmoniker das Totengebet „El Maleh Rachamim“. Er hatte
zahlreiche Auftritte im in- und ausländischen TV sowie in Ruth
Beckermann’s Film „Zorros Bar Mizwa“. Auch war er als Berater für
jüdisches Ritual tätig, u.a. im Theater an der Wien für „Anatevka“ (Tewje
– Karl Merkatz) und in der Wiener Staatsoper für „La Juive“ (Eleazar
– Neil Shicoff). Durch die Zusammenarbeit mit Neil Shicoff ergab
sich ein gemeinsamer Auftritt im Wiener Stadttempel zur
175-Jahr-Feier.Shmuel Barzilais
Repertoire umfasst liturgische kantorale Musik, Jüdische Soulmusik,
Chassidische- und Klezmermusik, Israelische Lieder sowie Opern- und
klassische Gesangsliteratur.Seine Vielseitigkeit
ist auf mehreren CD’s dokumentiert. So nahm er im Februar 2000 unter
Mitwirkung der Wiener Sängerknaben die Ersteinspielung von
Kompositionen des weltbekannten Kantors Salomon Sulzer (1804-1890)
auf. 2008 kam seine CD „Sound of Prayer“ mit kantoraler und
populärer Musik heraus, auf der er vom „S.F.Y. Philharmonic
Orchestra und Choir“ unter der Leitung von Dr. Mordechai Sobol
begleitet wird. Sein 2007 erschienes Buch „Musik und Chassidismus“
zeugt vom umfassenden musikalischen und religiösen Wissen Barzilais.2010 erschien seine
CD „Song and Prayer“, auf der Shmuel Barzilai vom „S.F.Y.
Philharmonic Orchestra und Choir“ unter der Leitung von Dr.
Mordechai Sobol begleitet
wird.
PAUL
GULDAwurde 1961 in Wien geboren. Er spielt seit seinem
8. Lebensjahr Klavier. „Meine ersten Lehrer waren zwei Jazzer: Fritz
Pauer und Roland Batik; mein Vater, Friedrich Gulda, hat mir
unbedingte Hingabe an die Musik vermittelt, Leonid Brumberg mich die
Grundlagen der russischen Schule gelehrt. Rudolf Serkin hat mir
zuletzt wahre Güte und Unterstützung geschenkt. Die Summe daraus zu
ziehen, womöglich darüber hinaus zu gehen und dies weiterzugeben,
sehe ich als meine Aufgabe an.“ — Dies will, durch einen gewissen
Anspruch in und mit der Musik auch Bereiche außerhalb der Musik
selbst umfassen. So ist Paul Gulda Mitglied des Vereins
RE.F.U.G.I.U.S., der sich für die Aufklärung des Massakers von
Rechnitz einsetzt. — Seit 1982 international Konzerte und
Produktionen als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und
Komponist. Konzeption von literarisch-musikalischen Abenden.
Mehrere Kompositionen von Bühnenmusik. „Stimmen im
Widerhall. Ein musikalischer Diskurs“ entstand zum 54. Jahrestag
der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen.
Improvisationsperformances mit Jazzpianist Makoto Ozone, zuletzt mit
der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger. Das 1993 entstandene
Konzertprojekt „Haydn alla Zingarese“, im Zusammenspiel mit
Roma-Musikern, wurde zum Haydn-Jahr 2009 aktualisiert. Im Liszt-Jahr
2011 erneut Zusammenarbeit mit Roma-Musikern. Paul Gulda spielte
u.a. mit den Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta, unter Kurt
Masur, Yehudi Menuhin, mit Martha Argerich,
Hdem Hagen Quartett.
Er kann auf rund 20 CD-Veröffentlichungen verschiedener Richtungen
verweisen, u.a. bei Deutsche Grammophon, MDG, JVC, Naxos. 2008
erschienen die Violinsonaten von Brahms mit Takumi Kubota (Octavia
Japan), 2009 die Violinwerke von Szymanowski mit Joanna
Madroszkiewicz (MDG Deutschland). Paul Gulda ist ein gesuchter
Pädagoge. Seit 1998 gibt er regelmäßig Meisterkurse in verschiedenen
Ländern. 2001 bis 2003 war er Gastprofessor an der Musikuniversität
Wien
Februar2012
Gesellschaft für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin und Ev. Kirchengemeinde Heilig Kreuz - Passion
"Christus im Holocaust"
Das Mahnmal in der Kirche Zum Heiligen Kreuz
von Ismond Rosen
Führung - Film - Gespräch
mit Pfarrer Jürgen Günther
und Pfarrer Jürgen Quandt
Montag, 20. Februar 2012, 16.00 Uhr
Ort: Kirche Zum Heiligen Kreuz,
Zossener Str. 65, 10961 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsverbindungen: U1 / U6
Hallesches Tor;U 6 / U7 Mehringdamm; Bus M 41
Kurz vor seinem Tod hat der jüdische Bildhauer Ismond Rosen (London)
sein Hauptwerk, an dem er 40 Jahre lang arbeitete, der Kirche Zum
Heiligen Kreuz übergeben. Der Künstler hat das Triptychon “Christus
im Holocaust" als ein Mahnmal und zugleich als ein
Versöhnungszeichen für uns Heutige geschaffen. Der Standort in
Berlin wurde von Ismond Rosen bewusst gewählt, weil hier die
"Endlösung der Judenfrage" geplant worden war. Und es sollte in
einem großen Kirchengebäude stehen, um an hervorragendem Ort daran
zu erinnern, dass die christlichen Kirchen über Jahrhunderte hinweg
ursächlich am Judenhass beteiligt waren. "Christus im Holocaust"
will uns zum Nachdenken und Mitfühlen anregen: Hätte Jesus Christus
während der Naziherrschaft in Europa gelebt, wäre er ebenso wie
sechs Millionen Juden ebenfalls verfolgt, gequält und ermordet
worden, und die Kirche hätte ihn nicht geschützt -
denn Jesus war Jude.
März
2012
60. Berliner
Woche der Brüderlichkeit
11. bis 18. März 2012
Motto
des DKR zur Woche der
Brüderlichkeit 2012:
„In Verantwortung für den Anderen - 60 Jahre Woche der Brüderlichkeit“
Veranstaltungsheft
2012-
Hinweise zu
allen Veranstaltungen in Berlin und
Potsdam
zwischen dem
17. Februar und 16.
Dezember 2012
72 Seiten, Auflage 11.000 Exemplare Wir bitten,
das aktuell korrigierte
Heft hier zu downloaden:
Begrüßungen:
Ralf
Wieland,
Präsident
des Abgeordnetenhauses
von Berlin
Jael
Botsch-Fitterling,
Jüdische Vorsitzende
GCJZ Berlin
Grußworte:
Frank
Henkel,
Bürgermeister von Berlin, Senator
für Inneres und Sport
Emmanuel Nahshon,
Gesandter,
Geschäftsträger der Botschaft des Staates
Israel
Dr. Gideon Joffe,
Vorsitzender der
Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Rainer Maria
Kardinal Woelki,
Erzbischof von Berlin
Dr.
Dr.h.c. Markus Dröge,
Bischof
der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Festvortrag:
Dr. h.c. Charlotte Knobloch
Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und
Oberbayern,
Vizepräsidentin des World Jewish Congress, ehem.
Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland
Themenheft 2012
zur Woche der
Brüderlichkeit
Herausgeber: Deutscher
KoordinierungsRat (DKR)
der Gesellschaften für
christlich-jüdische
Zusammenarbeit, Bad
Nauheim
62 Seiten, Großformat,
zahlr. Abb.
Preis 5 €
(plus ggf.
Versand) -
BItte plus ausreichend
Portogebühr auf das im
Kopf der Website
genannte Postbankkonto
der GCJZ Berlin
überweisen oder in Briefmarken
zusenden
oder in der
GCJZ-Geschäftsstelle
nach Terminvereinbarung
abholen.
Das "Themenheft" des
Deutschen
Koordinierungrates der
Gesellschaften für
christlich-jüdische
Zusammenarbeit (DKR) ist
traditionell dem
"Jahresthema" gewidmet,
welches den über 80
christlich-jüdischen
Ortsgesellschaften als
Arbeitsgrundlage und
zugleich der im März
stattfindenden "Woche
der Brüderlichkeit" als
Leitmotto dient. 2012
lautet es: "In Verantwortung für den anderen. 60 Jahre
Woche der Brüderlichkeit".
Das Heft versammelt
prominente Autorinnen
und Autoren, die sich
zumeist in
Originalbeiträgen dem
"Jahresthema" widmen.
TV
/
Rundfunk/
Presse
zur
Woche der Brüderlichkeit
2012 mehr
>>
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Synagogengemeinde Sukkat
Schalom Berlin
Sonnabend
| 10. März
2012
|
12.00–13.00 Uhr
(direkt im Anschluss an den
Gottesdienst)
Dr. Noga Hartmann
Juden in der
Islamischen Theologie
Judentum und
Islam als
Geschwisterreligionen sind
sich gleichzeitig nah und
fern. In den Heiligen
Schriften des Islams, der
zweitgrößten
monotheistischen Religion,
wird der Status der Juden
und Christen unter
islamischer Herrschaft sehr
deutlich. Die theoretischen
Ansätze lassen sich
allerdings im Laufe der
Geschichte, von der Zeit des
Gründungspropheten Muhammad
bis in die moderne Ära,
verschieden interpretieren.
In der
Veranstaltung lernen wir die
theologischen Standpunkte
des Islam kennen und
verfolgen anhand von
konkreten Beispielen den
geschichtlichen Verlauf bis
in die heutige Zeit.
Dr. Noga Hartmann
ist in Israel geboren, wurde
an der Bar-Ilan Universität
im Bereich Islamwissenschaft
promoviert und leitet seit
2009 die
Heinz-Galinski-Grundschule
in Berlin. Sie ist
Vorbeterin in der Synagoge
Hüttenweg.
Ort:
Synagoge Hüttenweg,
Hüttenweg 46, 14169 Berlin
Tanzwerkstatt No Limit e.V
in Kooperation mit den
Gesellschaften für
Christlich--Jüdische
Zusammenarbeit Potsdam und
Berlin
Donnerstag
| 15. März 2012 | 18.00
Uhr
Schmetterlinge
fliegen
Ein Requiem für Kinder
Nach der
Musik und den Texten des
»Kaddish for Terezin« von
Ronald Senator
Nach der Musik
und den Texten von Ronald
Senator entwickelte die
Choreographin und
Tanzpädagogin Cirsten Behm
mit 250 Kindern und
Jugendlichen der
Tanzwerkstatt No Limit aus
Berlin-Weißensee ein
Tanzstück gegen das
Vergessen, gegen die Angst,
gegen den Hunger und gegen
den Tod. Das eindrückliche
und preisgekrönte
Tanztheaterstück setzt sich
mit Opfern und Tätern des
Holocaust auseinander. Wie
konnte das geschehen? Was
können wir tun, damit so
etwas nie wieder passiert?
Diesen Fragen stellt sich
die Tanzwerkstatt in einer
Version des Stückes mit etwa
100 TänzerInnen.
Ort: »Treffpunkt
Freizeit Potsdam«, Am
Neuen Garten 64, 14469
Potsdam
Informationen:Tanzwerkstatt
No Limit e.V., Buschallee
87, 13088 Berlin
Gesellschaft
für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Anne Frank Zentrum Berlin
Donnerstag
| 15. März 2012 | 18.00
Uhr
»Entschädigt«
Dokumentarfilm von
Lilly Engel
Anschließend
Gespräch mit der Filmautorin
Nach dem
Zweiten Weltkrieg versuchte
mit der jungen
Bundesrepublik Deutschland
zum ersten Mal in der
Geschichte ein Staat,
begangene Verbrechen gegen
die Menschlichkeit »wieder
gut zu machen«. 1952
verabschiedete der Deutsche
Bundestag das
Bundesentschädigungsgesetz:
Jeder KZ-Überlebende hat
danach das Recht auf
Entschädigung – seinen
Schaden muss er jedoch erst
»beweisen«. Dafür muss er
sich ärztlichen
Untersuchungen unterziehen.
Diese Untersuchungen fanden
überall auf der Welt statt,
wo Überlebende sich
niedergelassen hatten, auch
in Los Angeles. Die Autorin
Lilly Engel porträtiert
Ärzte, die, nach 1945 in die
USA ausgewandert, seit 1965
mit den Untersuchungen
beauftragt waren. Sie trifft
Überlebende, die von diesen
Ärzten, von denen mancher in
der Wehrmacht gedient hatte,
untersucht wurden, wodurch
Traumata wachgerufen wurden.
Der Film beschreibt die
Absurdität der
Wiedergutmachungsbürokratie.
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Evangelische
Johanneskirchengemeinde
Lichterfelde
Donnerstag
| 15. März 2012 | 19.30
Uhr
Dr. phil. Simone
Ladwig-Winters
Jüdische Familien in
Lichterfelde im
Nationalsozialismus
Erinnerungen
und Überlegungen zum
Gedenken
In
Lichterfelde lebten 1933 –
wie in ganz Berlin –
jüdische Familien neben
nicht-jüdischen Familien.
Nach 1933 änderte sich das
Leben fschlagartig.
Diskriminierungen,
Ausgrenzungen und
Diffamierungen erlebten nun
auch diejenigen, die nicht
mehr Mitglied der Jüdischen
Gemeinde waren, die durch
die ideologische
»Rassentheorie« aber zu
Juden deklariert wurden –
unabhängig von ihrem
religiösen Bekenntnis. An
diese rassistisch Verfolgten
soll erinnert werden.
Zugleich vergewissern wir
uns der Formen des Gedenkens
in der unmittelbaren
Umgebung, wie der
verdienstvollen Initiative
zur Verlegung von
»Stolpersteinen« oder der
Spiegelwand auf dem
Hermann-Ehlers-Platz.
Dr. phil. Simone
Ladwig-Winters:
seit Jahren mit der
deutsch-jüdischen Geschichte
befasst, Publikationen zur
Geschichte des Warenhauses
und der Familie Wertheim,
zu jüdischen Juristen in
Berlin und Brandenburg sowie
zur Geschichte der Jüdischen
Reformgemeinde zu Berlin,
zuletzt einer Biographie des
Juristen und
Politikwissenschaftlers
Ernst Fraenkel.
Ort:
Evangelische
Johanneskirchengemeinde
Lichterfelde,
Ringstraße
36, 12205 Berlin
Ev. Kirchengemeinde
St. Petri – St. Marien,
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin
Sonntag
| 18. März
2012
| 16.00
Uhr
Stummes Gespräch
Installation
von Anke Mühlig
Begrüßung:
Pfarrer
Frank-Michael Theuer
Lesung aus Zwi Kanars
Biographie »Jona oder A Fish
hot mikh nischt
ayngeschlungen«
auf Yiddisch und Deutsch mit
Kantorin Jalda
Rebling
Martin
Swarzenski
Anke Mühlig
Anschließend Gelegenheit zum
Gespräch
In
seiner Biographie nimmt Zwi
Kanar die Leser mit auf eine
fiktive Reise heim in sein
Schtetl. Dort begegnet er
auf dem Marktplatz all den
Zurückgelassenen, die im
Holocaust umgekommen sind –
als wäre alles nur ein böser
Zauber gewesen. In die
Freude des Wiedersehens
mischt sich unversehens ein
Gefühl von Schuld – die
unbegreifliche Schuld des
Überlebenden: »Ich blieb
verstummt sitzen, ließ den
Kopf hängen und fühlte
dabei, dass ich verloren
hatte. Überlebt und
verloren…«
Mit
diesem Widerspruch
beschäftigt sich Anke Mühlig
in ihrer Installation
»Stummes Gespräch«. Der
Besucher wird in den Text
hineingeführt, wie in ein
begehbares Buch. Der Leser
fühlt sich quasi umstellt
von gesichtslosen, stummen
Fragen. Die Eindringlichkeit
der zitierten Texte lässt
uns nicht mehr los.
Anke Mühlig:
geboren
1957 in Berlin; Ausbildungen
in Deutschland, USA und
Schweden; seit 1996
freischaffende Künstlerin.
Einzel- und
Gruppenausstellungen; lebt
und arbeitet in Kleinmachnow
bei Berlin.
Die
Installation kann besichtigt
werden: bis 25. März 2012,
Montag bis Sonntag 12 – 18
Uhr
Ort
Vernissage:
Parochialkirche,
Klosterstraße 66, 10179
Berlin, U-Bhf. Klosterstraße
Bitte beachten: Die Kirche
ist nicht beheizt.
Gespräch:
Gemeindesaal, Ev.
Kirchenforum Stadtmitte,
Klosterstraße 66
(direkt neben der
Parochialkirche)
Anmeldung: zur Vernissage
erwünscht in der
GCJZ-Geschäftsstelle:
Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 /
E-Mail:
gcjz.berlin@t-online.de
Informationen Anke Mühlig –
Kokonen. Werkstatt für
Textilkunst; Telefon: 033203
– 835 50
Volkshochschule
Steglitz-Zehlendorf,
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin
Dienstag |
20. März 2012 | 17 – 18.30
Uhr
Jael
Botsch-Fitterling,
Studiendirektorin a.D.
We Ahawta Le Reacha
Kamocha –
Liebe deinen Nächsten wie
dich selbst (3. Mose
19,18)
»In
Verantwortung für den
Anderen« lautet das Motto
des Jahres 2012 zur 60.
Woche der Brüderlichkeit. –
3. Mose, Kapitel 19, Vers 34
wiederholt: Du sollst Deinen
Nächsten, auch den Fremden,
lieben wie Dich selbst
Diese, in der Mitte der Tora
stehende Aussage wird durch
die Jüdische Vorsitzende der
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin
erörtert. Über den »alten«
Rabbi Hillel aus Babylon
wird berichtet: In der Zeit
vor der Zerstörung des
Tempels habe ihn ein Heide
aufgefordert, die ganze Tora
»stehenden Fußes«
darzustellen. Dieser Wunsch
wurde mit den hebräischen
Wörtern »we ahawta le reach
kamocha« erfüllt.
Kurs-Nummer
SZ 112-300
Ort:
VHS, Haus der Weiterbildung,
Raum 207, Goethestraße 9 –
11,
12207 Berlin
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum
Dienstag |
20. März 2012 | 18.30 Uhr
Miriam Magall
Die jüdische Ethik
Die zehn
Gebote, die wir aus dem 2.
Buch Mose kennen, sind nur
eine kleiner allgemeiner
Teil der Ethik, die im
Rahmen der jüdischen
Geschichte entstanden ist.
Ungleich differenzierter
sind die ethischen
Anweisungen, die im 3., 4.
und 5. Buch Mose aufgestellt
werden und über die
talmudische und rabbinische
Tradition bis heute
weiterentwickelt wurden.
Ethische Fragen nach dem
Umgang mit unserer Umwelt,
dem Verhalten im Krieg oder
nach dem Stellenwert des
ungeborenen Lebens zeigen
sich danach in einer neuen
Perspektive.
Ort:
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum,
Seminarraum,
Oranienburger Straße 28-30,
10117 Berlin
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin e.V.,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum
Donnerstag
| 22. März 2012 | 18.00
Uhr
Prof. Ulrich Kledzik
OBE und Schulrat i.R.
Dietmar Leischulte
»Das Wiedersehen«.
Kinder der
Theodor-Herzl-Schule Berlin
erinnern sich
Die Berliner
Theodor-Herzl-Schule war die
erste religiös neutrale,
zionistische Schule in
Berlin mit einem modernen
pädagogischen Konzept:
Mädchen und Jungen in einem
Klassenverband, Schüler
sprachen Lehrer per Du an,
alle sind gleich viel wert.
Und das erste Mal wird
Hebräisch als tägliches Fach
gelernt und gesprochen, so
dass diejenigen, die nach
Palästina/Israel
emigrierten, sich sofort
zuhause fühlten. In allen
Fluchtländern half die gute,
breit gefächerte Bildung
sicher Fuß zu fassen. 2006
kamen 35 ehemalige Schüler
aus aller Welt nach Berlin.
Sie besuchen die Stätten
ihrer Kindheit im heutigen
Berlin, blicken auf das
Leben in ihrer alten, für
sie so besonderen Schule
zurück und erzählen sich
ihre Lebensgeschichten.
»Unser aller Schulheimat
verband uns für immer«, sagt
Adin Theilhaber-Talbar
(Jerusalem), der die
Begegnungen und Gespräche in
Bild und Ton festgehalten
hat. Die DVD kann über das
Internet bezogen werden.
Besonders
geeignet für Schülerinnen
und Schüler.
Ort:
Stiftung Neue
Synagoge Berlin – Centrum
Judaicum, Seminarraum,
Oranienburger Straße 29 –
30, 10117 Berlin
Synagogengemeinde Sukkat Schalom Berlin, Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
Freitag | 23. März 2012 | 18.00 – 19.00 Uhr
Dr. Erika Bucholtz, Rabbiner Dr.
Andreas Nachama
Gedenkort Synagoge Grunewald
In der Franzensbader Straße 7 – 8 in
Berlin-Wilmersdorf war 1923 ein ehemaliges Tanz- und Ausflugslokal
zu einer Privatsynagoge umgebaut worden. Später hat die Jüdische
Gemeinde zu Berlin diesen gottesdienstlichen Ort als
Gemeindesynagoge übernommen. Nach der Brandschatzung in der
Pogromnacht vom 9./10.November 1938 wurde das Gebäude bald
abgetragen. Lange Zeit war der Standort vergessen. Seit 2003
informiert eine Dokumentation in einer Bushaltestelle am ehemaligen
Standort der Synagoge Grunewald über das zerstörte Gotteshaus. In
dem von der Stiftung Topographie des Terrors publizierten Band von
Erika Bucholtz und Andreas Nachama werden die Geschichte der
Synagoge und ihr tragisches Ende umrissen. Der mit Fotos bebilderte
Vortrag skizziert die Geschichte und Funktion jüdischer Bethäuser in
Berlin sowie insbesondere die Geschichte der Synagoge Grunewald und
ihres Rabbiners.
Ort: Synagoge
Hüttenweg, Hüttenweg 46, 14169 Berlin
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin e.V.,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum
Dienstag |
27. März 2012 | 18.00 Uhr
Dr. Elisabeth
Hackstein
Auf der Suche nach
den jüdischen Wurzeln
Zur Kritik
»christlicher Sederfeiern«
Der
Internationale Rat der Juden
und Christen (ICCJ) ruft in
den »12 Berliner Thesen«
dazu auf, Antisemitismus u.
a. dadurch zu bekämpfen,
indem die Verbindung
zwischen jüdischer und
christlicher Liturgie betont
wird. In dieser
Veranstaltung wird kritisch
nachgefragt, ob die seit den
späten 70er Jahren in
christlichen Gemeinden am
Gründonnerstag gepflegte
Praxis »christlicher
Sederfeiern« geeignet ist,
dieses zu leisten. Getragen
werden die Sederfeiern von
zwei Überzeugungen. Zum
einen werden sie verstanden
als Annäherung an das
Judentum, zu dem auch der
Wunsch gehört, jüdische
Traditionen und Feste
kennen zu lernen. Zum
anderen versuchen
christliche Gemeinden, mit
diesen Feiern das
Abschiedsmahl Jesu, an dem
dieser das christliche
Abendmahl gestiftet hat,
nachzuvollziehen. Mit dieser
Begründung wird von
einzelnen protestantischen
Pfarrern die jüdische
Sederliturgie mit der
christlichen
Abendsmahlsliturgie in einer
Feier verbunden. Die
Veranstaltung stellt
Untersuchungsergebnisse der
Referentin vor, die die
Praxis »christlicher
Sederfeiern« insbesondere
in Berliner Gemeinden
erforscht hat. Anhand
konkreter Beispiele werden
die Wirkungen der Praxis auf
das christlich-jüdische
Verhältnis und auf den
eigenen Glauben beleuchtet.
Ort: Stiftung
Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum,
Seminarraum,
Oranienburger Straße 28 –
30, 10117 Berlin
/ U-Bhf.
Oranienburger Tor, S-Bhf.
Hackescher Markt
Koordinierungsrat deutscher
Nicht-Regierungsorganisationen
gegen
Antisemitismus, Gesellschaft
für Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Deutsch-Israelische
Gesellschaft Berlin/Potsdam
Mittwoch |
28. März 2012 | 19.00 Uhr
Giyasettin Sayan MdA
a.D.
Antisemitismusbekämpfung und
Israelsolidarität
aus kurdisch-türkischer
Sicht
Antisemitismus
und Israelfeindlichkeit sind
unter türkischstämmigen
Migranten keine
Ausnahmeerscheinung. Typisch
hierfür sind zum Beispiel
die Beliebtheit des
Kinokassenschlagers »Tal der
Wölfe« oder die Bezeichnung
»Du Jude« als alltägliches
Schimpfwort auf Schulhöfen.
Welche Einflüsse aus der
Türkei begünstigen diese
Haltung?
Giyasettin Sayan:
von 1995 bis 2010 Mitglied
des Berliner
Abgeordnetenhauses für die
Fraktion der Partei DIE
LINKE und deren
migrationspolitischer
Sprecher.
Ort: Stiftung
Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum,
Seminarraum,
Oranienburger Straße 28 –
30, 10117 Berlin / U-Bhf.
Oranienburger Tor, S-Bhf.
Hackescher Markt
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Jüdisches Museum Berlin
Dienstag |
3. April 2012 | 16.30 Uhr
"Berlin Transit –
Jüdische Migranten aus
Osteuropa in den 1920er
Jahren"
Führung durch die
neue Sonderausstellung
Berlin war vor
allem nach dem Ersten
Weltkrieg Zufluchtsort und
Zwischenstation für
Zehntausende von Juden aus
Osteuropa. Die meisten kamen
als Kriegs-, Pogrom- oder
Revolutionsflüchtlinge aus
Russland, Litauen und
Galizien. Für ein gutes
Jahrzehnt wurde die Stadt zu
einem Zentrum jüdischer
Migration in Europa. Die
Einwanderer bewirkten eine
Blüte jüdischer Kultur in
Berlin, viele lebten im
Scheunenviertel, andere in
Charlottenburg, das aufgrund
des hohen russischen
Bevölkerungsanteils auch
»Charlottengrad« genannt
wurde. Mit einer Fülle
unbekannten Materials nimmt
die Ausstellung die
vielfältigen Lebenswelten
der osteuropäischen Juden im
Berlin der Weimarer Republik
in den Blick. Der Epilog zur
Ausstellung führt in die
Gegenwart und lädt die
Besucher ein, sich im
Stadtraum auf Spurensuche
nach den weitgehend
vergessenen Orten der
osteuropäisch-jüdischen
Migration zu begeben.
Eine
Ausstellung der Stiftung
Jüdisches Museum Berlin in
Kooperation mit dem
Forschungsprojekt
»Charlottengrad und
Scheunenviertel.
Osteuropäisch-jüdische
Migranten im Berlin der
1920/30er Jahre« am
Osteuropa-Institut der
Freien Universität Berlin –
Laufzeit: 23. März –
15. Juli 2012
Ort: Jüdisches
Museum Berlin,
Lindenstraße 9 – 14, 10969
Berlin
Treffzeit:
16 Uhr.
Wegen der
Sicherheitskrontrollen wird
um rechtzeitiges Erscheinen
gebeten
Anmeldung:
erwünscht in der
GCJZ-Geschäftsstelle
(begrenzte Platzkapazität):
Eintritt:
frei – Wir danken
dem Jüdischen Museum Berlin.
Die
Führungsgebühr übernimmt
die GCJZ Berlin
Mai2012
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin, AG
Judentum und Christentum in
der EKBO
Montag |
21. Mai 2012 | 17.30–19.30
Uhr
Dr. Irena Ostmeyer
Das
christlich-jüdische Gespräch
in SBZ und DDR
In ihrer
Potsdamer Dissertation
zeichnet Dr. Irena Ostmeyer,
Vorsitzende der GCJZ Fulda,
auf der Basis umfangreichen
und bisher weitgehend
unbekannten Quellmaterials
ein differenziertes und
lebendiges Bild des
Verhältnisses von Christen
und Juden in der DDR
zwischen dem Ende der
NS-Zeit und der
Wiedervereinigung 1990. Die
Auswertung zahlreicher
Gespräche mit den
Protagonisten der
christlich-jüdischen
Beziehungen in der DDR, von
denen der Eine oder die
Andere anwesend sein werden,
und die Auswertung von lange
unzugänglichen
Archivmaterialien
komplettieren das in vielem
unerwartete Bild.
Ab 17 Uhr gibt es wie
immer bei den AG-Treffen die
traditionellen
Butterstullen.
Ort St. Marienkirche,
Karl-Liebknecht-Straße 8,
10178 Berlin
(nähe
Alexanderplatz)
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum
Mittwoch |
23. Mai 2012 | 18.30 Uhr
Thomas Diecks
Der Humanist Johannes
Reuchlin und der
»Judenbücherstreit«
Ein frühes Plädoyer
für christlich-jüdischen
Respekt
Anfang des 16.
Jahrhunderts forderten nicht
zuletzt kirchliche Kreise,
alle jüdischen Schriften zu
verbrennen. Um die
Rechtmäßigkeit dieses
Ansinnens zu prüfen, ließ
der Kaiser Gutachten
erstellen. Einzig der
katholische Humanist
Johannes Reuchlin
widersprach der Forderung in
seiner Schrift Augenspiegel
(1511) und wurde deshalb
nach einer langen Reihe von
Prozessen 1520 mit
Publikationsverbot belegt.
Sein
Augenspiegel,
getragen von den
humanistischen Ideen der
Toleranz und Achtung
voreinander, ist ein frühes
Plädoyer für einen Dialog
zwischen den Religionen und
ein gleichberechtigtes
Zusammenleben von Christen
und Juden in Deutschland.
Ort: Stiftung
Neue Synagoge Berlin –
Centrum Judaicum,
Seminarraum,
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
Dienstag I 5.
Juni 2012 I Beginn: 18.00 Uhr
Jahresmitgliederversammlung
der GCJZ Berlin
mit Wahl des Vorstandes
Ort:
Rathaus
Charlottenburg, Intarsiensaal, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin
Eingang: zw. Haupteingang und Eingang zur Stadtbücherei
(U7 Richard-Wagner-Platz / Bus M 45 Warburgzeile)
Wir bitten um Anmeldung
in der GCJZ-Geschäftsstelle:
Begrüßung:
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Kurator der GCJZ Berlin
Als
besonderer Gast: Pröpstin
Friederike von Kirchbach
Die Synode der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesischen
Oberlausitz wählte Friederike von
Kirchbach am 5. Februar 2005 zur
Pröpstin. Damit übernahm sie
die Theologische Leitung des
Konsistoriums und die Rolle der
Stellvertreterin des Bischofs. Am
17. Juni 2005. Sie vertritt die
Evangelische Landeskirche in
zahlreichen Gremien von Kirche und
Gesellschaft. Als Leiterin der
theologischen Grundsatzabteilung des
Konsistoriums ist die Pröpstin
zuständig für alle Fragen von
Theologie und kirchlichem Leben. Sie
ist in dieser Funktion
stimmberechtigtes Mitglied von
Kirchenleitung und Landessynode. Der
besondere Schwerpunkt ihrer Arbeit
liegt in den Bereichen Ökumene und
Interreligiöser Dialog. Sie ist
Vorsitzende der Ratsleitung des
Ökumenischen Rates
Berlin-Brandenburg und Vorsitzende
des Missionsrates des Berliner
Missionswerkes. Seit 2010 ist sie
Mitglied des Vorstandes des
Sozialwissenschaftlichen Institutes
der EKD. Sie vertritt die
Evangelische Kirche im Rundfunkrat
des rbb und leitet seit 2011 in
dieser Funktion den
Programmausschuss. Darüber hinaus
ist sie Mitglied des
Redaktionskreises der Zeitschrift
„Gottesdienst und Predigt“ und
Mitherausgeberin des Periodikums
"Mit der Bibel durch das Jahr" des
Kreuz-Verlages
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Verein für Kultur und
Geschichte in Wannsee
e.V.
Sonntag
| 9. September 2012 |
14.00 Uhr
Die
Colonie Alsen
Entstehung — Geschichte
— Bewohner
1870 ließ
Wilhelm
Conrad »Stimmings Krug«
(Kleists letzte Herberge
vor seinem Freitod)
abreißen und als erstes
die »Villa Alsen«
errichten. (Der Name
wird an dem wieder
vorbildlich
restaurierten Zinkabguss
des »Flensburger Löwen«
erläutert.) Für die
Anlage der Villenkolonie
konnte Conrad den
Gartendirektor Gustav
Meyer gewinnen und den
Bau der so genannten
Wannseebahn durchsetzen.
Das förderte die
Entwicklung, sodass
berühmte Leute —
zunächst nur für die
Sommermonate — am Großen
und Kleinen Wannsee
ihre Häuser
errichteten, so u.a.
Bankier Arons,
Verlagsbuchhändler
Ferdinand Springer (der
»kleine Messel«),
AEG-Vorstandsmitglied
Hamspohn und auch der
Maler Max Liebermann.
Auf seiner Terrasse
könnten wir zum
Abschluss bei Kaffee und
Kuchen näher ins
Gespräch kommen. Schon
während des
Spazierganges werden wir
auf die wechselvolle
Geschichte der Häuser zu
sprechen kommen, wie z.
B. bei der Villa Herz
oder der Villa Marlier
(heute Haus der
Wannseekonferenz).
Treffpunkt:
vor dem
S-Bhf. Wannsee
Anmeldung:
bis 12. August 2012 in
der GCJZ-Geschäftstelle
Telefon: 030 – 821 66 83
/ Fax: 030 – 82
70 19 61 / E-Mail:
gcjz.berlin@t-online.de
Eintritt:
frei
Oktober2012
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum
Judaicum
Dienstag
| 2. Oktober 2012 |
18.30 Uhr
Miriam Magall
Jüdische Frauen in
der Literatur:
Königin Esther & die
Jüdin von Toledo
Die zehn
Gebote, die wir aus dem
2. Buch Mose kennen,
sind nur eine kleiner
allgemeiner Teil der
Ethik, die im Rahmen der
jüdischen Geschichte
entstanden ist. Ungleich
differenzierter sind die
ethischen Anweisungen,
die im 3., 4. und 5.
Buch Mose aufgestellt
werden und über die
talmudische und
rabbinische Tradition
bis heute
weiterentwickelt wurden.
Ethische Fragen nach dem
Umgang mit unserer
Umwelt, dem Verhalten im
Krieg oder nach dem
Stellenwert des
ungeborenen Lebens
zeigen sich danach in
einer neuen Perspektive.
Ort:
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum
Judaicum,
Seminarraum,
Oranienburger Straße 28
– 30, 10117 Berlin
Anmeldung:
erwünscht in der
GCJZ-Geschäftstelle
Telefon: 030 – 821 66 83
/ Fax: 030-8270
1961 / E-Mail:
gcjz.berlin@t-online.de
Eintritt frei
November2012
74.
Jahrestag der Novemberpogrome von 1938
Veranstaltungen in
Berlin und Potsdam mehr >>
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische
Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge
Berlin – Centrum Judaicum
Dienstag |
13. November 2012 | 19.00
Uhr
Dr. Hans-Jürgen
Zacher
»Vern – Ich suchte
einen Zeitzeugen und fand
einen Freund«
Erzählung einer
Freundschaft
Erzählt und
wenig gelesen wird die
autobiografische Geschichte
von Werner Halle (Vern) der
als 14 jähriger Junge mit
einem jüdischen
Kindertransport Deutschland
verlassen musste. Sein Vater
war der letzte jüdische
Vorsteher der jüdischen
Gemeinde in Werl. Erzählt
wird die sehr enge
Freundschaft von Hans-Jürgen
Zacher und Vern, der erst
nach 64 Jahren angstfrei
seine Geburtsstadt und die
Stätten seiner Kindheit
besuchen konnte. Das
Erzählte wird durch Fotos
und andere
Originaldokumente, u.a. aus
der Zeit des
Nationalsozialismus,
veranschaulicht.
Hans-Jürgen Zacher:
geb. 1950 in Hamm, dort seit
1981 Gymnasiallehrer, 1988
Promotion mit dem Thema »Die
Synagogengemeinde Werl von
1847 bis 1941«, Betreuung
und Leitung zahlreicher
preisgekrönter
Schülerprojekte, Mitglied
der GCJZ Dortmund.
Ort:
Stiftung Neue
Synagoge Berlin – Centrum
Judaicum, Seminarraum,
Oranienburger Straße 28 –
30, 10117 Berlin
Anmeldung:
erwünscht über die
GCJZ-Geschäftsstelle
Telefon: 821 66 83 / Fax: 82 70 19
61 / E-Mail:
gcjz.berlin@t-online.de
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
Bankverbindung: Postgirokonto Berlin - Bankleitzahl 100 100 10 - Kontonummer: 838-106