Veranstaltungen der GCJZ Berlin

2012

Tätigkeitsbericht >> 2012 der GCJZ Berlin: PDF Download

Solidarität mit Rabbiner Daniel Alter - Für Dialog und Toleranz

Der 53-jährige Rabbiner Daniel Alter ist am Dienstagabend, 28. August 2012, in der Beckerstraße in Berlin-Schöneberg von vier mutmaßlich arabischen Jugendlichen angegriffen worden. Das Opfer, das eine Kippa trug, erlitt Kopfverletzungen und musste sich ambulant im Krankenhaus behandeln lassen. Außerdem hatten die Täter den Mann, seinen Glauben und seine Mutter beleidigt sowie eine Tötungsdrohung gegenüber der siebenjährigen Tochter in seiner Begleitung ausgesprochen. Die Jugendlichen konnten unerkannt entkommen.

Die Empörung ist groß. Die Berliner Gesellschaft für Christlich-Jüdisch Zusammenarbeit hat Rabbiner Alter ihre Anteilnahme übermittelt und ihrer Solidarität versichert.

Am Sonntag, 2. September, gab es in Friedenau eine große Solidaritätskundgebung für und mit Rabbiner Alter, auf der Pfarrer Thomas Lübke von der Evangelischen Philippus-Nathanael-Kirchengemeinde folgende Rede hielt, die wir hier mit seiner Genehmigung wiedergeben:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Die Evangelische Philippus-Nathanael-Kirchen-gemeinde feiert seit vielen Jahren am Israelsonntag zusammen mit der jüdischen Gemeinde in der Philippus-Kirche jüdisch-christliche Begegnungsgottesdienste. Die „Initiativgruppe Stolpersteine Stierstraße" unserer Kirchengemeinde, bemüht sich seit vielen Jahren darum, das Gedenken an die deportierten jüdischen Bewohner aus der Stierstraße wach zu halten. Der Diakonieladen Rubensstraße 87 bietet allen Menschen Hilfe, ohne Ansehen der Person und Religion.

In herzlicher Verbundenheit mit jüdischen Mitbürgern hat uns der brutale antisemitische Überfall auf Rabbiner Daniel Alter und seine Tochter tief erschüttert. Wir hoffen, dass die Täter bald gefasst und bestraft werden.

Wir wünschen Daniel Alter eine schnelle Genesung des Körpers und auch seiner Familie Gottes Hilfe zur Überwindung des Schockes, den der brutale, antisemitische Überfall bei ihnen ausgelöst hat.

Wir haben uns dieser Solidaritätskundgebung als Mitorganisator angeschlossen, um der jüdischen Gemeinde vor Augen zu führen, dass wir unsere gute Gemeinschaft nicht durch gewalttätige Menschen zerstören lassen. Auch als Christen in diesem Stadtteil erheben wir unsere Stimme gegen Gewalt und Antisemitismus!

Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute hierher gekommen sind - aus diesem Stadtteil Friedenau und darüber hinaus -, um ein klares Signal zu setzen, und bitte Sie um Zustimmung zu folgender Erklärung:

 

Wir sind hierher gekommen,

weil wir aus der dunkelsten Geschichte Deutschlands gelernt haben, dass Antisemitismus nie wieder geduldet werden darf!

Wir sind hierher gekommen,

weil wir keinerlei antisemitische Äußerungen oder Gewalttaten in unserer Stadt hinnehmen.

Wir sind hierher gekommen,

um Rabbiner Daniel Alter und der jüdischen Gemeinde in Berlin - und in aller Welt - zu zeigen, dass wir in guter Nachbarschaft miteinander leben wollen.

Wir sind hierher gekommen,

um gewaltbereiten Menschen deutlich zu machen, dass wir keine Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und

Senioren in dieser Stadt dulden. Jeder Mensch soll sich auf unseren Straßen ohne Bedrohung und Körperverletzung bewegen können.

Wir, ca. 1.500 Bürgerinnen und Bürger, sind hierher gekommen,

um einer kleinen Anzahl von gewaltbereiten Menschen unmissverständlich klar zu machen, dass wir gegen Gewalt und Antisemitismus sind.

 

Um dieser Botschaft Nachhaltigkeit zu verleihen, bitte ich Sie darum, auf dem Großflächenbanner zu unterschreiben, das hier vorne auf den

Tischen ausgebreitet liegt, und nach der Kundgebung am Grazer Platz/Ecke Rubensstraße von mir angebracht wird.

 

Lassen Sie uns heute gemeinsam ein sichtbares Zeichen setzen, gegen Gewalt und Antisemitismus!

 

(Abb: Solidaritätsbanner mit den Unterschriften der Teilnehmer der Kundgebung)

Siehe auch rbb-Bericht:
http://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/archiv.media.!etc!medialib!rbb!rbb!abendschau!abendschau_20120902_rabbi.html

 

domradio.de, 9.11.2012: Rabbiner Daniel Alter im domradio.de-Interview über das "schwierige Klima" für Juden in Deutschland: "Vergeben heißt nicht vergessen"

 

Berliner Bischof Dr. Dröge:
Kriminalität nicht auf Religion schieben

Ursprung: Soziale Probleme
3. September 2012. Berlin (epd). In der Diskussion über den Überfall auf einen Rabbiner hat der Berliner evangelische Bischof Markus Dröge davor gewarnt, eine bestimmte Religionszugehörigkeit für kriminelles Verhalten verantwortlich zu machen. "Man darf auf keinen Fall den Fehler machen, dies der Religion zuzuschreiben", sagte der Theologe am Samstag im rbb-Inforadio.
Sollte sich die Täterschaft muslimischer Jugendlicher tatsächlich erweisen, müsse ihre Kriminalität "im wesentlichen" im Zusammenhang sozialer Probleme wie etwa mangelnde Berufschancen gesehen werden, betonte Dröge und verwies auf einen Bericht der Bundesregierung. Auch dürfe man ein Stellvertreterkrieg auf deutschen Straßen "nicht herbeireden", ergänzte er im Hinblick auf mögliche Auswirkungen des Nahostkonflikts zwischen Israelis und Palästinensern.
Laut Berliner Staatsanwaltschaft gibt es bislang nach wie vor keine weiteren Hinweise auf die Täter, die am Dienstag den Berliner Rabbiner Daniel Alter überfallen und schwer verletzt hatten. Da Alter unter seinem Basecap eine Kippa trug, hatten sie den 53-Jährigen zuvor zur Rede gestellt, ob er Jude sei. Zudem bedrohten die Angreifer die sechsjährige Tochter des Rabbiners mit dem Tod. Aufgrund der Aussagen des Opfers vermuten die Ermittlungsbehörden arabische Jugendliche als Täter.
Alter gehörte 2006 zu den drei ersten Rabbinern, die in Deutschland nach dem Holocaust ordiniert wurden. Da dies ein Zeichen dafür war, dass der jüdische Glauben wieder in Deutschland beheimatet ist, habe ihn die Tat sehr schockiert, bekundete Dröge.

(Quelle: www.ekbo.de, 3.9.2012)

 

Botschafter Hadas-Handelsman
im Interview zum Antisemitismus in Deutschland

Botschafter Yakov Hadas-Handelsman hat heute im Armeeradiosender Galei Zahal über den Angriff auf Rabbiner Daniel Alter in Berlin in der vergangenen Woche und Antisemitismus in Deutschland gesprochen.
„Der Vorfall ist besorgniserregend für uns Israelis, für die Juden in Deutschland und die deutsche Öffentlichkeit. Es ist mir aber wichtig, auf die Welle der Solidarität mit Rabbiner Alter und der jüdischen Gemeinde aufmerksam zu machen, wie eine Solidaritätsdemonstration, an der vor allem Nichtjuden teilgenommen haben.“ 
Hadas Handelsman sagte außerdem, der Antisemitismus sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich nicht auf einzelne Bevölkerungsgruppen beschränke. Die Zunahme des Antisemitismus gäbe Anlass zur Sorge. Die deutsche Regierung sei sich dessen bewusst und wachsam.
Der Antisemitismus ist kein ausschließlich deutsches Phänomen und alle israelischen Diplomaten müssten sich ihm entgegenstellen. Die israelische Botschaft steht regelmäßig im Dialog mit deutschen Schülern jedweder Herkunft und auch der muslimischen Gemeinschaft und fördere das Wissen über Israel. Außerdem finde ein regelmäßiger Austausch mit der deutschen Regierung zum Thema Antisemitismus statt.
(Botschaft des Staates Israel, 04.09.12)

 

Januar 2012

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus
„Wir waren Nachbarn“
Veranstalter: Förderverein "frag doch!"/Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin
und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Berlin/Potsdam


Ausstellungseröffnung (mit noch mehr Biografien)
142 Biografien Jüdischer Zeitzeugen

Ausstellungs-Installation
 

Eröffnung:
Sonntag, 22. Januar 2012,
17.00 Uhr

Ort: Rathaus Schöneberg, Willy-Brandt-Saal, J.-F.-Kennedy-Platz


Eintritt frei


Grußworte:

  • Angelika Schöttler
    Bürgermeisterin (angefragt)

  • Jael Botsch-Fitterling
    Jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

  • Maya Zehden
    Stellv. Vorsitzende DIG Berlin/Potsdam

  • H. Peter Paisley
    Zeitzeuge

  • Dr. Ruth Federspiel
    Projektleiterin

Musikalische Umrahmung:

Zeitzeuge Ilja Bergh am Flügel mit klassischen Kompositionen
 

Besichtigung der Ausstellung "Wir waren Nachbarn",
Die Ausstellung ist das Ergebnis einer in den 1980er Jahren einsetzenden Zeitzeugen- und Erinnerungsarbeit des Kunstamtes Schöneberg. Jahr für Jahr wird die Ausstellung um neue biografische Alben ergänzt. Seit Januar 2010 wird dieser symbolische Denkort für die verfolgten und ermordeten jüdischen Nachbarn mit Unterstützung der Senatsverwaltung Kultur und des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg ganzjährig gezeigt. Träger ist ein Förderverein engagierter Bürgerinnen und Bürger.


 

 
Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Veranstaltung des Österreichischen Kulturforums Berlin und der GCJZ Berlin

 

 

 

 


KONZERT

Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Internationaler Holocaust-Gedenktag

 

Vom Dunkel ins Licht

 

Anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee lädt das Österreichische Kulturforum Berlin gemeinsam mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit  in Berlin zu einem Lieder- und Konzertabend in die Österreichische Botschaft ein. Es singt der renommierte Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Shmuel Barzilai, begleitet von Paul Gulda, der zu Österreichs erfolgreichsten und vielseitigsten Pianisten zählt. Der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wurde 1996, durch den damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog initiiert, offizieller deutscher Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.

 

Donnerstag, 26. Januar 2012, 19.30 Uhr
Begrenzte Platzanzahl. Einlass ab 19.00 Uhr, freie Platzwahl.
Ort:
Österreichisches Kulturforum Berlin, Stauffenbergstr. 1,  10785 Berlin (am Tiergarten)


PDF Download Einladung

Anmeldung: Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich.
Diese können Sie unter www.kulturforumberlin.at/anmeldung oder
telefonisch unter (030) 20287-114 vornehmen.
Bitte führen Sie zudem einen Ausweis zur Identifikation mit.
 

Tenor Shmuel Barzilai,
Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde Wien

 

 

 

 

 

 und

 

Pianist Paul GULDA

 

 

 

 

 

 

Programm
Gesang mit Klavier Begleitung:

Moshe Stern - E-l Male Rachamim (Totengebet)
Gozinsky - Habet Mischamajim

Abraham Elstein - Velirushalajim Ircha
Sol Zim - Avinu Schebaschamajim
Shalom Secounda - Dos Jiddishe Lied
M. Machtenberg - Scheechjanu
Shmuel Malavsky - Haven Yakir li

Parish, Alstone, Goodhart - Mamele
S. Secunda - Chazonim oif Probe
M. Yardeni - Jibane Hamikdasch
A Chazendel oif Shabes - L. Low
Chitman, Spiero, Traditinel - Adon Olam
MBD Werdiger - Venizke Venichye

S. Carlebach - Carlebach Medley

Klavier- Solostücke:
Felix Mendelssohn-Bartholdy - Ausgewählte „Lieder ohne Worte“
Erwin Schulhoff - 9 Reigen op.13

Shmuel Barzilai wurde in Jerusalem als Sohn einer bekannten Kantorenfamilie geboren. Er studierte an der Yeshiva „Beer Yaakov“, K’nesset Chiskijahu und Hevron. Seine Grundausbildung bekam er vom Wiener Kantor Zalman Polak. Er ist Absolvent des Institutes für Musik und kantoralen Gesang in Tel Aviv, wo Shmuel Barzilai bei einer Reihe weltberühmter Kantoren und Musiker studierte, wie Moshe Stern, Naftali Herstik, Shmuel Taube, Yizchak Eshel und dem Dirigenten Elli Jaffe. Seit 1992 ist Shmuel Barzilai Oberkantor der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. Seinen Magister der Philosophie und Judaistik machte er an der Wiener Universität. Shmuel Barzilai musizierte mit Philharmonischen und Symphonie-Orchestern in Europa, Israel und den USA. Jährlich unternimmt er eine Europa-Tournee in Begleitung des „Jerusalem Great Synagoge Choir“. Soloauftritte bei mehreren Jüdischen Festivals, u.a. in Österreich, Ungarn, Frankreich, Deutschland, Polen, Italien, sowie dem Klezmer Festival in Safed, prägten seinen internationalen Werdegang. Beim legendären Gedenkkonzert „Mauthausen 2000“ sang er in Begleitung der Wiener Philharmoniker das Totengebet „El Maleh Rachamim“. Er hatte zahlreiche Auftritte im in- und ausländischen TV sowie in Ruth Beckermann’s Film „Zorros Bar Mizwa“. Auch war er als Berater für jüdisches Ritual tätig, u.a. im Theater an der Wien für „Anatevka“ (Tewje – Karl Merkatz) und in der Wiener Staatsoper für „La Juive“ (Eleazar – Neil Shicoff). Durch die Zusammenarbeit mit Neil Shicoff ergab sich ein gemeinsamer Auftritt im Wiener Stadttempel zur 175-Jahr-Feier. Shmuel Barzilais Repertoire umfasst liturgische kantorale Musik, Jüdische Soulmusik, Chassidische- und Klezmermusik, Israelische Lieder sowie Opern- und klassische Gesangsliteratur. Seine Vielseitigkeit ist auf mehreren CD’s dokumentiert. So nahm er im Februar 2000 unter Mitwirkung der Wiener Sängerknaben die Ersteinspielung von Kompositionen des weltbekannten Kantors Salomon Sulzer (1804-1890) auf. 2008 kam seine CD „Sound of Prayer“ mit kantoraler und populärer Musik heraus, auf der er vom „S.F.Y. Philharmonic Orchestra und Choir“ unter der Leitung von Dr. Mordechai Sobol begleitet wird. Sein 2007 erschienes Buch „Musik und Chassidismus“ zeugt vom umfassenden musikalischen und religiösen Wissen Barzilais. 2010 erschien seine CD „Song and Prayer“, auf der Shmuel Barzilai vom „S.F.Y. Philharmonic Orchestra und Choir“ unter der Leitung von Dr. Mordechai Sobol begleitet wird.

Israelitischen Kultusgemeinde Wien: www.ikg-wien.at

 

PAUL GULDA wurde 1961 in Wien geboren. Er spielt seit seinem 8. Lebensjahr Klavier. „Meine ersten Lehrer waren zwei Jazzer: Fritz Pauer und Roland Batik; mein Vater, Friedrich Gulda, hat mir unbedingte Hingabe an die Musik vermittelt, Leonid Brumberg mich die Grundlagen der russischen Schule gelehrt.  Rudolf Serkin hat mir zuletzt wahre Güte und Unterstützung geschenkt. Die Summe daraus zu ziehen, womöglich darüber hinaus zu gehen  und dies weiterzugeben, sehe ich als meine Aufgabe an.“  — Dies will, durch einen gewissen Anspruch in und mit der Musik auch Bereiche außerhalb der Musik selbst umfassen. So ist Paul Gulda Mitglied des Vereins RE.F.U.G.I.U.S., der sich für die Aufklärung des Massakers von Rechnitz einsetzt. — Seit 1982 international Konzerte und Produktionen als Solist, Kammermusiker, Improvisator, Dirigent und Komponist. Konzeption von literarisch-musikalischen Abenden. Mehrere  Kompositionen von Bühnenmusik. „Stimmen im Widerhall. Ein musikalischer Dis­kurs“ entstand zum 54. Jahrestag der Befreiung des Konzentrations­lagers Mauthausen. Improvisationsperformances mit Jazzpianist Makoto Ozone, zuletzt mit der Malerin Erdmuthe Scherzer-Klinger. Das 1993 entstandene Konzertprojekt „Haydn alla Zingarese“, im Zusammenspiel mit Roma-Musikern, wurde zum Haydn-Jahr 2009 aktualisiert. Im Liszt-Jahr 2011 erneut Zusammenarbeit mit Roma-Musikern. Paul Gulda spielte u.a. mit den Wiener Philharmoniker unter Zubin Mehta, unter Kurt Masur, Yehudi Menuhin, mit Martha Argerich, Hdem Hagen Quartett. Er kann auf rund 20 CD-Veröffentlichungen verschiedener Richtungen verweisen, u.a. bei Deutsche Grammophon, MDG, JVC, Naxos. 2008 erschienen die Violinsonaten von Brahms mit Takumi Kubota (Octavia Japan), 2009 die Violinwerke von Szymanowski mit Joanna Madroszkiewicz (MDG Deutschland). Paul Gulda ist ein gesuchter Pädagoge. Seit 1998 gibt er regelmäßig Meisterkurse in verschiedenen Ländern. 2001 bis 2003 war er Gastprofessor an der Musikuniversität Wien

 

 

Februar 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Ev. Kirchengemeinde Heilig Kreuz - Passion

"Christus im Holocaust"

Das Mahnmal in der Kirche Zum Heiligen Kreuz
von Ismond Rosen

Führung - Film - Gespräch
mit
Pfarrer Jürgen Günther und Pfarrer Jürgen Quandt

 

Montag, 20. Februar 2012, 16.00 Uhr
Ort: Kirche Zum Heiligen Kreuz,
Zossener Str. 65, 10961 Berlin-Kreuzberg
Verkehrsverbindungen: U1 / U6 Hallesches Tor;U 6 / U7 Mehringdamm; Bus M 41

 

Kurz vor seinem Tod hat der jüdische Bildhauer Ismond Rosen (London) sein Hauptwerk, an dem er 40 Jahre lang arbeitete, der Kirche Zum Heiligen Kreuz übergeben. Der Künstler hat das Triptychon “Christus im Holocaust" als ein Mahnmal und zugleich als ein Versöhnungszeichen für uns Heutige geschaffen. Der Standort in Berlin wurde von Ismond Rosen bewusst gewählt, weil hier die "Endlösung der Judenfrage" geplant worden war. Und es sollte in einem großen Kirchengebäude stehen, um an hervorragendem Ort daran zu erinnern, dass die christlichen Kirchen über Jahrhunderte hinweg ursächlich am Judenhass beteiligt waren. "Christus im Holocaust" will uns zum Nachdenken und Mitfühlen anregen: Hätte Jesus Christus während der Naziherrschaft in Europa gelebt, wäre er ebenso wie sechs Millionen Juden ebenfalls verfolgt, gequält und ermordet worden, und die Kirche hätte ihn nicht geschützt -
denn Jesus war Jude.

 

 

März 2012

60. Berliner Woche der Brüderlichkeit
11. bis 18. März 2012

Motto des DKR zur Woche der Brüderlichkeit 2012:


„In Verantwortung für den Anderen - 60 Jahre Woche der Brüderlichkeit“

 

 Veranstaltungsheft 2012 -
Hinweise zu allen Veranstaltungen in Berlin und Potsdam

zwischen dem 17. Februar und 16. Dezember 2012

72 Seiten, Auflage 11.000 Exemplare

Wir bitten, das aktuell korrigierte Heft hier zu downloaden:

 
   Download Heft (1 MB) >>
 

Wenn kein Download erfolgt,
bitte Mauszeiger auf den Link oder das Cover
und die
rechte Maustaste drücken,
dann "Ziel speichern unter
..."

 
 

Kostenfreie Bestellung des Heftes über GCJZ Berlin >>

BItte ggf. ausreichend Porto in Briefmarken zusenden oder
Abholung in der GCJZ-Geschäftsstelle nach Terminvereinbarung.


 

Veranstaltungen in BERLIN


 

Eröffnungsveranstaltung
der Woche der Brüderlichkeit 2012 in Berlin

Sonntag, 11. März 2011, 18.00 Uhr

Abgeordnetenhauses von Berlin - Plenarsaal
Anmeldung:  >>  I Download    >>

Presseinformation      mehr >>

Begrüßungen:
Ralf Wieland, Präsident des Abgeordnetenhauses von Berlin

Jael Botsch-Fitterling, Jüdische Vorsitzende GCJZ Berlin

 

Grußworte:

Frank Henkel, Bürgermeister von Berlin, Senator für Inneres und Sport

Emmanuel Nahshon, Gesandter, Geschäftsträger der Botschaft des Staates Israel

Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Rainer Maria Kardinal Woelki, Erzbischof von Berlin

Dr. Dr.h.c. Markus Dröge, Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz

 

Festvortrag:
Dr. h.c. Charlotte Knobloch

Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Vizepräsidentin des World Jewish Congress, ehem. Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland

Download Festvortrag    >>

 

Musikalisches Rahmenprogramm:

Schülerinnen und Schüler der Jüdischen Oberschule Berlin
unter der musikalischen Leitung von
Boris Rosenthal

 


Fotoimpressionen von der Eröffnungsveranstaltung 

mehr >>


Themenheft 2012 zur Woche der Brüderlichkeit
Herausgeber: Deutscher KoordinierungsRat (DKR)
der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, Bad Nauheim
62 Seiten, Großformat, zahlr. Abb.

Leseprobe >>


Inhaltsverzeichnis >>


Editorial >>


Preis 5 € (plus ggf. Versand) -
BItte plus ausreichend Portogebühr auf das im Kopf der Website genannte Postbankkonto der GCJZ Berlin überweisen
oder in Briefmarken zusenden
oder
in der GCJZ-Geschäftsstelle nach Terminvereinbarung abholen.

Bestellung über GCJZ Berlin >>



 

Das "Themenheft" des Deutschen Koordinierungrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) ist traditionell dem "Jahresthema" gewidmet, welches den über 80 christlich-jüdischen Ortsgesellschaften als Arbeitsgrundlage und zugleich der im März stattfindenden "Woche der Brüderlichkeit" als Leitmotto dient. 2012 lautet es: "In Verantwortung für den anderen. 60 Jahre Woche der Brüderlichkeit". Das Heft versammelt prominente Autorinnen und Autoren, die sich zumeist in Originalbeiträgen dem "Jahresthema" widmen.
 


TV / Rundfunk / Presse
zur Woche der Brüderlichkeit 2012

mehr >>
 

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Synagogengemeinde Sukkat Schalom Berlin

 

Sonnabend  |  10. März 2012   |  12.00–13.00 Uhr (direkt im Anschluss an den Gottesdienst)

Dr. Noga Hartmann

Juden in der Islamischen Theologie

 

 

Judentum und Islam als Geschwisterreligionen sind sich gleichzeitig nah und fern. In den Heiligen Schriften des Islams, der zweitgrößten monotheistischen Religion, wird der Status der Juden und Christen unter islamischer Herrschaft sehr deutlich. Die theoretischen Ansätze lassen sich allerdings im Laufe der Geschichte, von der Zeit des Gründungspropheten Muhammad bis in die moderne Ära, verschieden interpretieren.

In der Veranstaltung lernen wir die theologischen Standpunkte des Islam kennen und verfolgen anhand von konkreten Beispielen den geschichtlichen Verlauf bis in die heutige Zeit.

Dr. Noga Hartmann ist in Israel geboren, wurde an der Bar-Ilan Universität im Bereich Islamwissenschaft promoviert und leitet seit 2009 die Heinz-Galinski-Grundschule in Berlin. Sie ist Vorbeterin in der Synagoge Hüttenweg.

 

Ort:        Synagoge Hüttenweg, Hüttenweg 46, 14169 Berlin

 

Anmeldung:    erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle

                     Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:           frei

 

 

Tanzwerkstatt No Limit e.V
in Kooperation mit den
Gesellschaften für Christlich--Jüdische Zusammenarbeit Potsdam und Berlin

Donnerstag  |  15. März 2012  |  18.00 Uhr

Schmetterlinge fliegen
Ein Requiem für Kinder

Nach der Musik und den Texten des »Kaddish for Terezin« von Ronald Senator

 

Nach der Musik und den Texten von Ronald Senator entwickelte die Choreographin und Tanzpädagogin Cirsten Behm mit 250 Kindern und Jugendlichen der Tanzwerkstatt No Limit aus Berlin-Weißensee ein Tanzstück gegen das Vergessen, gegen die Angst, gegen den Hunger und gegen den Tod. Das eindrückliche und preisgekrönte Tanztheaterstück setzt sich mit Opfern und Tätern des Holocaust auseinander. Wie konnte das geschehen? Was können wir tun, damit so etwas nie wieder passiert? Diesen Fragen stellt sich die Tanzwerkstatt in einer Version des Stückes mit etwa 100 TänzerInnen.

 

Ort:       »Treffpunkt Freizeit Potsdam«, Am Neuen Garten 64, 14469 Potsdam

 

Informationen:Tanzwerkstatt No Limit e.V., Buschallee 87, 13088 Berlin

                     Telefon: 030 – 923 03 91 / Fax: 030 – 96 20 17 23

 

Eintritt:           frei

 

www.treffpunktfreizeit.de

www.tanzwerkstatt-nolimit.de

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Anne Frank Zentrum Berlin

 

Donnerstag  |  15. März 2012  |  18.00 Uhr

»Entschädigt«

Dokumentarfilm von Lilly Engel

Anschließend Gespräch mit der Filmautorin

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg versuchte mit der jungen Bundesrepublik Deutschland zum ersten Mal in der Geschichte ein Staat, begangene Verbrechen gegen die Menschlichkeit »wieder gut zu machen«. 1952 verabschiedete der Deutsche Bundestag das Bundesentschädigungsgesetz: Jeder KZ-Überlebende hat danach das Recht auf Entschädigung – seinen Schaden muss er jedoch erst »beweisen«. Dafür muss er sich ärztlichen Untersuchungen unterziehen. Diese Untersuchungen fanden überall auf der Welt statt, wo Überlebende sich niedergelassen hatten, auch in Los Angeles. Die Autorin Lilly Engel porträtiert Ärzte, die, nach 1945 in die USA ausgewandert, seit 1965 mit den Untersuchungen beauftragt waren. Sie trifft Überlebende, die von diesen Ärzten, von denen mancher in der Wehrmacht gedient hatte, untersucht wurden, wodurch Traumata wachgerufen wurden. Der Film beschreibt die Absurdität der Wiedergutmachungsbürokratie.

 

Der Link zum Trailer: www.fleischmanntrailer.de/trailer/ents_trl_master.mov

 

Ort:       Anne Frank Zentrum/Kino Central, Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin

                      (neben den Hackeschen Höfen)

 

Anmeldung:   erbeten: Anne Frank Zentrum Berlin,

                     Telefon: 030 – 288 86 56 – 42 oder 030 – 288 86 56 – 00 / E-Mail: veranstaltung@annefrank.de

 

Eintritt:            frei

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Evangelische Johanneskirchengemeinde Lichterfelde

 

Donnerstag  |  15. März 2012  |  19.30 Uhr

Dr. phil. Simone Ladwig-Winters

Jüdische Familien in Lichterfelde im Nationalsozialismus

Erinnerungen und Überlegungen zum Gedenken         

 

In Lichterfelde lebten 1933 – wie in ganz Berlin – jüdische Familien neben nicht-jüdischen Familien. Nach 1933 änderte sich das Leben fschlagartig. Diskriminierungen, Ausgrenzungen und Diffamierungen erlebten nun auch diejenigen, die nicht mehr Mitglied der Jüdischen Gemeinde waren, die durch die ideologische »Rassentheorie« aber zu Juden deklariert wurden – unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis. An diese rassistisch Verfolgten soll erinnert werden. Zugleich vergewissern wir uns der Formen des Gedenkens in der unmittelbaren Umgebung, wie der verdienstvollen Initiative zur Verlegung von »Stolpersteinen« oder der Spiegelwand auf dem Hermann-Ehlers-Platz.

Dr. phil. Simone Ladwig-Winters: seit Jahren mit der deutsch-jüdischen Geschichte befasst, Publikationen zur Geschichte des Warenhauses und der Familie Wertheim, zu  jüdischen Juristen in Berlin und Brandenburg sowie zur Geschichte der Jüdischen Reformgemeinde zu Berlin, zuletzt einer Biographie des Juristen und Politikwissenschaftlers Ernst Fraenkel.

 

Ort:        Evangelische Johanneskirchengemeinde Lichterfelde, Ringstraße 36, 12205 Berlin

 

Anmeldung:    erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle:

                     Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:            frei

 

Ev. Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien,
Gesellschaft für Christlich-­Jüdische Zusammenarbeit Berlin

 

Sonntag  |  18. März 2012    |  16.00 Uhr

Stummes Gespräch

Installation von Anke Mühlig

 

 

 

Begrüßung:

Pfarrer Frank-Michael Theuer

Lesung aus Zwi Kanars Biographie »Jona oder A Fish hot mikh nischt ayngeschlungen«
auf Yiddisch und Deutsch mit

Kantorin Jalda Rebling

Martin Swarzenski

Anke Mühlig

 

Anschließend Gelegenheit zum Gespräch

 

In seiner Biographie nimmt Zwi Kanar die Leser mit auf eine fiktive Reise heim in sein Schtetl. Dort begegnet er auf dem Marktplatz all den Zurückgelassenen, die im Holocaust umgekommen sind – als wäre alles nur ein böser Zauber gewesen. In die Freude des Wiedersehens mischt sich unversehens ein Gefühl von Schuld – die unbegreifliche Schuld des Überlebenden: »Ich blieb verstummt sitzen, ließ den Kopf hängen und fühlte dabei, dass ich verloren hatte. Überlebt und verloren…«

Mit diesem Widerspruch beschäftigt sich Anke Mühlig in ihrer Installation »Stummes Gespräch«. Der Besucher wird in den Text hineingeführt, wie in ein begehbares Buch. Der Leser fühlt sich quasi umstellt von gesichtslosen, stummen Fragen. Die Eindringlichkeit der zitierten Texte lässt uns nicht mehr los.

Anke Mühlig: geboren 1957 in Berlin; Ausbildungen in Deutschland, USA und Schweden; seit 1996 freischaffende Künstlerin. Einzel- und Gruppenausstellungen; lebt und arbeitet in Kleinmachnow bei Berlin.

 

Die Installation kann besichtigt werden: bis 25. März 2012, Montag bis Sonntag 12 – 18 Uhr

 

Ort            Vernissage: Parochialkirche, Klosterstraße 66, 10179 Berlin, U-Bhf. Klosterstraße
                                          Bitte beachten: Die Kirche ist nicht beheizt.

 

                    Gespräch: Gemeindesaal, Ev. Kirchenforum Stadtmitte,  Klosterstraße 66
                     (direkt neben der Parochialkirche)

 

Anmeldung:  zur Vernissage erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle:
                   Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Informationen Anke Mühlig – Kokonen. Werkstatt für Textilkunst; Telefon: 033203 – 835 50

 

www.kokonen.de

www.marienkirche-berlin.de

 

You Tube:

 

 

Volkshochschule Steglitz-Zehlendorf,
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin

 

Dienstag  |  20. März 2012  | 17 – 18.30 Uhr

Jael Botsch-Fitterling, Studiendirektorin a.D.

We Ahawta Le Reacha Kamocha –
Liebe deinen Nächsten wie dich selbst
(3. Mose 19,18)

 

»In Verantwortung für den Anderen« lautet das Motto des Jahres 2012 zur 60. Woche der Brüderlichkeit. – 3. Mose, Kapitel 19, Vers 34 wiederholt: Du sollst Deinen Nächsten, auch den Fremden, lieben wie Dich selbst Diese, in der Mitte der Tora stehende Aussage wird durch die Jüdische Vorsitzende der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin erörtert. Über den »alten« Rabbi Hillel aus Babylon wird berichtet: In der Zeit vor der Zerstörung des Tempels habe ihn ein Heide aufgefordert, die ganze Tora »stehenden Fußes« darzustellen. Dieser Wunsch wurde mit den hebräischen  Wörtern »we ahawta le reach kamocha« erfüllt.

 

Kurs-Nummer SZ 112-300

 

Ort:        VHS, Haus der Weiterbildung, Raum 207, Goethestraße 9 – 11, 12207 Berlin

 

Anmeldung:    bei der VHS / E-Mail: service@vhssz.de

 

Eintritt:            frei

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Dienstag  |  20. März 2012  |  18.30 Uhr

Miriam Magall

Die jüdische Ethik

 

 

Die zehn Gebote, die wir aus dem 2. Buch Mose kennen, sind nur eine kleiner allgemeiner Teil der Ethik, die im Rahmen der jüdischen Geschichte entstanden ist. Ungleich differenzierter sind die ethischen Anweisungen, die im 3., 4. und 5. Buch Mose aufgestellt werden und über die talmudische und rabbinische Tradition bis heute weiterentwickelt wurden. Ethische Fragen nach dem Umgang mit unserer Umwelt, dem Verhalten im Krieg oder nach dem Stellenwert des ungeborenen Lebens zeigen sich danach in einer neuen Perspektive.

 

Ort:       Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,
                    Oranienburger Straße 28-30, 10117 Berlin

 

Anmeldung:   erwünscht in der GCJZ-Geschäftstelle,
                     Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:           frei

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin e.V.,
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Donnerstag  |  22. März 2012  |  18.00 Uhr

Prof. Ulrich Kledzik OBE und Schulrat i.R. Dietmar Leischulte

»Das Wiedersehen«. Kinder der Theodor-Herzl-Schule Berlin erinnern sich 

 

 

Die Berliner Theodor-Herzl-Schule war die erste religiös neutrale, zionistische Schule in Berlin mit einem modernen pädagogischen Konzept: Mädchen und Jungen in einem Klassenverband, Schüler sprachen Lehrer per Du an, alle sind gleich viel wert. Und das erste Mal wird Hebräisch als tägliches Fach gelernt und gesprochen, so dass diejenigen, die nach Palästina/Israel emigrierten, sich sofort zuhause fühlten. In allen Fluchtländern half die gute, breit gefächerte Bildung sicher Fuß zu fassen. 2006 kamen 35 ehemalige Schüler aus aller Welt nach Berlin. Sie besuchen die Stätten ihrer Kindheit im heutigen Berlin, blicken auf das Leben in ihrer alten, für sie so besonderen Schule zurück und erzählen sich ihre Lebensgeschichten. »Unser aller Schulheimat verband uns für immer«, sagt Adin Theilhaber-Talbar (Jerusalem), der die Begegnungen und Gespräche in Bild und Ton festgehalten hat. Die DVD kann über das Internet bezogen werden.

Besonders geeignet für Schülerinnen und Schüler.

 

Ort:         Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,
                       Oranienburger Straße 29 – 30, 10117 Berlin

 

Anmeldungen:  über die GCJZ-Geschäftsstelle,
                        Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Informationen:   www.theodor-herzl-school-berlin.org

 

Eintritt               frei

 

Synagogengemeinde Sukkat Schalom Berlin,
Gesellschaft für
Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

 

Freitag  |  23. März 2012  |  18.00 – 19.00 Uhr

Dr. Erika Bucholtz, Rabbiner Dr. Andreas Nachama

Gedenkort Synagoge Grunewald

 

 

In der Franzensbader Straße 7 – 8 in Berlin-Wilmersdorf war 1923 ein ehemaliges Tanz- und Ausflugslokal zu einer Privatsynagoge umgebaut worden. Später hat die Jüdische Gemeinde zu Berlin diesen gottesdienstlichen Ort als Gemeindesynagoge übernommen. Nach der Brandschatzung in der Pogromnacht vom 9./10.November 1938 wurde das Gebäude bald abgetragen. Lange Zeit war der Standort vergessen. Seit 2003 informiert eine Dokumentation in einer Bushaltestelle am ehemaligen Standort der Synagoge Grunewald über das zerstörte Gotteshaus. In dem von der Stiftung Topographie des Terrors publizierten Band von Erika Bucholtz und Andreas Nachama werden die Geschichte der Synagoge und ihr tragisches Ende umrissen. Der mit Fotos bebilderte Vortrag skizziert die Geschichte und Funktion jüdischer Bethäuser in Berlin sowie insbesondere die Geschichte der Synagoge Grunewald und ihres Rabbiners.

 

Ort:        Synagoge Hüttenweg, Hüttenweg 46, 14169 Berlin

 

Anmeldung:    erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle
                     Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:           frei

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin e.V.,
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Dienstag  |  27. März 2012  |  18.00 Uhr

Dr. Elisabeth Hackstein

Auf der Suche nach den jüdischen Wurzeln

Zur Kritik »christlicher Sederfeiern«

 

Der Internationale Rat der Juden und Christen (ICCJ) ruft in den »12 Berliner Thesen« dazu auf, Antisemitismus u. a. dadurch zu bekämpfen, indem die Verbindung zwischen jüdischer und christlicher Liturgie betont wird. In dieser Veranstaltung wird kritisch nachgefragt, ob die seit den späten 70er Jahren in christlichen Gemeinden am Grün­donnerstag gepflegte Praxis »christlicher Sederfeiern« geeignet ist, dieses zu leisten. Getragen werden die Sederfeiern von zwei Überzeugungen. Zum einen werden sie verstanden als Annäherung an das Juden­tum, zu dem auch der Wunsch gehört, jüdische Traditionen und Feste ken­nen zu lernen. Zum anderen versuchen christliche Gemeinden, mit diesen Feiern das Abschiedsmahl Jesu, an dem dieser das christliche Abendmahl gestiftet hat, nachzuvollziehen. Mit dieser Begründung wird von einzelnen protestantischen Pfarrern die jüdische Sederliturgie mit der christlichen Abendsmahlsliturgie in einer Feier verbun­den. Die Veranstaltung stellt Untersuchungsergebnisse der Referentin vor, die die Praxis »christlicher Seder­feiern« insbesondere in Berliner Gemeinden erforscht hat. Anhand konkreter Beispiele werden die Wirkungen der Praxis auf das christ­lich-jüdische Ver­hält­nis und auf den eigenen Glauben beleuchtet.

 

Ort:        Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,
                       Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin 
/ U-Bhf. Oranienburger Tor, S-Bhf. Hackescher Markt

 

Anmeldungen:   erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle,
                        Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:            frei

 

Koordinierungsrat deutscher Nicht-Regierungsorganisationen gegen Antisemitismus,
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin/Potsdam

 

Mittwoch  |  28. März 2012  |  19.00 Uhr

Giyasettin Sayan MdA a.D.

Antisemitismusbekämpfung und Israelsolidarität
aus kurdisch-türkischer Sicht

 

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit sind unter türkischstämmigen Migranten keine Ausnahmeerscheinung. Typisch hierfür sind zum Beispiel die Beliebtheit des Kinokassenschlagers »Tal der Wölfe« oder die Bezeichnung »Du Jude« als alltägliches Schimpfwort auf Schulhöfen. Welche Einflüsse aus der Türkei begünstigen diese Haltung?

Giyasettin Sayan: von 1995 bis 2010 Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die Fraktion der Partei DIE LINKE und deren migrationspolitischer Sprecher.

 

Ort:        Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,

                     Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin / U-Bhf. Oranienburger Tor, S-Bhf. Hackescher Markt

 

Anmeldung:   erbeten über den Koordinierungsrat gegen Antisemitismus / E-Mail: info@koordinierungsrat.org

 

Informationen:Daniel Kilpert,

                     Telefon: 030 – 60 94 62 33 / Mobil: 0177 – 514 32 56 / E-Mail: kilpert@koordinierungsrat.org

 

Eintritt            frei

 

www.koordinierungsrat-gegen-antisemitismus.org

www.gcjz-berlin.de

www.digberlin.de

 

 

April 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Jüdisches Museum Berlin

 

Dienstag  |  3. April 2012  |  16.30 Uhr

"Berlin Transit –
Jüdische Migranten aus Osteuropa in den 1920er Jahren"

Führung durch die neue Sonderausstellung

 

Berlin war vor allem nach dem Ersten Weltkrieg Zufluchtsort und Zwischenstation für Zehntausende von Juden aus Osteuropa. Die meisten kamen als Kriegs-, Pogrom- oder Revolutionsflüchtlinge aus Russland, Litauen und Galizien. Für ein gutes Jahrzehnt wurde die Stadt zu einem Zentrum jüdischer Migration in Europa. Die Einwanderer bewirkten eine Blüte jüdischer Kultur in Berlin, viele lebten im Scheunenviertel, andere in Charlottenburg, das aufgrund des hohen russischen Bevölkerungsanteils auch »Charlottengrad« genannt wurde. Mit einer Fülle unbekannten Materials nimmt die Ausstellung die vielfältigen Lebenswelten der osteuropäischen Juden im Berlin der Weimarer Republik in den Blick. Der Epilog zur Ausstellung führt in die Gegenwart und lädt die Besucher ein, sich im Stadtraum auf Spurensuche nach den weitgehend vergessenen Orten der osteuropäisch-jüdischen Migration zu begeben.

Eine Ausstellung der Stiftung Jüdisches Museum Berlin in Kooperation mit dem Forschungsprojekt »Charlottengrad und Scheunenviertel. Osteuropäisch-jüdische Migranten im Berlin der 1920/30er Jahre« am Osteuropa-Institut der Freien Universität Berlin – Laufzeit: 23. März – 15. Juli 2012

 

Ort:       Jüdisches Museum Berlin, Lindenstraße 9 – 14, 10969 Berlin

 

Treffzeit:        16 Uhr. Wegen der Sicherheitskrontrollen wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten

 

Anmeldung:   erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle (begrenzte Platzkapazität):

                     Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:            frei – Wir danken dem Jüdischen Museum Berlin. Die Führungsgebühr übernimmt die GCJZ Berlin

 

 

Mai 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
AG Judentum und Christentum in der EKBO

 

Montag  |  21. Mai 2012  |  17.30–19.30 Uhr

Dr. Irena Ostmeyer

Das christlich-jüdische Gespräch in SBZ und DDR

 

 

In ihrer Potsdamer Dissertation zeichnet Dr. Irena Ostmeyer, Vorsitzende der GCJZ Fulda, auf der Basis umfangreichen und bisher weitgehend unbekannten Quellmaterials ein differenziertes und lebendiges Bild des Verhältnisses von Christen und Juden in der DDR zwischen dem Ende der NS-Zeit und der Wiedervereinigung 1990. Die Auswertung zahlreicher Gespräche mit den Protagonisten der christlich-jüdischen Beziehungen in der DDR, von denen der Eine oder die Andere anwesend sein werden, und die Auswertung von lange unzugänglichen Archivmaterialien komplettieren das in vielem unerwartete Bild.

 

Ab 17 Uhr gibt es wie immer bei den AG-Treffen die traditionellen Butterstullen.

 

Ort        St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin (nähe Alexanderplatz)

 

Anmeldung:    erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle:

                     Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

www.ag-judentum-christentum.org

 

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Mittwoch  |  23. Mai 2012  |  18.30 Uhr

Thomas Diecks

Der Humanist Johannes Reuchlin und der »Judenbücherstreit«

Ein frühes Plädoyer für christlich-jüdischen Respekt

 

Anfang des 16. Jahrhunderts forderten nicht zuletzt kirchliche Kreise, alle jüdischen Schriften zu verbrennen. Um die Rechtmäßigkeit dieses Ansinnens zu prüfen, ließ der Kaiser Gutachten erstellen. Einzig der katholische Humanist Johannes Reuchlin widersprach der Forderung in seiner Schrift Augenspiegel (1511) und wurde deshalb nach einer langen Reihe von Prozessen 1520 mit Publikationsverbot belegt. Sein Augenspiegel, getragen von den humanistischen Ideen der Toleranz und Achtung voreinander, ist ein frühes Plädoyer für einen Dialog zwischen den Religionen und ein gleichberechtigtes Zusammenleben von Christen und Juden in Deutschland.

 

Ort:       Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,

                     Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

 

Anmeldung:    erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle:
                     Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:            frei

 

www.gcjz-berlin.de

 

 

Juni 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin

Dienstag  I  5. Juni 2012  I  Beginn: 18.00 Uhr

Jahresmitgliederversammlung der GCJZ Berlin

mit Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer
und Zuwahl zum Kuratorium

 

Ort:           Rathaus Charlottenburg, Intarsiensaal, Otto-Suhr-Allee 100, 10585 Berlin
                          Eingang: zw. Haupteingang und Eingang zur Stadtbücherei
                          (U7 Richard-Wagner-Platz / Bus M 45 Warburgzeile)

 

Wir bitten um Anmeldung in der GCJZ-Geschäftsstelle:

E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de  I  Tel: 030 - 82 166 83  I  Fax: 030 / 82 701 961

 

Begrüßung: Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann, Kurator der GCJZ Berlin
 

Als besonderer Gast: Pröpstin Friederike von Kirchbach


Die Synode der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesischen Oberlausitz wählte Friederike von Kirchbach am 5. Februar 2005 zur Pröpstin. Damit  übernahm sie die Theologische Leitung des Konsistoriums und die Rolle der Stellvertreterin des Bischofs. Am 17. Juni 2005. Sie vertritt die Evangelische Landeskirche in zahlreichen Gremien von Kirche und Gesellschaft. Als Leiterin der theologischen Grundsatzabteilung des Konsistoriums ist die Pröpstin zuständig für alle Fragen von Theologie und kirchlichem Leben. Sie ist in dieser Funktion stimmberechtigtes Mitglied von Kirchenleitung und Landessynode. Der besondere Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in den Bereichen Ökumene und Interreligiöser Dialog. Sie ist Vorsitzende der Ratsleitung des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg und Vorsitzende des Missionsrates des Berliner Missionswerkes. Seit 2010 ist sie Mitglied des Vorstandes des Sozialwissenschaftlichen Institutes der EKD. Sie vertritt die Evangelische Kirche im Rundfunkrat des rbb und leitet seit 2011 in dieser Funktion den Programmausschuss. Darüber hinaus ist sie Mitglied des Redaktionskreises der Zeitschrift „Gottesdienst und Predigt“ und Mitherausgeberin des Periodikums "Mit der Bibel durch das Jahr" des Kreuz-Verlages

Weitere Informationen >>

 

 

Juli 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

 

Jour fixe

Bernd Streich, Kathol. Vorsitzender GCJZ Berlin
Interreligiöse Begegnungen

 

Mittwoch  |  11. Juli 2012  |  18.00 Uhr

Ort:    GCJZ-Geschäftsstelle,
Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin

 

In Berlin haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Formen von interreligiösen Begegnungen entwickelt. Bernd Streich berichtet von seinen Erfahrungen aus dem Islamforum, Projekten des interreligiösen Dialogs in Berlin sowie persönlichen Begegnungen. - Ein Gespräch bei Kaffee und Tee. Über das Mitbringen von selbstgebackenem Kuchen würden wir uns sehr freuen.

 

Anmeldung in der GCJZ-Geschäftsstelle erbeten:
Tel.: 030 - 8216683 / Fax: 030 - 82701961 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

 

 

August 2012

Sommerpause

 

September 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Verein für ­Kultur und Geschichte in Wannsee e.V.

 

Sonntag  |  9. September 2012  |  14.00 Uhr

Die Colonie Alsen
Entstehung — Geschichte — Bewohner

 

 

1870 ließ Wilhelm Conrad »Stimmings Krug« (Kleists letzte Herberge vor seinem Freitod) abreißen und als erstes die »Villa Alsen« errichten. (Der Name wird an dem wieder vorbildlich restaurierten Zinkabguss des »Flensburger Löwen« erläutert.) Für die Anlage der Villenkolonie konnte Conrad den Gartendirektor Gustav Meyer gewinnen und den Bau der so genannten Wannseebahn durchsetzen. Das förderte die Entwicklung, sodass berühmte Leute — zunächst nur für die Sommermonate — am Großen und Kleinen Wannsee  ihre  Häuser errichteten, so u.a. Bankier Arons, Verlagsbuchhändler Ferdinand Springer (der »kleine Messel«), AEG-Vorstandsmitglied Hamspohn und auch der Maler Max Liebermann. Auf seiner Terrasse könnten wir zum Abschluss bei Kaffee und Kuchen näher ins Gespräch kommen. Schon während des Spazierganges werden wir auf die wechselvolle Geschichte der Häuser zu sprechen kommen, wie z. B. bei der Villa Herz oder der Villa Marlier (heute Haus der Wannseekonferenz).

 

Treffpunkt:    vor dem S-Bhf. Wannsee

 

Anmeldung:   bis 12. August 2012 in der GCJZ-Geschäftstelle
                     Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030 – 82 70 19 61 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:          frei

 

Oktober 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin,
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Dienstag  |  2. Oktober 2012  |  18.30 Uhr

Miriam Magall

Jüdische Frauen in der Literatur:
Königin Esther & Die Jüdin von Toledo

 

Anhand ausgewählter Textausschnitte wird geprüft, wie Jüdinnen in der jüdischen Literatur dargestellt werden. Bei der gegenwärtigen Untersuchung geht es um Esther, wie sie im Buch Esther beschrieben wird, und um Raquel, die Tochter des angesehenen Juden Jehuda Ibn Esra, die im mittelalterlichen Spanien lebt und die Protagonistin in Lion Feuchtwangers Roman „Die Jüdin von Toledo“ von 1955 ist. Beide werden von ihrem Onkel bzw. Vater benutzt, um etwas Gutes für die Juden in ihrem jeweiligen Land, in dem sie wohnen, zu tun. Allerdings unterscheidet sich ihr Schicksal ganz gewaltig.
(Leider war im Programmheft "Woche der Brüderlichkeit 2012" zu dieser Veranstaltung ein falscher Text abgedruckt worden.)

Ort:       Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,

                     Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

 

Anmeldung:  erwünscht in der GCJZ-Geschäftstelle
                    Telefon: 030 – 821 66 83 /
Fax: 030-8270 1961 / E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt          frei

 
 
GCJZ Berlin / Ev. Kirchengemeinde St.Petri-St. Marien

Führung durch die Ausstellung
„Sakralbauten von morgen -
entworfen für die Mitte Berlins“

der prämierten und eingereichten Entwürfe des internationalen Architekturwettbewerbs
für das Bet- und Lehrhaus Berlin

mit Roland Stolte

Mittwoch  I  17. Oktober 2012  I  17 Uhr
Ort: Parochialkirche
(direkt am U2-Bhf. Klosterstraße)

Auf Initiative der Evangelischen Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien soll dort, wo die Geschichte Berlins im 13.Jahrhundert begann, auf den wiederentdeckten Fundamenten der Petrikirchen, ein neuer Sakralbau in einer zeitgenössischen Architektursprache entstehen: ein einzigartiger und zukunftsweisender Sakralbau der Religionen Christentum, Judentum und Islam unter Einbeziehung der Stadtgesellschaft - ein in dieser Form völlig neuartiges Sakralgebäude. In diesem „Bet- und Lehrhaus“ werden die drei Religionsgemeinschaften unter einem Dach in ihren Traditionen beten und Gottesdienste feiern. Zugleich wird der Dialog der Religionen transparent und öffentlich ins Zentrum der säkularen Stadt Berlin gestellt und in das Gespräch der politischen und kulturellen Akteure der Stadt eingebunden. Als Träger des Projekts gründeten im vergangenen Herbst die Jüdische Gemeinde Berlin, das Forum für Interkulturellen Dialog, die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien und das Land Berlin den Verein „Bet- und Lehrhaus Petriplatz e. V.“.
40 namhafte Architekturbüros aus aller Welt haben sich an dem Realisierungswettbewerb für das geplante Bet- und Lehrhaus am Berliner Petriplatz beteiligt.

Anmeldung erwünscht in der GCJZ-Geschäftsstelle:
Telefon: 030 – 821 66 83 / Fax: 030 – 82 70 19 61
E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

 

November 2012

 

74. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938
Veranstaltungen in Berlin und Potsdam
mehr >>

 

 

!!! MUSS LEIDER ENTFALLEN !!!
wegen Erkrankung des Referenten

 

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Dienstag  |  13. November 2012  |  19.00 Uhr

Dr. Hans-Jürgen Zacher

»Vern – Ich suchte einen Zeitzeugen und fand einen Freund«

Erzählung einer Freundschaft

 

Ort:        Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Seminarraum,

                     Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

 

Erzählt wird die autobiografische Geschichte von Werner Halle (Vern), der als 14- jähriger Junge mit einem jüdischen Kindertransport Deutschland verlassen musste. Sein Vater war der letzte jüdische Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Werl. Hans-Jürgen Zacher erzählt die bewegende Geschichte seiner sehr engen Freundschaft mit Vern, der erst nach 64 Jahren angstfrei seine Geburtsstadt und die Stätten seiner Kindheit besuchen konnte. Gezeigt werden auch Fotos und andere seltene Originaldokumente aus der Zeit des Nationalsozialismus.


Hans-Jürgen Zacher:
geb. 1950 in Hamm, dort von 1981 bis 2012 Gymnasiallehrer, 1988 Promotion mit dem Thema »Die Synagogengemeinde Werl von 1847 bis 1941«, Betreuung und Leitung zahlreicher preisgekrönter Schülerprojekte, Mitglied der GCJZ Dortmund.

 

 

 

 

 

 

Anmeldung:   erwünscht über die GCJZ-Geschäftsstelle
                     Telefon: 821 66 83 /
Fax: 82 70 19 61 /
                     E-Mail: gcjz.berlin@t-online.de

 

Eintritt:            frei

 

 

 

Wir erinnern uns mit Dankbarkeit an


Dr. Heinz Galinski
28.11.1912 - 19.7.1992

 

Mitglied des Kuratoriums

der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin

 


 


Heinz Galinski und Siegmund Weltlinger

(Quelle: Archiv GCJZ Berlin)

 

Dezember 2012

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin, Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

 

Mittwoch  |  5. Dezember 2012  |  17.00 Uhr

Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum,Oranienburger Straße 28 – 30, 10117 Berlin

 

Um Anmeldung wird gebeten: gcjz.berlin@t-online.de

Führungsgebühr übernimmt die GCJZ Berlin

Für Mitglieder ohne Eintritt (übernimmt die GCJZ Berlin)

 

Irene Stratenwerth führt durch die Ausstellung

Der Gelbe Schein. Mädchenhandel 1860 bis 1930

 

Eine Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum und des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven - ermöglicht durch die Kulturstiftung des Bundes.

Kuratorin: Irene Stratenwerth – unter Mitwirkung der Direktoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum sowie des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven.

 

Millionen Mädchen und junge Frauen aus Europa verlassen in den Jahren um 1900 ihre Heimat: Sie reisen aus Hessen nach Kalifornien, aus Russland nach New York oder aus Galizien nach Buenos Aires, um dort ihr Glück und eine neue Existenz zu suchen. Für Zehntausende von ihnen führt der Weg in die Prostitution.

Die Ausstellung greift ein bislang ungeschriebenes und weitgehend unbekanntes Kapitel der europäischen Massenauswanderung auf. „Der Gelbe Schein“, ein umgangssprachlicher Ausdruck für den Prostituierten-Ausweis im vorrevolutionären Russland, ist ein Symbol für die Zwangslage vieler junger Frauen in jener Zeit: Ein Umzug vom Shtetl in Städte wie Moskau oder St. Petersburg war Jüdinnen in Russland offiziell nur erlaubt, wenn sie sich als Prostituierte registrieren ließen. Auch in Österreich-Ungarn und im Deutschen Reich hatten junge Mädchen aus den ärmeren Bevölkerungsschichten oft keine andere Überlebenschance, als ihren Körper zu verkaufen. Eine Auswanderung in die Neue Welt wurde für sie fast immer zur riskanten Gratwanderung: Sie suchten Arbeit in Privathaushalten, Gaststätten oder Tanzpalästen und landeten im Bordell. Mit Gewalt verschleppt, mit märchenhaften Versprechen verführt oder aus freien Stücken? Die Diskussion darüber wurde schon damals vehement geführt. Um die Wende zum 20. Jahrhundert bildeten sich zahlreiche Komitees und Initiativen zur Bekämpfung des „internationalen Mädchenhandels“.
 
In jahrelangen Recherchen hat das Ausstellungsteam um die Kuratorin Irene Stratenwerth nach Spuren gesucht, die vom Leben dieser Mädchen und jungen Frauen erzählen – und von den Männern und Frauen, die mit ihnen Geld verdienten. Oft ist nicht mehr als ein einzelnes Fragment geblieben: Ein Foto, ein Polizei- oder Gerichtsprotokoll, eine Zeitungsnotiz, ein Brief.
 
Und doch entsteht aus den Fundstücken aus Archiven, unter anderem in Berlin, Hamburg, Genf und Wien, in Czernowitz, Odessa und Buenos Aires, eine berührende Schau, gestaltet und eingerichtet von Studio Andreas Heller, Architects und Designers in Hamburg. Mit Bildern, Texten, Landkarten, Briefen und Audiodokumenten gelingt eine Annäherung an die Lebensschicksale der „allein aus-wandernden Mädchen“. Erstmals werden auch zwei in einem Archiv in St. Petersburg aufgefundene Varianten des „Gelben Scheins“ von 1875 und 1894 in Deutschland präsentiert.
 
Die Ausstellung, die in Berlin und Bremerhaven zeitgleich, aber mit verschiedenen Schwerpunkten gezeigt wird, behandelt auch einen wichtigen Ausschnitt der jüdischen Sozialgeschichte: Fast vier Millionen Juden wanderten bis 1930 aus Osteuropa aus. Die meisten von ihnen gehörten zu den Ärmsten der Armen.
 
Ein Begleitband erscheint in der Schriftenreihe des Deutschen Auswandererhauses.

(Quelle: Centrum Judaicum)

 

 


TOP


Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
 

Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
Bankverbindung: Postgirokonto Berlin  -  Bankleitzahl 100 100 10  -  Kontonummer: 838-106