75. Jahrestag der Pogrome vom 9./10. November 1938
 

 

 

 

Veranstaltungen in Berlin und Potsdam/Oranienburg

Veranstaltungen - Hinweise (Der 9. November in der deutschen Geschichte)

 

Die Auswahl der Veranstaltungen, Verlautbarungen und Hinweise stellt keine Wertung dar, sondern ist allein bedingt durch unseren Informationsstand. Wir freuen uns über ergänzende Hinweise. Für den Inhalt sind allein die Veranstalter verantwortlich. (Stand: 5.11.2013)

 


5.11.

 

Urania-Reihe „Interreligiös im Gespräch“

 

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des Berliner Themenjahres „Zerstörte Vielfalt“

in Zusammenarbeit mit der

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Berlin

und dem

Berliner Missionswerk/ Ökumenisches Zentrum

 

„Lass mich damit bloß in Ruhe! –

oder:

Wozu sich überhaupt erinnern?“

Ein Spitzengespräch der Religionen

zum Thema „Sachor (Gedenke): Der Zukunft ein Gedächtnis“ – dem Motto der Arbeit der über 80 deutschen Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit im Jahr 2013.

 

Dienstag  I   5. 11. 2013  I   18.00 Uhr

Ort: Urania, An der Urania 17, 10787 Berlin

 

Endlich einen Schlussstrich ziehen, die Vergangenheit hinter sich lassen: ist das nicht berechtigt? Es ist ja immerhin schon 75 Jahre her, dass in der sogenannten „Reichskristallnacht“ die Synagogen brannten. Welchen Sinn hat es noch, sich zu erinnern? Brauchen wir überhaupt eine Kultur der Erinnerung? Haben Erinnern und Gedenken noch eine Zukunft in unserer Gesellschaft? Wird unsere Zukunft noch ein Gedächtnis haben? Und: Welchen Beitrag können die Religionsgemeinschaften dabei für die Gesellschaft leisten?

 

TeilnehmerInnen:

Rabbiner Dr. Tovia Ben-Chorin
Jüdische Gemeinde zu Berlin (Sohn von Schalom Ben-Chorin)

Bischofsvikar Dr. Matthias Fenski
Erzbistum Berlin

Bischof Dr. Dr.h.c. Markus Dröge
Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO)

 

Moderation:

Maria Ossowski ARD-Kulturkorrespondentin (rbb)

 

Eintritt: 5.- Euro, erm. 4,50 Euro.

Nach vorheriger Anmeldung für Urania-Mitglieder und Mitglieder der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (mit Mitgliedsausweis) frei. Bitte melden Sie sich ab dem 21.10.2013 telefonisch oder per Mail unter dem Stichwort „Sachor-Gedenke“ bei der Urania Berlin an. Begrenztes Freikartenkontingent.

Tel.: 030-2189091

E-Mail: kontakt@urania-berlin.de

 
 

 

8.11.

 

 

AUSSTELLUNG

8. November 2013 bis 2. März 2014

Ort: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors,
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin

 

Öffnungszeiten:
täglich 10 –20 Uhr
Schließtage: 24., 31. Dezember und 1. Januar
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

 

»Es brennt! 75 Jahre nach den Novemberpogromen 1938«

Am Abend des 9. November 1938 veranlasste Joseph Goebbels in Abstimmung mit Adolf Hitler eine reichsweite Terrorwelle gegen Juden. In Berlin zerstörten SA, SS und Hitlerjugend in den folgenden zwei Tagen ein Dutzend Synagogen, zahlreiche Wohnungen und mehrere tausend Geschäfte. Mindestens sieben Menschen verloren ihr Leben, etwa 3.000 jüdische Männer aus Berlin wurden in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt, zahlreiche weitere tagelang in Polizeigefängnissen festgehalten.

Den 75. Jahrestag der Novemberpogrome haben die Stiftungen Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Topographie des Terrors und Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum zum Anlass genommen, die erstmals im Jahre 2008 gezeigte Ausstellung »Es brennt!« zu überarbeiten und zu erweitern. Die Projektleitung lag bei Dr. Ulrich Baumann (Stiftung Denkmal).

Die Ausstellung »Es brennt! 75 Jahre nach den Novemberpogromen«, die vom 8. November 2013 bis 2. März 2014 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors zu sehen ist, widmet sich den Ereignissen in der Reichshauptstadt Berlin und zeigt an 26 Beispielen die architektonische Vielfalt jüdischer Kultusbauten in Mitteleuropa, ihre Zerstörung sowie den Umgang mit den Synagogen und ihren Ruinen nach 1938. Sie dokumentiert auf diese Weise Entwicklungen sowie die unterschiedlichen Formen des Erinnerns in der Bundesrepublik, der DDR und im wiedervereinigten Deutschland, in Österreich, Tschechien und Frankreich sowie in früheren deutschen Gebieten, die zu Polen und der Russischen Föderation gehören.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 7. November 2013, um 19.30Uhr im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors statt.

 

Öffnungszeiten:
täglich 10 –20 Uhr
Schließtage: 24., 31. Dezember und 1. Januar
Der Eintritt in die Ausstellung ist frei.

 

Ausstellungkatalog:
Zur Ausstellung »Es brennt! 75 Jahre nach den Novemberpogromen 1938« erscheint ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen, bislang meist unbekannten Fotografien aus der Ausstellung. Der Katalog ist online sowie im Buchladen des Denkmals und am Informationstresen des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors sowie des Centrum Judaicums für 15.00 Euro erhältlich.

 

Rahmenprogramm:
Im Rahmen der Ausstellung finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

 

www.topographie.de/ausstellungen/sonderausstellungen/

Einladung

 


 

Gedenktafel für
Dorothea Schneider und Christa-Maria Schneider-Lyckhage


Sehr geehrte Damen und Herren,
dem Engagement von Davyd Rozenfeld ist es zu verdanken, dass Potsdamerinnen und Potsdamer, die sich während des NS-Regimes für jüdische Mitbürger einsetzten, öffentlich geehrt werden. Im Andenken daran und für eine lebendige Erinnerungskultur widmet die Landeshauptstadt Potsdam diesen Bürgerinnen und Bürgern Gedenktafeln.


Wie von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen, sollen die Potsdamerinnen Dorothea Schneider und ihre Tochter Christa-Maria Schneider-Lyckhage mit einer Gedenktafel „Gerechte unter den Völkern“ geehrt werden.


Ich lade Sie daher ein, bei der Enthüllung der Gedenktafel am

08. November 2013, um 14.30 Uhr, in der Wielandstraße 22, 14471 Potsdam

im Rahmen einer kleinen Feierstunde dabei zu sein. N

ach einer kurzen Ansprache wird die Tafel enthüllt und Blumen können niedergelegt werden.

 

Ich würde mich freuen, wenn Sie an dieser Zeremonie teilnehmen.


Mit freundlichen Grüßen
Jann Jakobs

Oberbürgermeister der Stadt Potsdam

Einladung

 


 

Wir freuen uns sehr, Sie zu untenstehender Veranstaltung einladen zu dürfen. Bitte leiten Sie diese Einladung nach Möglichkeit an Ihre Verteiler weiter. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen.

9. November – Schicksalstag der Deutschen
Zweite Gesprächsrunde der bpb-Veranstaltungsreihe
„Forum Demokratie“ zu 25 Jahre Mauerfall

Berliner Mauer-Panorama des Künstlers Yadegar Asisi wird zum PHOENIX-TV-Studio

 

8. November 2013, 19:30 Uhr
Ort: Berliner Mauer-Panorama
, Checkpoint Charlie, Friedrichstraße 205/Zimmerstraße, 10117 Berlin


Sehr geehrte Damen und Herren,
anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls 2014 initiiert die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit PHOENIX die Veranstaltungsreihe „Forum Demokratie“.
Die zweite Ausgabe des „Forum Demokratie“ findet am Freitag, den 8. November 2013 um 19.30 Uhr statt und widmet sich dem Thema „9. November – Schicksalstag der Deutschen“. Hierbei reicht der thematische Brückenschlag von der Novemberrevolution 1918 über den „Hitler-Putsch“ 1923, das Novemberpogrom von 1938 bis hin zum Mauerfall im Jahr 1989.
In der Diskussion gehen der Historiker Prof. Manfred Görtemaker, der Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) Roland Jahn, die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags aus der Bundestagsfraktion DIE LINKE., Petra Pau sowie der deutsch-israelische Schriftsteller und Politologe Dr. Rafael Seligmann der Frage nach, wie die deutsche Gesellschaft von diesen historischen Ereignissen bis in die Gegenwart hinein geprägt wird. Die Gesprächsrunde wird von der PHOENIX-Programmgeschäftsführerin Michaela Kolster moderiert. Für musikalische Begleitung sorgt die israelische Musikerin OFRIN.
Die Ausstrahlung der Sendung erfolgt am Samstag, 9. November um 13.00 Uhr auf PHOENIX.
Die Gesprächsreihe „Forum Demokratie“ wird von der Bundeszentrale für politische Bildung anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls 2014 in Kooperation mit PHOENIX initiiert. Direkt am Checkpoint Charlie, im „Berliner Mauer-Panorama“ des Künstlers Yadegar Asisi, kommen prominente Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport zu Wort.
Weitere Informationen unter www.bpb.de/forum-demokratie.
Vertreter der Presse sind herzlich willkommen. Presseakkreditierungen bitte an presse@bpb.de


Wir bitten um Anmeldung bei Andreas Schulze, Bundeszentrale für politische Bildung,
Email: andreas.schulze@bpb.bund.de


Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
Mit freundlichen Grüßen
Daniel Kraft
 

 

 

9.11.

 

10 bis 19 Uhr:

Ort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Präsentation von Biographien von Opfern der Novemberpogrome
und
Stadtspaziergang »Berlin als Erinnerungslandschaft«

Die Stiftung und der Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas präsentieren zwischen 10 und 19 Uhr im Stelenfeld des Denkmals Biographien von Opfern der Pogrome, die vom 7. bis 13. November 1938 andauerten und bei denen auch noch in den Wochen nach der Gewaltserie deutschlandweit mehrere hundert Menschen ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden. Die Tonaufnahmen mit den Lebensdaten von 50 Opfern werden in deutscher und englischer Sprache zu hören sein. Ihre Biographien stehen stellvertretend für die reichsweite Terrorwelle der Nationalsozialisten gegen Juden. Besucher des Denkmals haben um 12 Uhr zudem die Möglichkeit, kostenlos an dem Stadtspaziergang »Berlin als Erinnerungslandschaft« teilzunehmen und Berlin als spannungsreichen Ort unterschiedlicher Gedächtnisse kennenzulernen. Ausgehend vom Holocaust-Denkmal werden auf dem dreistündigen Spaziergang

Veranstalter: Stiftung und Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Anmeldung: nicht erforderlich

Adresse: Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Straße 1, 10117 Berlin

Treffpunkt für den Stadtspaziergang: Ecke Cora-Berliner-/Hannah-Arendt-Straße

 


 

14.00 Uhr:

 

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Kiezspaziergang zum Novemberpogrom

 

Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann lädt ein zum 143. Kiezspaziergang am Samstag, dem 9.11.2013, ab 14.00 Uhr vom Theater am Kurfürstendamm zum Ludwigkirchplatz. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr vor dem Theater am Kurfürstendamm, Nr. 209, wenige Schritte vom U-Bhf Uhlandstraße. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei.

Reinhard Naumann:

"Der November ist für uns immer der Monat des Gedenkens und Erinnerns an die Geschichte des Nationalsozialismus und an die Verfolgung der Juden in unserem Bezirk. In diesem Jahr, 75 Jahre nach dem Pogrom, gedenkt Berlin dieser Geschichte in einem Themenjahr unter dem Titel "Zerstörte Vielfalt", und in diesem Jahr fällt unser November-Kiezspaziergang direkt auf den 9. November. Das ist Anlass genug, dass wir uns an diesem Tag besonders eingehend mit diesem Teil unserer Geschichte beschäftigen und entsprechende Erinnerungsorte besuchen.

Davon gibt es in allen Teilen unseres Bezirks sehr viele. Wir wollen in diesem Jahr einige Spuren in der City West verfolgen. Vom Kurfürstendamm gehen wir zunächst zum Haus der Jüdischen Gemeinde an der Fasanenstraße, wo früher die große Charlottenburger Synagoge stand, und dann weiter über die Fasanenstraße und Uhlandstraße, wo uns viele Stolpersteine an ermordete jüdische Bürgerinnen und Bürger erinnern, aber auch eine Gedenktafel an das mutige Ehepaar Jenny und Walter Rieck, das unter größtem Risiko eine jüdische Familie gerettet hat. Schließlich werden wir rund um den Ludwigkirchplatz auf viele neue Stolpersteine treffen, die vor wenigen Wochen verlegt wurden. Auch das Haus, in dem sich bis zum 9. November 1938 die größte jüdische Organisation in Deutschland befand, der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, liegt unmittelbar am Ludwigkirchplatz."

 

Alle Informationen über die bisherigen Kiezspaziergänge sind im Internet zu finden unter www.kiezspaziergaenge.de.

presse@charlottenburg-wilmersdorf.de

Einladung

 


 

15 - 18 Uhr: Gedenkweg der Kirchen

 

"Erinnern. Gedenken. Mitgehen."

Kirchen rufen zu Gedenkweg am 9. November auf

 

Die Evangelische und Katholische Kirche rufen zu einem Gedenkweg am 9. November 2013 auf. Zwischen 15 und 18 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, an den 75. Jahrestag der Reichspogromnacht zu erinnern.

 

 

Eröffnet wird der Gedenkweg von dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, Erzbischof Rainer-Maria Kardinal Woelki und Bischof Dr. Markus Dröge. Der Schweigemarsch beginnt an der St. Marienkirche, führt am Lustgarten vorbei, über den Bebelplatz zum Gelände der zerstörten Synagoge Johannisstraße an der Oranienburger Straße. Dort werden die Teilnehmenden von Rabbinerin Gesa Ederberg und Rabbiner Prof. Dr. Nachama begrüßt.

 

 

Mit den Ausschreitungen vom 9. November 1938 offenbarten die nationalsozialistischen Machthaber ihren Judenhass und Antisemitismus in vollem Ausmaß. Jüdische Einrichtungen, Geschäfte und Synagogen wurden zerstört und Juden wurden im ganzen Deutschen Reich verhaftet, misshandelt und ermordet. Genauso empörend wie die Gräueltaten der zynisch „Reichskristallnacht“ genannten Aktion war auch, dass sich weite Kreise der Bevölkerung daran ungeniert beteiligt haben und so gut wie niemand dagegen seine Stimme erhob. 75 Jahre nach der Reichspogromnacht wollen wir schweigend an die Untaten erinnern, der Opfer gedenken und uns der Verantwortung stellen, die uns aus der Geschichte erwächst.

 

Gehen Sie mit!

 

Die Internetseite wird in den nächsten Tagen freigeschaltet. Dort sollen auch weitere Veranstaltungshinweise erscheinen:

www.gedenkweg2013.de

 


 

Jüdische Gemeinde zu Berlin

 

Gedenkveranstaltung

Sonnabend  I  9. November 2013  I  18.30 Uhr
Ort:   Jüdisches Gemeindehaus
,
Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin

 


Es sprechen:

Begrüßung: Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Worte des Gedenkens: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin

Ansprache: Yakov Hadas-Handelsman, Botschafter des Staates Israel
 

Szenische Lesung mit Schülern des Jüdischen  Gymnasiums Moses Mendelssohn

Musikalische Begleitung Vivian Kanner

Gebet Rabbiner Yiitshak Ehrenberg

Kranzniederlegung am Mahnmal des Jüdischen Gemeindehauses

Kaddisch
 


 

Landeshauptstadt Potsdam – Jüdische Gemeinden – Land Brandenburg
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen – Stadtkirchenpfarramt Potsdam


Es geschah hier ...

Gedenkstunde


In Potsdam brachen in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 Einheiten der SS und der Gestapo in die Potsdamer Synagoge am Wilhelmplatz ein, entweihten das Gotteshaus und zerstörten die Einrichtung. Zahlreiche Bürger unserer Stadt wurden festgenommen, verschleppt und gefoltert. Der 9. November 1938 war ein weiterer Schritt auf dem Weg der Ausgrenzung und Vernichtung jüdischen Lebens in Deutschland. Dies geschah in unserer Stadt vor 75 Jahren.


9. November 2013  I  18 Uhr
Ort: Platz der Einheit, am Ort der früheren Synagoge


Dr. Helmuth Markov, stellvertretender Ministerpräsident des Landes Brandenburg
Jann Jakobs, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Potsdam

Vertreter der Jüdischen Gemeinden Michail Tkach und Ud Joffe

Friederike von Kirchbach, Pröpstin der Ev. Landeskirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz
 


 

KONZERT MIT SYNAGOGALMUSIK IM NIKOLAISAAL POTSDAM

9. November  I  19.00 Uhr

"El Male Rachamim" - "Gott voll Barmherzigkeit"

Zum 75. Jahrestag der Reichspogromnacht präsentieren Kantor Azi Schwartz und der RIAS-Kammerchor unter Leitung von Ud Joffe im Rahmen der Vocalise 2013 ein Programm mit synagogaler Musik.

Kantor Azi Schwartz kam Anfang Juli direkt vom Jüdischen Kulturfestival in Krakau nach Berlin; um am Kantorenseminar unseres Kollegs eine Woche lang "Current Songs and Chants for Life-Cycle Events" zu unterrichten - mit Augenmerk auf die Verwendbarkeit dieser von ihm gesammelten oder arrangierten Stücke vor allem in jungen Gemeinden. Auch führt er in diesem Wintersemester wöchentliche Individualcoachings für Studierende in unserem Kantorenseminar fort. Schwartz gilt als einer der vielversprechendsten jungen Kantoren Israels und ist seit Herbst 2009 Kantor der Park Avenue Synagogue in New York.

Sonnabend, 09. 11. 2013, 20:00 Uhr.

Nikolaisaal (Großer Saal)
Wilhelm-Staab-Str. 10 - 11
14467 Potsdam

Preise: 28,00 €  I 22,40 €  I 16,80 €  I 11,20 €

 


 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

am 9. November um 20.00 Uhr veranstaltet das

Berliner Frauen-Vokalensemble  www.berlinerfrauenvokalensemble.de

ein Konzert

Ort: St. Matthäus-Kirche im Kulturforum an der Philharmonie.

 

In diesem Konzert unter dem Thema "Zerstörte Vielfalt"

erklingt als Hauptwerk der Zyklus "Lieder aus Ravensbrück" von Werner Hagen,

Gedichte von Frauen, die in Ravensbrück inhaftiert waren, vertont für Frauenstimmen und Viola sowie

eine Auswahl aus seinem Zyklus "Jiddisches Liederbuch" und

eine Sonate für Klavier von Gideon Klein.

 

 

Lothar Knappe

Berliner Frauen-Vokalensemble

 


 

Kerzen und Blumen für Stolpersteine am 9. November

Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin

Pressemitteilung
Berlin, den 25.10.2013


Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ruft dazu auf, am Freitag, dem 8.11., und am Samstag, dem 9.11.2013, abends die Stolpersteine in Charlottenburg-Wilmersdorf mit Kerzen und Blumen zu schmücken. Sie sind im Internet zu finden unter www.stolpersteine.charlottenburg-wilmersdorf.de und für ganz Berlin unter www.stolpersteine-berlin.de(Externer Link).

Reinhard Naumann:

"Aufgrund der Initiative vieler Bürgerinnen und Bürger und insbesondere auch dank der Mitglieder der bezirklichen Stolpersteine-Initiative erinnern inzwischen in Charlottenburg-Wilmersdorf mehr als 2.000 Stolpersteine an Opfer des Nazi-Terrors. Seit einigen Jahren werden einzelne dieser Stolpersteine am Vorabend und am Abend des 9. November mit Kerzen und Blumen geschmückt.
Der israelische Gesandte Emmanuel Nahshon hat dies als "wundervolle Geste" bezeichnet und geschrieben: "Wir freuen uns sehr über diese schöne und anteilnehmende Reaktion vieler Berliner und Berlinerinnen und teilen mit ihnen den Wunsch, dass sich diese Idee herumspricht und Berlin künftig an diesem dunklen Tag erleuchtet."
Auf Initiative Charlottenburg-Wilmersdorfs ruft der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in diesem Jahr alle Berlinerinnen und Berliner dazu auf, diesem Beispiel zu folgen.
Am 9. November dieses Jahres, an dem sich zum 75. Mal die Pogromnacht von 1938 jährt, möchten wir ein besonderes Zeichen setzen. Ich bitte die Bürgerinnen und Bürger von Charlottenburg-Wilmersdorf daher, mit Kerzen und Blumen auf Stolpersteine aufmerksam zu machen und damit Gedenken und Erinnern sichtbar zu machen."

 


 

9. November 2013  I  20.15 Uhr

Ort: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Breitscheidplatz, 10789 Berlin

 

Konzert am 75. Jahrestag der Pogromnacht

 

A Child of Our Time, Michael Tippett

Four Sea Interludes, Benjamin Britten

Friede auf Erden, Arnold Schönberg

Philharmonischer Chor Toonkunst Rotterdam, Dirigentin: Maria van Nieukerken

Tilburger Festival Orchester, Dirigent: Marcel Geraeds

 

Eintritt frei

 

 

 


10.11.

 

STIFTUNG BRANDENBURGISCHE GEDENKSTÄTTEN

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

 

 EINLADUNG

  

„Und dann kamen Tag für Tag die Kolonnen jüdischer Häftlinge“

(Harry Naujoks) -
Sonderführung in der Gedenkstätte Sachsenhausen
anlässlich des 75. Jahrestages des Novemberpogroms

mit Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

 

„Als nach einer Nacht, die uns endlos erschien, der Tag graute, kam Leben ins Lager. Wir sahen, wie bleiche, ausgemergelte Gestalten, die meisten am Kopf und an den Händen verbunden, gekleidet wie wir, in endlosen Kolonnen zur Arbeit zogen. Wir konnten uns damals nicht vorstellen, dass wir selber in wenigen Wochen genauso gespenstisch aussehen würden.“ So erinnert sich Siegmund Weltlinger an die ersten Stunden im KZ Sachsenhausen. Er war einer von mehr als 6.000 Juden, die nach den Novemberpogromen 1938 von den Nationalsozialisten in das KZ Sachsenhausen verschleppt wurden. Da die KZ-Haft als Druckmittel diente, die jüdische Bevölkerung zur Emigration zu zwingen, kamen die meisten nach wenigen Wochen wieder frei. Doch auch diese kurze Zeit in den Händen der SS hat die oft älteren Männer für den Rest ihres Lebens gezeichnet. „Walther Hirschberg, der 5 Wochen im KZ [Sachsenhausen] war, ist zurück“, notierte die Künstlerin Hannah Höch am 18. Dezember 1938 in ihr Tagebuch. „Ist kein Mensch mehr, krank, Kopf kahl rasiert. Frostbeulen an den Händen. Er muss nun schnellstens hier raus.“

 

Das Schicksal der „Aktionsjuden“ im KZ Sachsenhausen steht im Mittelpunkt einer Sonderführung mit Stiftungsdirektor Prof. Dr. Günter Morsch, zu der wir alle Interessierten am

 

Sonntag, 10. November 2013, um 14 Uhr

Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen, Straße der Nationen 22, 16515 Oranienburg

Treffpunkt: Besucherzentrum

Teilnahmegebühr: 3 Euro (ermäßigt 2 Euro)

 

einladen. Teil des Rundgangs ist auch ein Besuch der „jüdischen Baracken“ des sogenannten Kleinen Lagers, wo die verhafteten Juden eingepfercht wurden. In der Baracke 38 befindet sich heute ein Museum zur Geschichte der jüdischen Häftlinge des KZ Sachsenhausen, wo auch die Geschichte der „Aktionsjuden“ ausführlich dargestellt wird. Außerdem wird die Sonderausstellung „Novemberpogrom 1938. Berliner Juden im KZ Sachsenhausen“ besucht, die ab HEUTE im Neuen Museum der Gedenkstätte zu sehen ist.

 

Information: www.stiftung-bg.de

 


 

17 bis 24 Uhr

Ort: Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

 

ABSCHLUSSVERANSTALTUNG

DES BERLINER THEMENJAHRES »ZERSTÖRTE VIELFALT«

 

Am Abend des 10. November 2013 findet das Berliner Themenjahr "Zerstörte Vielfalt" mit einer bewegenden Großveranstaltung auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor seinen stimmungsvollen Ausklang. »Mit uns nie wieder. Vielfalt heißt Freiheit!« so lautet die Botschaft von tausenden Jugendlichen im Themenjahr. Am Brandenburger Tor werden ihre originellen Statements als multimediale Installation auf einmalige Art und Weise präsentiert: TAUSEND STIMMEN FÜR DIE VIELFALT – ein sichtbares Engagement gegen Rassismus, Intoleranz, Antisemitismus, Gewalt und Ausgrenzung. Emotionen – Bilder – Botschaften: Jugendliche stellen ihre Statements und Filme vor und setzen gemeinsam mit den anwesenden Zeitzeugen Margot Friedländer, Inge Deutschkron sowie Coco Schumann ein eindrucksvolles Zeichen gegen das Vergessen. Die Verantwortung für die unverzichtbare deutsche Erinnerungskultur wird durch sie an diesem Abend symbolisch in die Hände der jungen Generation übergeben. Der britische Stargeiger Daniel Hope, der erst kürzlich mit dem anwesenden Jazzgitarristen Coco Schumann für die Filmdokumentation »Refuge in Music – Musik als Zuflucht« nach Theresienstadt reiste, sorgt für musikalische Höhepunkte.

Veranstalter: Kulturprojekte Berlin GmbH

Anmeldung: nicht erforderlich

Adresse: Brandenburger Tor, Pariser Platz, 10117 Berlin

 

 

11.11.

 

DKR Bad Nauheim, GCJZ Berlin, Jüdisches Museum Berlin - Gefördert durch das Bundesministerium des Innern

 

7. RABBINER-BRANDT-VORLESUNG

 

Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel
Die Sprache der Judenfeindschaft

 

Montag  I  11. 11. 2013  I   17.30 Uhr
Ort: Stiftung Jüdisches Museum Berlin,
Großer Saal, 2. OG, Lindenstr. 9-14, Berlin

 

Beim Verbal-Antisemitismus zeigt sich die Macht der Sprache als Gewalt durch Sprache: Mittels verbaler Gewalthandlungen werden Juden als Juden beschimpft, beleidigt, verhöhnt, verunglimpft, bedroht und belehrt. Allen Bemühungen zum Trotz sind bis heute Floskeln, die bereits im Mittelalter benutzt wurden und in der NS-Zeit zum Standardrepertoire der verbalen Diskriminierung von Juden gehörten, erhalten und spiegeln sich in aktuellen Sprachgebrauchsmustern wider. Die Sprache der Judenfeindschaft trägt maßgeblich dazu bei, dass alte Ressentiments gefestigt und neue Feindbildkonstruktionen gebildet werden. - Prof. Dr. Monika Schwarz-Friesel: Sprach- und Kognitionswissenschaftlerin, leitet das Fachgebiet Allgemeine Linguistik an der TU Berlin.


Anmeldung über den DKR Bad Nauheim - Tel.: 06032-9111-0,
Fax: 06032-911125, E-Mail: info@deutscher-koordinierungsrat.de

 

 


12.11.

 

AUSSTELLUNG
12.11.2013  bis 11. Mai 2014

»Von Innen nach Außen.
Die Novemberpogrome 1938 in Diplomatenberichten
aus Deutschland«

Sonntag - Freitag ab 10 Uhr
 

Ort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum,
Oranienburger Str. 28/30, 10117 Berlin

75 Jahre nach den Pogromen widmet sich die Ausstellung den Berichten ausländischer Diplomaten über die Ereignisse im November 1938. Wie schilderten die Vertreter anderer Staaten den Ausbruch offener Gewalt gegen die Juden in Deutschland? Wer waren die Verfasser der Berichte? Und wie reagierte das Auswärtige Amt auf Interventionen ausländischer Missionen? Dokumente aus über 20 Ländern werfen ein neues Licht auf die Diplomatiegeschichte des Jahres 1938. Sie zeigen, wie die Pogrome international wahrgenommen und wie von Innen nach Außen berichtet wurde.

Ausstellungseröffnung: 11. November 2013, 17.30 Uhr

Veranstalter: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum, Auswärtiges Amt

www.centrumjudaicum.de/ausstellungen/von-innen-nach-aussen/

 


 

 

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Hinweise

Deutsche Geschichte: 9. November

Informationen der

 

 

Der 9. November ist ein Datum, das für dramatische Umbrüche und Wendepunkte in der deutschen Geschichte steht. Die Ereignisse reichen von der emphatisch begrüßten Öffnung der Mauer im Jahr 1989 bis zu einem der schwärzesten Tage der Deutschen, den Judenprogromen 1938, grausamer Beginn der offenen Judenverfolgung und Auftakt des Holocausts.

Aus unserem Programm zu diesem Tag:

Der 9. November in der deutschen Geschichte
www.bpb.de/themen/V8YTAG

 
9. November 1848:
Die Erschießung des Märzrevolutionärs Robert Blum in Wien
Revolution von 1848, [2006], (Bestellnummer 4265)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/01541471548432576123093477837078


Online-Dossier: Von der Paulskirche bis zur Verfassung von 1871
www.bpb.de/themen/9HFAFS

9. November 1918: Abdankung des Kaisers und Ausrufung der Republik
Weltkrieg und Revolution 1914-1918/19, [2008], (Bestellnummer 1710)
 
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC
 
9. November 1918:
Novemberrevolution - Ausrufung der ersten deutschen Republik
www.bpb.de/themen/V8YTAG


9. November 1923:
Hitler-Ludendorff-Putsch in München
Nationalsozialismus I, [2003], (Bestellnummer 4251)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/08088896480389708701525882301191
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC
 
9. November 1938:
Die Progromnacht markiert den Beginn der gewaltsamen Judenverfolgung
Online-Dossier: Ausbau des Führerstaates
www.bpb.de/themen/IHKOR2
Nationalsozialismus, [2007], (Bestellnummer 7714)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/NDJZ93
Das Dritte Reich und die Juden, [2007], (Bestellnummer 1565)
www.bpb.de/publikationen/RMR7Z4
 
9. November 1967:
Mit „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ entstand das Bild der 68er
Online-Dossier: Die 68er-Bewegung
www.bpb.de/themen/UEZYL5
1968, [2008], (Bestellnummer 7814)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/SDDOVV
Jugendrevolte und globaler Protest 1968, [2008], (Bestellnummer 1699)
www.bpb.de/publikationen/YZZ074
 
9. November 1989:
Nach 28 Jahren öffnet die DDR die Berliner Mauer
Homepage Chronik der Mauer
www.chronik-der-mauer.de
Online-Dossier: Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur (auch als DVD)
www.bpb.de/themen/JIRGFC
Die Berliner Mauer – The Berlin Wall, [2007], (Bestellnummer 3968)
Zeitbilder
www.bpb.de/publikationen/JUVV4V

 

 

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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. 
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