73. Jahrestag der Pogrome vom 9./10. November 1938
 

Veranstaltungen - Verlautbarungen - Hinweise

 

Veranstaltungen in Berlin und Potsdam

Die Auswahl der Veranstaltungen, Verlautbarungen und Hinweise stellt keine Wertung dar, sondern ist allein bedingt durch unseren Informationsstand. Wir freuen uns über ergänzende Hinweise.
Für den Inhalt sind allein die Veranstalter verantwortlich.
(Stand: 8.11.2011)

 

 

Lesung
in Erinnerung an die Reichspogromnacht

mit Gabriele Gysi und Nea Weissberg-Bob

 

"Nejusch – Das Glück hat mich umarmt"

 

Donnerstag, 3. November 2011, 19.30 Uhr

Ort: betahaus, Prinzessinnenstraße 19-20, 10969 Berlin

 

In Briefen an einen deutschen Freund beschreibt Nea Weissberg-Bob das Schweigen ihrer Eltern, die als polnische Juden die Schoa überlebten …

Der anonyme Brieffreund ist ein Nichtjude, vielleicht ein Täterkind. Indem sie immer mehr über das Aufwachsen in ihrer Familie berichtet, über die tiefen und doch unausgesprochenen Verletzungen, begeht Nejusch einen Tabubruch.

(Alice Lanzke: "Lautes Schweigen" in Jüdische Allgemeine, Nr. 23/09)

 

Weitere Infos zu "Nejusch – Das Glück hat mich umarmt" und dem Verlagsprogramm unter: www.lichtig-verlag.de

 

Bund der Antifaschisten - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Matinee aus Anlass des Jahrestages
der faschistischen Pogromnacht vom November 1938

GEDENKEN UND MAHNUNG
GEGEN DAS VERGESSEN
GEGEN NEOFASCHISMUS UND FREMDENFEINDLICHKEIT
Sonntag, 6. November 2011, 11.00 Uhr
Ort: Rathaus Treptow, Neue Krugallee 4

Es spricht André Brie
Es musiziert das Trio Scho
Bund der Antifaschisten Treptow e. V.
Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschisten Köpenick e.V.
Die Veranstaltung wird unterstützt vom Bezirksamt Treptow/Köpenick, Kulturamt.

Ehrendes Gedenken 
auf dem Jüdischen Friedhof Schönhauser Allee 
anlässlich des 73. Jahrestages der Pogromnacht 1938
Mittwoch, 9. November 2011, Beginn: 10.30 Uhr
Ort: Jüdischer Friedhof Schönhauser Allee 
Veranstaltet von der BO Prenzlauer Berg der Berliner VVN-BdA 

Rundgang 
zu Stätten ehemaligen Jüdischen Lebens in Pankow 
mit Claudia Saupe.
Mittwoch, 9. November 2011, Beginn: 16.00 Uhr
Treffpunkt: vor dem ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121, 13187 Berlin

Veranstaltet vom Förderverein Ehemaliges Jüdisches Waisenhaus Pankow 
und der VVN-BdA Berlin-Pankow

>> Es ist geschehen also kann es wieder geschehen<<
(Primo Levi)
73. Jahrestag der Pogromnacht 1938
Kein Vergessen - kein Vergeben!

Gegen Antisemitismus und Rassismus!

"73 Jahre nach der Reichspogromnacht. Solidarität 
mit den Opfern des deutschen Antisemitismus und Rassismus."
Mittwoch, 9. November 2011, 17.00 Uhr
Ort: Deportationsmahnmal Levetzowstraße in Moabit
Auftaktkundgebung 
Ort: am Mahnmal Levetzowstraße (U-Bhf. Hansaplatz, S-Bhf. Tiergarten) in Moabit 
mit der Zeitzeugin Andrée Leusink (geboren am 14. Mai 1938). 
Sie überlebte als verstecktes jüdisches Kind den Holocaust in Frankreich und der Schweiz. 
Heute ist sie aktiv in der antifaschistischen Bewegung, darunter den "Child-Survivors-Deutschland - 
Überlebende Kinder der Shoah" und der VVN-BdA Berlin-Pankow e.V. 
Andrée Leusink ist die Tochter des Schriftstellers Stephan Hermlin.
Musikalische Begleitung: "A Kind of Klezmer".

Anschließend: Antifaschistische Demonstration 
Ort: zum Mahnmal an der Putlitzbrücke (S-Bhf. Westhafen). 

Veranstaltet von der Antifaschistischen Initiative Moabit der Berliner VVN-BdA 
und dem Bündnis 9. November.

Rundgang
“Jüdisches Leben in Friedrichshagen”
 

Sonnabend, 12. November 2011, 16.00 Uhr
Treffpunkt: vor dem  Bölscheclub
- Bölschestraße 65, 12587 Berlin, Nähe S-Bahnhof Friedrichshagen

Friedrichshagen: ein beschauliches Fleckchen im Berliner Bezirk Treptow- ‐‑Köpenick bis heute bekannt
durch seine Maulbeerbäume und seine Dichter.
Doch das Örtchen am Müggelsee kann auf eine fast vergessene Geschichte jüdischen Lebens zurückblicken.
Eine Geschichte der die Nazis ein Ende setzen wollten.
Wir werden Orte aufsuchen, an denen damals Jüdinnen und Juden lebten.

VVN-BdA Köpenick, Jobwerkstatt Mädchen unmd Antifaschistisches Bündnis Süd Ost

 

Berliner Kinderdenkmal

Gedenken und Gespräche mit Passanten
zum 73. Jahrestag der Pogromnacht
 

Dienstag, 8. November 2011, 17.30 Uhr
Ort: am Berliner Kinderdenkmal
Georgenstrasse/Friedrichstrasse (S-Bhf.)

Kontakt:
Lisa Bechner
Berliner Kinderdenkmal
T.: 030-60401021
M.: 0173 390 58 55
www.kindertransporte-1938-39.eu

 

Hinweis:

Kindertransportskulptur von Frank Meisler:
Nun auch am Fährhafen Hoek van Holland/NL

 

Vier Skulpturen der Kindertransporte kennzeichnen im November 2011 vom israelischen Künstler und ehemaligen Kind des Kindertransports, Frank Meisler in Städten wie London (2006), Berlin (2008), Gdansk (2009) die „europäische Route der Kindertransporte nach England“. Die vierte Skulptur wird nun in den Niederlanden, dem bedeutendsten Ort der Lebensrettung für 10 000 Kinder über den Ärmelkanal, dem Fährhafen Hoek van Holland/Rotterdam, ebenfalls von Frank Meisler, am 30. November 2011 realisiert. Dieses Projekt entsteht nach ca. zwei Jahren Vorbereitung auf ausdrücklichen Wunsch vom Rotterdamer Oberbürgermeister Ahmet Aboutaleb, der Stadt Rotterdam und der Gemeinde Hoek van Holland. Schüler von Hoek van Holland sind mit mehreren Aktivitäten an der Umsetzung Vorbereitung und Durchführung des Denkmals beteiligt. Sie möchten diese voraussichtlich letzte Einweihung einer Skulptur, die an die Rettungsaktion 1938/39 erinnert, zu einem besonderen Erlebnis der „KINDER“ und aller Beteiligten werden lassen.

Kindertransporte nach England 1938/39

Kurz nach der Reichspogromnacht 1938 riefen Großbritannien und niederländische Flüchtlingskomitees eine außergewöhnliche Rettungsaktion ins Leben, um die Jüngsten, allein ohne Eltern, vor dem Naziterror zu bewahren. Über zehntausend, meist jüdische Kinder aus Österreich, Tschechien, Polen und Deutschland, konnten mit der großzügigen Unterstützung der niederländischen und britischen Bevölkerung über Hoek van Holland/NL und Harwich/UK in britischen Familien überleben. Sir Nikolas Winton (102), London, und Truus Wijsmuller-Meijer, Amsterdam, setzten sich besonders für die Durchführung der Transporte ein. Manche Kinder fanden ein neues Zuhause andere mussten den Schrecken des Krieges durchstehen, und es gab einige, die es möglich machten für ihre Eltern in England Arbeit zu finden, um auch sie aus der Nazidiktatur zu befreien. Jedes einzelne Flüchtlingskind hat seine bewegende, unvergessliche Lebensgeschichte. Nur wenige der KINDER, wie sie sich noch heute nennen, sahen ihre Familien wieder.

 

Freistaat Sachsen - Landesvertretung

"Nachklänge"
Gedenkkonzert für die Opfer der Pogromnacht 1938

mit dem
Dresdner Kammerchor

Dienstag, 8. November 2011, 19.00 Uhr
Ort: Synagoge Rykestraße,
Rykestr. 53, 10405 Berlin

 

Mit einem Gedenkkonzert in der Synagoge Rykestraße in Berlin erinnert die Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund am Vorabend des 9. November an die Pogromnacht von 1938. Der Dresdner Kammerchor und sein Chefdirigent Hans-Christoph Rademann möchten mit ihrem Konzert das Unsagbare und Unsägliche musikalisch vergegenwärtigen und den Opfern einen würdigen Platz im kulturellen Gedächtnis einräumen.

Auf dem Programm stehen Chorwerke, die nach 1945 komponiert wurden und auf Texte Paul Celans zurückgehen. Die zerbrochene lyrische Sprachwelt Paul Celans stellt einen einzigartigen, verstörenden und gleichwohl faszinierenden Versuch dar, die Vergangenheit zum Sprechen zu bringen. Und dies, obwohl die verübte Gewalt und das erfahrene Leid sprachlos machen. Der Komponist Heinz Holliger nannte sein Werk „Psalm“ für 16 Solostimmen drastisch einen „Lobgesang mit durchschnittener Kehle“, bei dem nur stimmlich-sprachliche Reste vernehmbar sind. Dieses und die weiteren Werke des Abends sind von einer atemberaubenden Intensität, voll drängender Fragen und Momenten des Innehaltens.

Der Dresdner Kammerchor gehört zu den Spitzenchören Deutschlands und ist bekannt für seinen unverwechselbaren Klang von großer Intensität und Klarheit. Hans-Christoph Rademann zählt heute weltweit zu den gefragtesten Chordirigenten und anerkanntesten Chorklangspezialisten. Im Jahr 2000 wurde er als Professor für Chorleitung an die Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden berufen und seit 2007 ist er Chefdirigent des RIAS Kammerchores.

Das Gedenkkonzert „Nachklänge“ veranstaltet die Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund mit dem Dresdner Kammerchor und in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin sowie dem Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinden.

 

Das Konzert steht unter der Schirmherrschaft des Sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich.

(Quelle: http://www.sk.sachsen.de/22963.htm)

Landesvertretung Freistaat Sachsen

Besucheradresse: Brüderstraße 11/12, 10178 Berlin

Telefon: (+49) (0)30-20 60 60

E-Mail: poststelle@bln.sk.sachsen.de

 
 

Bezirksamt Mitte von Berlin
Bezirksbürgermeister
Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin
Bezirksverordnetenvorsteher

Einladung zum Gedenken
Das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung Mitte von Berlin werden auch in diesem Jahr eine Gedenkstunde zu Ehren der Opfer des Nationalsozialismus anlässlich des T3.Jahrestages der Novemberpogrome von l938 veranstalten.

Donnerstag. 10. November 2011. 18.30 Uhr
Ort: Rathaus Tiergarten, ehem. BVV-Saal,
1. Etage, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Der Schauspieler 0laf Mahl wird lesen aus ,,Der beherzte Reviervorsteher: Ungewöhnliche Zivilcourage am
Hackeschen Markt" von Heinz Knobloch.
Jossif Gofenberg gestaltet die musikalische Umrahmung.

Nach der anschließenden Kranzniederlegung im Foyer wird Kantor Alexander Nachama den Kaddisch singen.


In diesem Zusammenhang laden wir zur Teilnahme an den
Kranzniederlegungen und unserem Stern - und Gedenkmarsch
ein
Mittwoch, 9. November 2011

um 11.15 Uhr: Kranzniederlegung an der Gedenkstätte
Siegmundshof 10
um l2.00 Uhr: Kranzniederlegung an der Gedenkstätte Levetzowstraße 7 - 8
um 11.45 Uhr: vor dem Jüdischen Krankenhaus, Gedenktafel,
Heinz-Galinski-Str.1
um L3.00 Uhr: Abschlusskundgebung mit Kranzniederlegung am Denkmal auf der Putlitzbrücke

Von der Gedenkstätte Levetzowstraße sowie von der Gedenktafel am Jüdischen Krankenhaus aus werden wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Oberschulen des Bezirks in einem Stern- und Gedenkmarsch zu einer Abschlusskundgebung am Mahnmal auf der Putlitzbrücke gehen. Gemeinsam wollen wir den Weg nachvollziehen, über den tausende jüdischer Menschen von der Sammelstelle in der Synagoge zum Bahnhof Putlitzbrücke getrieben wurden. Von dort wurden sie in die Konzentrationslager verschleppt, in denen die meisten von ihnen ermordet wurden.

Dr. Christian Hanke, Bezirksbürgermeister
Ulrich Davids, Bezirksverordnetenvorsteher

PDF Einladung

 

Gedenkveranstaltung: "Gegen das Vergessen"

Mittwoch, 9. 11. 2011, 15.00 Uhr
Ort: Aula der Paul-Natorp-Oberschule
, Goßlerstraße 13 - 15, 12161 Berlin


 

 

Initiative Haus Wolfenstein -
Verein zur Erhaltung der ehemaligen Synagoge Steglitz
und zur Förderung interkultureller Begegenung e.V.

Gedenken an der Spiegelwand
zum Jahrestag der Reichspogromnacht

Mittwoch, 9. November 2011, 15.30 Uhr,
Ort: Hermann-Ehlers-Platz
, Berlin-Steglitz

 

 

Landeshauptstadt Potsdam
Jüdische Gemeinde
Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen


ERINNERE DICH - ZAKHOR

Die Reichspogromnacht vom 9. Auf den 10. November 1938 war eine Nacht, in der viele Synagogen brannten und jüdische Friedhöfe verwüstet wurden. Jüdische Geschäfte wurden geplündert und zerstört. Nur wenige Stimmen des Protestes wurden bekannt.
Das geschah vor 73 Jahren.
Daran wollen wir uns erinnern, wollen die Opfer und das Unrecht beklagen und wollen uns
versichern, dass Antisemitismus und Verfolgung nie wieder sein dürfen.
Dazu laden wir ein

Mittwoch, 9. November 2011, 16.00 Uhr

zu einer
GEDENKSTUNDE
Ort: Platz der Einheit, neben der Post (am Ort der früheren Synagoge)

Musikalische Einstimmung: Jüdische Gemeinde
Gedenkworte: Jüdische Gemeinden in Potsdam
Schma Israel: Rabbiner Shlomo Afanasev
Höre Israel, 5, Mo 6: Superintendent Dr. J. Zehner
Kaddisch: Jugendlicher der jüd. Gemeinde
Gemeinsames Gebet nach Psalm 74: Superintendent Dr. J. Zehner
Verlesung der Namen ehemals jüdischer Bürger aus Potsdam: Zwei Schüler aus Potsdam

Kranzniederlegung und Gedenkweg
Ort: Platz der Einheit zur Schloßstraß
e am Ort der zukünftigen Synagoge

Gemeinsames Lied: Hineh ma tov (wie gut ist es, wenn wir friedlich zusammen wohnen)
Ansprache zum Gedenken: Prof. Dr. J. E. Hafner
Gemeinsames Gebet nach Psalm 147: Pastorin H. Rugenstein
Schlusswort: Oberbürgermeister Jann Jakobs
Gemeinsames Lied: Osse Schalom

PDF Einladung

 

Jüdische Gemeinde zu Berlin

Gedenkveranstaltung
der Jüdischen Gemeinde zu Berlin

Mittwoch, 9. November 2011, 18.00 Uhr,
Ort: Jüdisches Gemeindehaus
,
Fasanenstraße 79/80, 10623 Berlin


Begrüßung: Lala Süsskind, Vors. d. Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Grußwort: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin
Film: „Ursula Mamlok - Eine Komponistin kehrt nach Deutschland zurück“
Musik: „New Life“ - von und mit Julie Sassoon
Gebet: Rabbiner Tovia Ben Chorin
El Male Rachamim: Kantor Simon Skorenblut
Kranzniederlegung am Mahnmal des Jüdischen Gemeindehauses
Kaddisch

Im Rahmen der Veranstaltung werden Fotografien von John Pollak gezeigt, zu denen Ursula Mamlock komponiert hat.

Bitte planen Sie etwas Zeit für die Sicherheitskontrolle ein. Parkplätze stehen nicht zur Verfügung.

 


Die Evangelische Kirchengemeinde in der Friedrichstadt
und
Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

laden ein zu einem

Gottesdienst
im Gedenken an die Pogrome von 1938

Mittwoch, 9. November 2011, 19.00 Uhr
Ort: Französischer Dom
, Gendarmenmarkt.

Dabei wird es um die Frage gehen: Warum sollen wir gedenken? Mit Jeremia fragen wir, warum kehren wir nicht wirklich um? Die kurzen Meditationenen auch zu Hiob, Walter Benjamin und Brahms werden von Musik gerahmt.


Pfr. Dr. Matthias Loerbroks, Ev. Kirchengemeinde in der Friedrichstadt;
Dr. Christian Staffa, Aktion Sühnezeichen Friedensdienste

staffa@asf-ev.de

 

Es laden ein:
AG Judentum und Christentum in der EKBO
Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Berlin
Ev. Jugend Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Ev. Jugend Sophien
Ev. Studierendengemeinde Berlin

Pogromnachtgedenken

Mittwoch, 9. November 2011, 19.30 Uhr
Ort: Evangelische Sophienkirche
, Große Hamburger Straße, Berlin-Mitte (Nähe Hackescher Markt)

Mitwirkende:
Texte und Inszenierung: Jugendliche aus der Sophien-Gemeinde, Studierende aus der Evangelischen Studierenden-Gemeinde
Musikalische Gestaltung: Folkcafe Lietzensee
Redebeitrag: Dr. Hans Joachim Meyer, Staatsminister a.D., 1997-2009 Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken

 

 

Evangelische Kirchengemeinde Dahlem St. Annen-Kirche

 

Gedenken
an die Novemberpogrome der Nationalsozialisten

 

Mittwoch, 9. November 2011, 20.00 Uhr

Ort: St. Annen-Kirche, Königin-Luise-Str/. Ecke Pacelliallee

 

Wie es schon bei uns Tradition ist, laden wir auch in diesem Jahr am 9.November in die St. Annen-Kirche zu einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Synagogengemeinde „Sukkat Schalom“ am Hüttenweg zum Gedenken an die jüdischen Opfer der Novemberpogrome ein.

Wir lesen aus dem gerade im Gütersloher Verlagshaus erschienenen Buch: 
Andrea von Treuenfeld (Hg.):
"In Deutschland eine Jüdin, eine Jeckete in Israel.
Geflohene Frauen erzählen ihr Leben“.

 

Mitwirkende:

Rabbiner Prof. Andreas Nachama, Pfr. Marion Gardei,  Autorin Andrea von Treuenfeld,

Kantorin Esther Hirsch , Amelie Zapf (Organistin), der Chor der jüdischen Gemeinde „Sukkat Schalom“ u.a.

 


 

Evangelischen Kirchengemeinde Dahlem in Kooperation mit der
Königin-Luise-Stiftung

 

„Nun wartet draußen unser Nächster, notleidend...“

Die Novemberpogrome der Nazis und
Helmut Gollwitzers Bußtagspredigt in Dahlem 1938

 

Bußtag, 16. November 2011, 10.00 Uhr
Ort: St. Annen-Kirche
, Königin-Luise-Str/. Ecke Pacelliallee

 

Geeignet für Oberstufenstufenschüler und Erwachsene

 

In der Zeit offensichtlicher Verfolgung und Angriffe auf jüdisches Leben in Deutschland durch den Naziterror schwiegen viele, auch Christen, aus Angst oder Gleichgültigkeit. Helmut Gollwitzers berühmte Bußtagspredigt am 16.11. 1938  im Gemeindehaus Dahlem kurz nach den Pogromen des 9. Novembers bildete eine Ausnahme und hat die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer wach gerüttelt.

Wie kam es zu dieser Predigt und was war ihre Botschaft?

 

Mitwirkende:
Rabbiner Prof.Andreas Nachama, Pfrn. Marion Gardei, Pfr. Stefan Ketschau, Jan Sören Fölster und Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums der Königin-Luise-Stiftung

 

Eichmann und die Folgen - 50 Jahre danach

Eine internationale Tagung vom 9. bis 11. November 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin

Vom 9. bis 11. November 2011 laden die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, die Hebraic Graduate School of Europe und das Centrum Judaicum zur internationalen TagungEichmann und die Folgen – 50 Jahre danach“ ein. Das Verfahren gegen den wegen millionenfachen Mordes angeklagten ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann erregte internationales Aufsehen und wurde weltweit mit großem Interesse von den Medien und der Öffentlichkeit verfolgt. 50 Jahre danach kommen auf der Tagung Zeitzeugen sowie Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland zusammen und diskutieren die verschiedensten Gesichtspunkte des Prozesses bis in die Gegenwart.
 

Internationale Tagung: „Eichmann und die Folgen – 50 Jahre danach“
vom 9. bis 11. November 2011

Veranstaltungsorte
Humboldt-Universität zu Berlin, Juristische Fakultät, Raum 213

Unter den Linden 9, 10117 Berlin

Centrum Judaicum, Neue Synagoge, Großer Saal
Oranienburger Str. 28/30, 10117 Berlin


Festvortrag von Gabriel Bach
am 10. November 2011 um 19.30 Uhr
Centrum Judaicum, Neue Synagoge, Großer Saal

Oranienburger Str. 28/30, 10117 Berlin


Der Festredner Gabriel Bach hatte 1961 als stellvertretender Ankläger im Eichmann-Prozess gemeinsam mit dem Generalstaatsanwalt Gideon Hausner etwa einhundert Zeugen aufgerufen und rund 1600 Dokumente als Beweismaterial vorgelegt.

Interessierte sind herzlich eingeladen, an der öffentlichen Tagung teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig.

Ausführliche Informationen zum Tagungsprogramm unter:
http://heger.rewi.hu-berlin.de/doc/news/Programm.pdf

WEITERE INFORMATIONEN

Prof. Dr. Martin Heger
Humboldt-Universität zu Berlin
Juristische Fakultät
Unter den Linden 6
10099 Berlin
Tel.: 030 2093-3411
E-Mail: martin.heger@rewi.hu-berlin.de
Web: http://heger.rewi.hu-berlin.de/

 

 


Zum 10jährigen Jubiläum von IGJAD
Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland e.V. (IGJAD)
www.igjad.de
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

»Politik der Erinnerung an Gehörlose Juden in der NS-Zeit«

Donnerstag, 10. November 2011
Ort: Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Ort der Information
, Cora-Berliner-Str. 1

PROGRAMM

Begrüßung, Beginn: 16.30 Uhr

Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Grußworte

Jüdisches gehörloses Leben und NS-Verfolgung Mark Zaurov Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland e.V. (IGJAD)

Tal Gat, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Botschaft des Staates Israel

Deaf Holocaust und die NS-Forschung

Einführung, Beginn: 17.00 Uhr

Verfolgung tauber Menschen während des Nationalsozialismus auf unterschiedlichen gesetzlichen Grundlagen Prof. Christian Rathmann (PhD) Professor für Gebärdensprachen und Gebärdensprachdolmetschen, Universität Hamburg

Menschen mit Behinderungen in der Zeit des NS – ein Überblick Dr. Petra Fuchs Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin

Aktueller Forschungsstand Deaf Holocaust und dessen Stellenswert in der NS-Forschung Mark Zaurov Fellow Charles H. Revson Foundation, United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Universität Hamburg, Deaf Historiker

DVD »Gehörlose ÖsterreicherInnen im Nationalsozialismus« Dr. Verena Krausneker Universität Wien

Barrierefreie Erinnerungsräume: Gedenkstätten, Ausstellungen, Denkmäler – Raum für taube Juden?

Podiumsdiskussion, Beginn: 18.00 Uhr

»2-Klassen-Gesellschaft vs. Diversity – Stellenwert der tauben Menschen in Erinnerungskultur, Gedenkstätten- und Museumskonzeptionen« und die UN-Konvention zu den Rechten von Menschen mit Behinderungen - Mark Zaurov Deaf Historiker

Rainer Klemke, Senatskanzlei für Kulturelle Angelegenheiten, Land Berlin

N.N. Vertreter des Kulturausschusses im Bundestag

Dr. Petra Fuchs Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin

Prof. Christian Rathmann (PhD) Professor für Gebärdensprachen und Gebärdensprachdolmetschen, Universität Hamburg,

Mark Zaurov Fellow Charles H. Revson Foundation, United States Holocaust Memorial Museum (USHMM), Universität Hamburg, Deaf Historiker

Dr. Verena Krausneker Universität Wien

Moderation: Dr. Ulrich Hase

Schlussworte:

Dr. Ulrich Hase Präsident Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten und Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein

Mark Zaurov Vorsitzender der Interessengemeinschaft Gehörloser jüdischer Abstammung in Deutschland e.V. (IGJAD)

PDF Einladung
 

PDF Antwortfax

 

Siehe auch unter: stiftung-denkmal.de/veranstaltungen

 

Fällt aus! *

Berlin, den 8.11.2011

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Kolleginnen und Kollegen,

heute erreichte uns eine sehr bedauerliche Nachricht:

Unsere Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938, am 11. November 2011, mit dem Titel „War das gestern oder heute?“ muss leider ausfallen.

Unser Ehrengast und Zeitzeuge Noah Klieger ist schwer erkrankt und kann nicht nach Deutschland kommen.

 

Andrew Walde

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND

Bezirk Berlin-Brandenburg

Abt. Geschäftsführende Aufgaben

 

 

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND Bezirk Berlin-Brandenburg

WAR DAS GESTERN ODER HEUTE?
Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht 1938 und den Folgen

mit NOAH KLIEGER und JÖRG ERB

 

Noah Klieger (geb. 1926) ist Auschwitz-Überlebender und Autor des Buches „Zwölf Brötchen zum Frühstück – Reportagen aus Auschwitz“

Jörg Erb (geb. 1960) ist Musiker und Liedermacher. Er singt Lieder, die Bruchstücke deutscher Geschichte und deren seelische Folgen erinnern wollen

 

Moderation: Thomas Heppener, Direktor des Anne Frank Zentrums

 

Freitag, 11. November 2011, 17:00 Uhr

Ort: DGB-Gewerkschaftshaus am Wittenbergplatz, Wilhelm-Leuschner-Saal, Kleiststraße 19-21, 10787 Berlin

 

Der Eintritt ist frei

PDF Einladung

Kontakt: Andrew Walde 

DEUTSCHER GEWERKSCHAFTSBUND

Bezirk Berlin-Brandenburg, Abt. Geschäftsführende Aufgaben

Keithstraße 1-3, 10787 Berlin

Tel.: +49 (30) 21240-120

Fax: +49 (30) 21240-219

Mobil: +49 (170) 2344424

Andrew.Walde@DGB.de

 

 

 

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Konzert

"In deinen Toren erwacht mein Lied"
Musik der Synagoge mit dem Ensemble "mendels töchter"

Sonntag, 13. November 2011, 15.30 Uhr
Ort: Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Erich Mendel (1902-1988), der von 1922 bis 1939 in der Jüdischen Gemeinde Bochum als Kantor und Lehrer wirkte, zählt zu den bedeutenden Persönlichkeiten des westfälischen Judentums im 20. Jh. Seine besondere Liebe galt der Musik der Synagoge, die er auch als Komponist, Sammler und Musikwissenschaftler pflegte.

 

Im November 1938 wurde Erich Mendel mit vielen anderen Bochumer Juden verhaftet und in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Das Ende der Haft im Dezember 1938 war verbunden mit der Auflage, Deutschland möglichst bald zu verlassen. Ab 1941 wirkte er unter dem amerikanisierten Namen Eric Mandell als Dozent für synagogale Musik am Gratz-College in Philadelphia (USA). Hier schuf er eine der weltweit größten Sammlungen jüdischer Musik.

                                                 

Um Anmeldung wird gebeten unter :

Tel. : 03301-8109-21/-27 / Fax : 03301-810926 /
ohm@gedenkstaette-sachsenhausen.de
www.stiftung-bg.de

Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen

Straße der Nationen 22

16515 Oranienburg

 

Tel.: 49+(0)3301-810921

Fax: 49+(0)3301-810926

ohm@gedenkstaette-sachsenhausen.de

www.gedenkstaette-sachsenhausen.de

 

 
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Canisius Kolleg


"Vermächtnis und Verpflichtung"
Konzertabend mit Lesungen

Sonntag, dem 13. November 2011, 19.00 Uhr
Ort: Gedenkkirche Maria Regina Martyrum, Heckerdamm 230 - 232

Die international bekannte Pianistin Veronica Jochum von Moltke, Tochter des Dirigenten Eugen Jochum und Schwägerin des Widerstandskämpfers Helmuth James Graf von Moltke, wird diesen Abend musikalisch gestalten. Dazu werden Annette von Schlabrendorff, Enkelin von Leutnant Fabian von Schlabrendorff (Adjutant des Generals Henning von Tresckow), und Pater Martin Maier SJ, Rektor des Berchmanskollegs München, aus den letzten Briefen von Freya und Helmuth James Graf von Moltke lesen.

Weitere Einzelheiten: www.kas.de

Anmeldungen bitte über: anmeldungen-berlin@kas.de

Andreas Kleine-Kraneburg
Leiter der Akademie
Konrad-Adenauer-Stiftung e.V.
Akademie
Tiergartenstr. 35
10785 Berlin

Tel.  030 - 269 96 3257
FAX 030 - 269 96 3224

 

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Verlautbarungen

Zum 9. November 2011:

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Zum 9. November 2010:

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Zum 9. November 2008:
Mit Bestürzung und Trauer
Gemeinsame Erklärung
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und
des Vorsitzenden des Rates der EKD, Bischof Dr. Wolfgang Huber,
zum 70. Jahrestag (2008) der November-Pogrome
Denk an deine Gemeinde, Gott, die du vorzeiten erworben!
Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte,
stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges.
Sie sagten in ihrem Herzen: „Wir zerstören alles.“
Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land.
Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen,
darf der Feind ewig deinen Namen lästern? (aus Psalm 74)

Der 9. November ist ein denkwürdiges Datum in der deutschen Geschichte. Im Jahre 1918 wurde an diesem Tag die Republik ausgerufen. Für uns Heutige ist vor allem der 9. November 1989 mit lebhaften Erinnerungen verbunden – der Tag, an dem die Berliner Mauer geöffnet und ein neues Kapitel der Freiheit und Einheit in Deutschland aufgeschlagen wurde. Im Jahr 2008 aber muss unser Blick sich in besonderer Weise auf die dunkelste Epoche unserer Geschichte richten. Während die Jahrestage 1918 und 1989 deutsche und europäische Aufbrüche der Freiheit und des Rechts symbolisieren, steht der 9. November 1938 für Hass und Gewalt, für Niedertracht und das Erblinden des Gewissens. Er war ein Widerruf jener Freiheitsversprechen, mit denen die erste deutsche Republik einst angetreten war, und bedeutete für die deutschen Juden, dass sie keine sichere Heimstatt im eigenen Lande mehr besaßen.

In den November-Pogromen von 1938 wurden wehrlose Menschen gedemütigt, gepeinigt und ermordet, Gotteshäuser geschändet und zerstört. Die schrecklichen Bilder von brennenden Synagogen haben sich in unser Gedächtnis gebrannt. Sie lehren auch heute: Wo es keinen Respekt vor dem Heiligen und dem für den menschlichen Zugriff Unverfügbaren gibt, dort gibt es auch keinen Respekt vor den Menschen.

Die Pogrome waren nicht nur bewusst geplant, sondern ihnen gingen auch Jahre der propagandistischen und politischen Vorbereitung voraus – eine Zeit der offenen antisemitischen Hetze, der systematischen rechtlichen Ausgrenzung, menschenverachtenden Diskriminierung und Verfolgung. Die November-Pogrome waren zugleich der Auftakt zum Holocaust, zu einer Epoche ungeahnter Zerstörung und Vernichtung, an deren Folgen Europa, die Welt und vor allem die jüdische Gemeinschaft noch heute zu tragen haben.

Unzählige Menschen sind Opfer des Nationalsozialismus geworden. Anlässlich der Pogrome des Jahres 1938 richtet sich unser Gedenken besonders auf die Juden, deren systematische Verfolgung und Ermordung ein beispielloses Menschheitsverbrechen darstellen. Ihr Leiden, ihre Einsamkeit und ihre Verzweiflung angesichts einer Gewaltmaschinerie, die mit Demütigung und Entrechtung begann und mehr und mehr von absolutem Vernichtungswillen angetrieben wurde, erfüllen uns mit Bestürzung und Trauer.

Die offen zur Schau gestellte Gewalt des November 1938 fand in der deutschen Bevölkerung weniger Rückhalt als die rechtliche Diskriminierung, der die Juden seit 1933 ausgesetzt waren. Doch es gab viel schweigendes Zuschauen und achselzuckendes Hinnehmen. Neben den Schlägern, Brandschatzern und Marodeuren sowie jenen, die ihnen verdeckt oder gar offen lebhaften Beifall zollten, gab es nicht wenige, die der Anblick des staatlich verordneten Terrors irritierte; eine grundsätzliche Erschütterung des Vertrauens in den nationalsozialistischen Staat war damit allerdings meist nicht verbunden. Und es gab auch die – gerade auch in den christlichen Kirchen –, die die Gewalttaten entschieden ablehnten, jedoch in Furcht und einem Gefühl der Ohnmacht verharrten. Aber es war auch die Stunde jener Wenigen, die den Zerstörungen Einhalt gebieten wollten und den Bedrängten Unterschlupf gewährten.

Als Christen und Kirchen erinnern wir uns dankbar des katholischen Priesters und Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg, der am Abend des 9. November 1938 öffentlich für die Juden und die nichtarischen Christen betete und dafür wegen volksfeindlicher Hetze angeklagt wurde. Seinen Weg an der Seite der Verfolgten hat er später mit dem Leben bezahlt. Ebenso berührt uns der Mut des evangelischen Pfarrers Helmut Gollwitzer, der in einer Predigt wenige Tage nach den Pogromen für die Verfolgten Stellung bezog und die Gemeinde in Berlin-Dahlem davon überzeugte, die Familienangehörigen inhaftierter Juden zu unterstützen. Das Zeugnis dieser und anderer Christen und Kirchenvertreter kann das Verzagen oder Versagen anderer nicht zudecken. Es erinnert uns immerhin daran, dass die Stimmen von Humanität und Nächstenliebe auch im Angesicht des schlimmsten Abgrundes der Unmenschlichkeit nie ganz verstummt sind.

Unsere Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 würde ins Leere laufen, wenn wir sie nicht mit der Frage nach der praktischen Solidarität verbänden, die wir den in unserer Zeit zu Unrecht Verfolgten und den Opfern von Gewalt schulden. Leider sind Antisemitismus und Rassismus auch heute nicht überwunden. Auch in Europa prägen Ausgrenzung und Diskriminierung den Alltag vieler Menschen. Die Sünde der Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der Anderen stirbt nicht aus. Allzu schnell legt sich der Schleier der Abgrenzung über unsere Augen und versperrt die Sicht auf das Antlitz des Nächsten. Jedem Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Volkszugehörigkeit oder Religion, ist das Bild Gottes eingeprägt. Keiner darf preisgegeben werden. Davon in Wort und Tat Zeugnis abzulegen, sind wir als Christen in besonderer Weise gefordert. Die Erinnerung an die Schreckensnacht und ihre Folgen ist gerade auch heute, da die Zeitzeugen allmählich verstummen, von großer Bedeutung. Mahnt sie uns doch, alles zu tun, um eine Gesellschaft in Freiheit und gegenseitiger Achtung zu gestalten, die sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen stellt.

Quelle: http://www.dbk.de/aktuell/meldungen/01779/index.html

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Hinweise

Deutsche Geschichte: 9. November

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er 9. November ist ein Datum, das für dramatische Umbrüche und Wendepunkte in der deutschen Geschichte steht. Die Ereignisse reichen von der emphatisch begrüßten Öffnung der Mauer im Jahr 1989 bis zu einem der schwärzesten Tage der Deutschen, den Judenprogromen 1938, grausamer Beginn der offenen Judenverfolgung und Auftakt des Holocausts.

Aus unserem Programm zu diesem Tag:

Der 9. November in der deutschen Geschichte
www.bpb.de/themen/V8YTAG

 
9. November 1848:
Die Erschießung des Märzrevolutionärs Robert Blum in Wien
Revolution von 1848, [2006], (Bestellnummer 4265)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/01541471548432576123093477837078


Online-Dossier: Von der Paulskirche bis zur Verfassung von 1871
www.bpb.de/themen/9HFAFS

9. November 1918: Abdankung des Kaisers und Ausrufung der Republik
Weltkrieg und Revolution 1914-1918/19, [2008], (Bestellnummer 1710)
 
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC
 
9. November 1918:
Novemberrevolution - Ausrufung der ersten deutschen Republik
www.bpb.de/themen/V8YTAG


9. November 1923:
Hitler-Ludendorff-Putsch in München
Nationalsozialismus I, [2003], (Bestellnummer 4251)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/08088896480389708701525882301191
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC
 
9. November 1938:
Die Progromnacht markiert den Beginn der gewaltsamen Judenverfolgung
Online-Dossier: Ausbau des Führerstaates
www.bpb.de/themen/IHKOR2
Nationalsozialismus, [2007], (Bestellnummer 7714)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/NDJZ93
Das Dritte Reich und die Juden, [2007], (Bestellnummer 1565)
www.bpb.de/publikationen/RMR7Z4
 
9. November 1967:
Mit „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ entstand das Bild der 68er
Online-Dossier: Die 68er-Bewegung
www.bpb.de/themen/UEZYL5
1968, [2008], (Bestellnummer 7814)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/SDDOVV
Jugendrevolte und globaler Protest 1968, [2008], (Bestellnummer 1699)
www.bpb.de/publikationen/YZZ074
 
9. November 1989:
Nach 28 Jahren öffnet die DDR die Berliner Mauer
Homepage Chronik der Mauer
www.chronik-der-mauer.de
Online-Dossier: Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur (auch als DVD)
www.bpb.de/themen/JIRGFC
Die Berliner Mauer – The Berlin Wall, [2007], (Bestellnummer 3968)
Zeitbilder
www.bpb.de/publikationen/JUVV4V
 

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