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72.
Jahrestag der Pogrome vom
9./10. November
1938 |
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Veranstaltungen -
Verlautbarungen
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Hinweise |
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Veranstaltungen in
Berlin und Potsdam |
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Die Auswahl der
Veranstaltungen stellt keine
Wertung dar, sondern ist
allein bedingt durch den
derzeitigen
Informationsstand. Wir
freuen uns über ergänzende
Hinweise auf weitere
Veranstaltungen. |
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Berlin-Mitte:
Montag, 8.
November 2010 - Beginn: 18.00 Uhr
Ort:
Berliner Kinderskulptur,
am S-Bahnhof
Friedrichstraße
Kerzen-Gedenken
Wir gedenken mit
Kerzen der Menschen,
denen die
Nationalsozialisten mit
ihrem Rassenwahn keine
Lebenschance gaben, und
der Kinder der
Kindertransporte
1938/39, die im
Kindesalter selbständig
Entscheidungen für ihr
Leben treffen mußten und
als Flüchtlinge auf das
Wohlwollen der
britischen Menschen
angewiesen waren. Wir
werden mit Menschen ins
Gespräch kommen und
gemeinsam mit Ihnen der
Opfer des Terrors
gedenken. Wenn möglich,
bitte Kerzen mitbringen.
Lisa Schäfer
Initiative Berliner
Kinderskulptur
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Berlin-Prenzlauer
Berg:
Montag, 8.
November 2010 - Beginn: 19.30 Uhr
Ort: Synagoge Rykstraße, Rykestr. 53, 10405 Berlin
 


E-Mail:
veranstaltungen@bln.sk.sachsen.de
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Berlin-Steglitz:

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Berlin-Pankow:
Dienstag, 9. November 2010
- Beginn: 16.00 Uhr
Ort: Schönholzer Str. 10/11, 13187 Berlin-Pankow

Dienstag, 9. November 2010 - Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Rathaus Pankow, Breite Str. 24 a, 13187 Berlin-Pankow

Etwa 100.000 Menschen
standen in Lohn und Brot
der Stadt Berlin, als
die Nationalsozialisten
an die Macht kamen.
Juden, Sozialdemokraten,
Kommunisten und andere
missliebige
Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter wurden in
ihren Stellungen
verfolgt, entlassen oder
zwangspensioniert. Für
sie und ihre Familien
hatte dies oft fatale
Folgen. Die
Foyerausstellung zeigt
anhand von
Einzelschicksalen die
Dimensionen der
Verfolgung im Kontext
der
nationalsozialistischen
Kommunalpolitik in
Berlin.
Laufzeit der
Ausstellung: 9. bis 30.
November 2010
Öffnungszeiten: werktags
8.00 bis 18.00 Uhr
Eintritt frei.
Mehr zur Ausstellung >>
Einladung
PDF
Download
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Berlin-Moabit:
Dienstag, 9. November
2010, Beginn: 17.00 Uhr
Ort: Mahnmal
Levetzowstraße
Die
Synagoge, die sich in
der Levetzow befand,
wurde von den
NS-Behörden im Zuge der
Deportationen als
Sammellager missbraucht.
Zeitzeugin Marianne
Kaufhold *) spricht
darüber, wie sie die
Novemberpogrome 1938 und
die Zeit der Verfolgung
erlebt hat. - Nach der
Gedenkkundgebung bewegt
sich eine
Demonstration zum
Mahnmal auf der
Putlitzbrücke,
wo sich ein
Deportationsbahnhof
befand. Der
Demonstrationszug
orientiert sich an dem
Weg, den die Berliner
Jüdinnen und Juden,
oftmals am hellichten
Tage und unter aller
Augen, gehen mussten und
will darauf aufmerksam
machen, dass
Antisemitismus und
andere
menschenfeindliche
Ideologien auch im
heutigen Deutschland
nicht verschwunden sind,
wie anhand des jüngsten
Anschlages auf die
Synagoge in Mainz zur
erkennen ist.
Veranstalter:
Antifaschistische
Initiative Moabit
AIM - Auf der Homepage
befindet sich
ein Aufruf und eine
Zeitung zum 9. November.
*) Marianne Kaufhold
wurde 1927 als Marianne
Levi in Berlin geboren.
Ihre Eltern betrieben
ein
Herrenartikelgeschäft im
Wedding, welches während
der Novemberpogrome 1938
beschmiert wurde.
Kaufhold musste im
selben Jahr die Schule
verlassen, weil die
Nazis sie als
‚Geltungsjude‘
einstuften. In einer
halb-legalen Schule für
Verfolgte konnte sie
weiter zur Schule gehen
und später unter
schwierigen Bedingungen
eine Lehre beginnen.
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Berlin:
Dienstag,
9. November 2010, Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Jüdisches Gemeindehaus,
Fasanenstr. 79/80, 10623
Berlin
Veranstalter:
Jüdische Gemeinde zu Berlin
Konzertante Aufführung der
Kinderoper „Brundibár“
des im KZ-Auschwitz ermordeten
jüdischen Komponisten
Hans Krása
Gewandhaus Kinderchor,
Leipzig
Begrüßung: Lala Süsskind,
Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Grußwort: Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von
Berlin
Gebet: Rabbiner Tovia Ben-Chorin
El Mole Rachamim: Kantor Isaak Sheffer
Kranzniederlegung am Mahnmal des Jüdischen Gemeindehauses
Kaddisch
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Berlin-Mitte:
Dienstag, 9. November 2010, Beginn: 18.00 Uhr
Ort: Französische Friedrichstadtkirche (Französischer Dom),
Gendarmenmarkt
Veranstalter: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Ev.
Kirchengemeinde in der Friedrichstadt
Werkstattgottesdienst im Gedenken an die
Pogrome von 1938:
"Lasst ab vom Krieg -
Stimmen im Gedenken
an den 9. November
1938"
Der
Werkstattgottesdienst
ist entstanden in
intensiver
Auseinandersetzung mit
dem Psalm 46 - bei
Lutehr dann zu einem
Lied "Ein feste Burg ist
unser Gott" geronnen -,
eben in einer Werkstatt
von ehemaligen
Freiwilligen und
Hauptamtlichen aus der
Gemeinde und von ASF.
Wir haben ihn genannt
"Lasst ab vom Krieg -
Stimmen im Gedenken an
den 9. November 1938".
Wir hoffen auf Ihr und
euer Interesse und
freuen uns auf Ihre und
eure Teilnahme.
Einladung
PDF
Download
Für evtl. Nachfragen:
Pfarrer Dr. Matthias
Loerbroks, Ev. Kirchengemeinde in der Friedrichstadt
Taubenstraße 3, 10117
Berlin
Tel. 204 35 48
und
Christian Staffa,
Geschäftsführer
Aktion Sühnezeichen
Friedensdienste
Action
Reconciliation
Service for Peace
Auguststr. 80, 10117
Berlin
Tel 0049 30 283 95
202
Fax 0049 30 283 95
135
staffa@asf-ev.de
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Berlin-´Mitte:
Flyer
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Berlin-Dahlem:

Plakat
PDF
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Potsdam:
Dienstag,
9. November 2010, Beginn: 16.00 Uhr
Das
geschah vor 72 Jahren. - ERINNERE DICH!
Gedenkstunde in Potsdam
Veranstalter:
Landeshauptstadt Potsdam – Jüdische
Gemeinde – Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
Die Reichspogromnacht vom 9. Auf den 10. November 1938 war eine
Nacht, in der viele Synagogen brannten und jüdische Friedhöfe
verwüstet wurden. Jüdische Geschäfte wurden geplündert und
zerstört. Nur wenige Stimmen des Protestes wurden bekannt. Daran
wollen wir uns erinnern, wollen das Unrecht beklagen, das damals
geschah und wollen uns versichern, dass Antisemitismus und
Verfolgung nie wieder sein dürfen.
Am Ort der früheren
Synagoge Potsdam: Platz der Einheit (neben der Post)
Musikalische
Einstimmung (Jüdische Gemeinde)
Begrüßung: Jann Jacobs,
Oberbürgermeister Potsdam
Schma Israel (Rabbiner Schlomo Afanasev)
Höre Israel, 5, Mo 6 (Propst Hans-Günter
Müller)
Kaddisch (Herr Pitels, Ältester der
jüdischen Gemeinde Potsdam)
Verlesung der Namen ehemals jüdischer
Bürger aus Potsdam durch Schüler der Jüdischen Gemeinde
Potsdam
Kranzniederlegung
und
Gedenkweg vom Platz der Einheit zur Schloßstraße zum
Ort der zukünftigen
Synagoge
Gemeinsames Lied: Hineh ma tov (Wie
gut ist es, wenn wir friedlich zusammen wohnen)
Begrüßung: Vladimir Genkin, Vorsitzender der
Jüdischen Gemeinde Potsdam
Gemeinsames Gebet der Christen nach Psalm 74
Ansprache zum Gedenken: Superintendent Dr. Joachim
Zehner
Gemeinsames Gebet: Psalm 84
Gemeinsames Lied: Osse Schalom
-
Berlin-Charlottenburg /
Wilmersdorf: Dienstag, 9. November
2010
Schüler-Gedenkveranstaltung
zur Pogromnacht des 9.
November 1938
Veranstalter:
Schüler/Innen des
Gottfried-Keller-Gymnasiums,
der
Hugo-Gaudig-Realschule,
in Verbindung mit der
Landespolizeischule, in
Zusammenarbeit mit dem
Bezirksamts
Charlottenburg-Wilmersdorf
Beginn:
16.30 Uhr
Treffpunkt: Erdener
Str./Königsallee
gegenüber dem
Rathenau-Gedenkstein
Schweigemarsch
mit leuchtenden
Kerzen und
Schultransparenten
durch die Erdener
und Trabener Str.
zum Mahnmal "Gleis
17" am S-Bhf.
Grunewald
Beginn: 17.00 Uhr
Kundgebung am
Mahnmal "Gleis 17"
Moderation: Felix
Recke,
Gottfried-Keller-Gymnasium
Grußwort: Petra
Pau MdB,
Vizepräsidentin des
Deutschen
Bundestages
-
Berlin:
MIttwoch,
10. November 2010, Beginn: 19.00 Uhr Ort: Botschaft des
Königreichs der
Niederlande in Berlin, Klosterstraße 50, 10179
Berlin
Buchpremiere
»Anne Frank - Eine
grafische Biografie«
Veranstalter:
Botschaft des
Königreichs der
Niederlande, der Carlsen
Verlag und das Anne
Frank Zentrum. Mit
freundlicher
Unterstützung der
Botschaft der
Vereinigten Staaten von
Amerika

Bitte melden Sie sich an
unter:
bln-pcz@minbuza.nl Tel. 030 - 209 56 420 Bitte bringen Sie Ihren
Personalausweis mit.
Nachfragen: Anne Frank Zentrum |
Öffentlichkeitsarbeit Rosenthaler Str. 39,
10178 Berlin Tel +49 30 2888656-41,
Zentrale +49 30
2888656-00 Fax +49 30 2888656-01
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Verlautbarungen |
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Mit
Bestürzung und Trauer |
Gemeinsame Erklärung
des Vorsitzenden der
Deutschen Bischofskonferenz,
Erzbischof Dr. Robert
Zollitsch, und
des Vorsitzenden des Rates
der EKD, Bischof Dr.
Wolfgang Huber,
zum 70. Jahrestag
(2008) der
November-Pogrome |
Denk an deine Gemeinde,
Gott, die du vorzeiten
erworben!
Deine Widersacher lärmten an
deiner heiligen Stätte,
stellten ihre Banner auf als
Zeichen des Sieges.
Sie sagten in ihrem Herzen:
„Wir zerstören alles.“
Und sie verbrannten alle
Gottesstätten ringsum im
Land.
Wie lange, Gott, darf der
Bedränger noch schmähen,
darf der Feind ewig deinen
Namen lästern? (aus Psalm
74) |
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Der 9.
November ist ein
denkwürdiges Datum in
der deutschen
Geschichte. Im Jahre
1918 wurde an diesem Tag
die Republik ausgerufen.
Für uns Heutige ist vor
allem der 9. November
1989 mit lebhaften
Erinnerungen verbunden –
der Tag, an dem die
Berliner Mauer geöffnet
und ein neues Kapitel
der Freiheit und Einheit
in Deutschland
aufgeschlagen wurde. Im
Jahr 2008 aber muss
unser Blick sich in
besonderer Weise auf die
dunkelste Epoche unserer
Geschichte richten.
Während die Jahrestage
1918 und 1989 deutsche
und europäische
Aufbrüche der Freiheit
und des Rechts
symbolisieren, steht der
9. November 1938 für
Hass und Gewalt, für
Niedertracht und das
Erblinden des Gewissens.
Er war ein Widerruf
jener
Freiheitsversprechen,
mit denen die erste
deutsche Republik einst
angetreten war, und
bedeutete für die
deutschen Juden, dass
sie keine sichere
Heimstatt im eigenen
Lande mehr besaßen.
In den November-Pogromen
von 1938 wurden wehrlose
Menschen gedemütigt,
gepeinigt und ermordet,
Gotteshäuser geschändet
und zerstört. Die
schrecklichen Bilder von
brennenden Synagogen
haben sich in unser
Gedächtnis gebrannt. Sie
lehren auch heute: Wo es
keinen Respekt vor dem
Heiligen und dem für den
menschlichen Zugriff
Unverfügbaren gibt, dort
gibt es auch keinen
Respekt vor den
Menschen.
Die Pogrome waren nicht
nur bewusst geplant,
sondern ihnen gingen
auch Jahre der
propagandistischen und
politischen Vorbereitung
voraus – eine Zeit der
offenen antisemitischen
Hetze, der
systematischen
rechtlichen Ausgrenzung,
menschenverachtenden
Diskriminierung und
Verfolgung. Die
November-Pogrome waren
zugleich der Auftakt zum
Holocaust, zu einer
Epoche ungeahnter
Zerstörung und
Vernichtung, an deren
Folgen Europa, die Welt
und vor allem die
jüdische Gemeinschaft
noch heute zu tragen
haben.
Unzählige Menschen sind
Opfer des
Nationalsozialismus
geworden. Anlässlich der
Pogrome des Jahres 1938
richtet sich unser
Gedenken besonders auf
die Juden, deren
systematische Verfolgung
und Ermordung ein
beispielloses
Menschheitsverbrechen
darstellen. Ihr Leiden,
ihre Einsamkeit und ihre
Verzweiflung angesichts
einer Gewaltmaschinerie,
die mit Demütigung und
Entrechtung begann und
mehr und mehr von
absolutem
Vernichtungswillen
angetrieben wurde,
erfüllen uns mit
Bestürzung und Trauer.
Die offen zur Schau
gestellte Gewalt des
November 1938 fand in
der deutschen
Bevölkerung weniger
Rückhalt als die
rechtliche
Diskriminierung, der die
Juden seit 1933
ausgesetzt waren. Doch
es gab viel schweigendes
Zuschauen und
achselzuckendes
Hinnehmen. Neben den
Schlägern,
Brandschatzern und
Marodeuren sowie jenen,
die ihnen verdeckt oder
gar offen lebhaften
Beifall zollten, gab es
nicht wenige, die der
Anblick des staatlich
verordneten Terrors
irritierte; eine
grundsätzliche
Erschütterung des
Vertrauens in den
nationalsozialistischen
Staat war damit
allerdings meist nicht
verbunden. Und es gab
auch die – gerade auch
in den christlichen
Kirchen –, die die
Gewalttaten entschieden
ablehnten, jedoch in
Furcht und einem Gefühl
der Ohnmacht verharrten.
Aber es war auch die
Stunde jener Wenigen,
die den Zerstörungen
Einhalt gebieten wollten
und den Bedrängten
Unterschlupf gewährten.
Als Christen und Kirchen
erinnern wir uns dankbar
des katholischen
Priesters und Berliner
Dompropstes Bernhard
Lichtenberg, der am
Abend des 9. November
1938 öffentlich für die
Juden und die
nichtarischen Christen
betete und dafür wegen
volksfeindlicher Hetze
angeklagt wurde. Seinen
Weg an der Seite der
Verfolgten hat er später
mit dem Leben bezahlt.
Ebenso berührt uns der
Mut des evangelischen
Pfarrers Helmut
Gollwitzer, der in einer
Predigt wenige Tage nach
den Pogromen für die
Verfolgten Stellung
bezog und die Gemeinde
in Berlin-Dahlem davon
überzeugte, die
Familienangehörigen
inhaftierter Juden zu
unterstützen. Das
Zeugnis dieser und
anderer Christen und
Kirchenvertreter kann
das Verzagen oder
Versagen anderer nicht
zudecken. Es erinnert
uns immerhin daran, dass
die Stimmen von
Humanität und
Nächstenliebe auch im
Angesicht des
schlimmsten Abgrundes
der Unmenschlichkeit nie
ganz verstummt sind.
Unsere Erinnerung an die
Reichspogromnacht 1938
würde ins Leere laufen,
wenn wir sie nicht mit
der Frage nach der
praktischen Solidarität
verbänden, die wir den
in unserer Zeit zu
Unrecht Verfolgten und
den Opfern von Gewalt
schulden. Leider sind
Antisemitismus und
Rassismus auch heute
nicht überwunden. Auch
in Europa prägen
Ausgrenzung und
Diskriminierung den
Alltag vieler Menschen.
Die Sünde der
Gleichgültigkeit
gegenüber dem Leid der
Anderen stirbt nicht
aus. Allzu schnell legt
sich der Schleier der
Abgrenzung über unsere
Augen und versperrt die
Sicht auf das Antlitz
des Nächsten. Jedem
Menschen, gleich welcher
Hautfarbe,
Volkszugehörigkeit oder
Religion, ist das Bild
Gottes eingeprägt.
Keiner darf preisgegeben
werden. Davon in Wort
und Tat Zeugnis
abzulegen, sind wir als
Christen in besonderer
Weise gefordert. Die
Erinnerung an die
Schreckensnacht und ihre
Folgen ist gerade auch
heute, da die Zeitzeugen
allmählich verstummen,
von großer Bedeutung.
Mahnt sie uns doch,
alles zu tun, um eine
Gesellschaft in Freiheit
und gegenseitiger
Achtung zu gestalten,
die sich ihrer
Verantwortung vor Gott
und den Menschen stellt. |
|
Quelle:
http://www.dbk.de/aktuell/meldungen/01779/index.html |
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Zum 9.
November 2010:
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Hinweise |
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Deutsche Geschichte:
9. November
Informationen der
Der 9. November ist ein
Datum, das für
dramatische Umbrüche und
Wendepunkte in der
deutschen Geschichte
steht. Die Ereignisse
reichen von der
emphatisch begrüßten
Öffnung der Mauer im
Jahr 1989 bis zu einem
der schwärzesten Tage
der Deutschen, den
Judenprogromen 1938,
grausamer Beginn der
offenen Judenverfolgung
und Auftakt des
Holocausts.
Aus unserem Programm zu
diesem Tag:
9.
November 1848:
Die Erschießung des
Märzrevolutionärs Robert
Blum in Wien
9. November 1918:
Abdankung des Kaisers
und Ausrufung der
Republik
Weltkrieg und
Revolution 1914-1918/19,
[2008], (Bestellnummer
1710)
9.
November 1918:
Novemberrevolution -
Ausrufung der ersten
deutschen Republik
www.bpb.de/themen/V8YTAG
9.
November 1923:
Hitler-Ludendorff-Putsch
in München
9.
November 1938:
Die Progromnacht
markiert den Beginn der
gewaltsamen
Judenverfolgung
9.
November 1967:
Mit „Unter den Talaren –
Muff von 1000 Jahren“
entstand
das Bild der 68er
9.
November 1989:
Nach 28 Jahren öffnet
die DDR die Berliner
Mauer
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