70. Jahrestag der Pogrome vom 9./10. November 1938

Veranstaltungen - Erklärungen - Hinweise

 

Veranstaltungen
in Berlin zwischen dem 24.Oktober 2008 und 27.Februar 2009

Die Auswahl der Veranstaltungen stellt keine Wertung dar, sondern ist allein bedingt durch den derzeitigen Informationsstand. Wir freuen uns über ergänzende Hinweise auf weitere Veranstaltungen.

 

24.10. bis 29.11., Humboldt-Universität zu Berlin, Foyer Hauptgebäude:
Download PDF Austellungsflyer
zeigt:

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3. 11., 11.00 Uhr, Alexanderplatz, Treffpunkt an der Weltzeituhr:
Auftakt der Plakataktion
zum Gedenken an die Zerstörung jüdischer Geschäfte am 9. November 1938

Die Senatsverwaltung für Intgration, Arbeit und Soziales teilt mit:
Anlässlich des 70. Jahrestages der so genannten "Reichspogromnacht" erinnern der Handelsverband Berlin-Brandenburg, der Ver.di Landesbezirk Berlin-Brandenburg und das Centrum Judaicum in einer gemeinsamen Plakataktion an die Ereignisse vom 9. November 1938. "Berlin erinnert sich" ist der Leitgedanke und gleichzeitig der Aufruf der Aktion, die vom Berliner Ratschlag für Demokratie, der Wall AG und dem Land Berlin unterstützt wird. Im Mittelpunkt der Plakataktion stehen die Zerstörung und Vernichtung des jüdischen Unternehmertums durch das nationalsozialistische Regime. Start der Aktion ist am 3. November um 11 Uhr auf dem Alexanderplatz.
"Die aktive Rolle staatlicher Organe bei der Organisation dieses antijüdischen Terrors und die Ignoranz in weiten Teilen der Bevölkerung und der damaligen Zivilgesellschaft muss uns daran erinnern Antisemitismus, Rassismus und jede Form von Menschenverachtung zu ächten", so Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner. "Es ist auch heute notwendig, dass Staat und Zivilgesellschaft für demokratische Rechte und eine demokratische politische Kultur werben und streiten."
Erwartet werden neben der Senatorin Dr. Heidi Knake-Werner, Nils Busch-Petersen (Hauptgeschäftsführer HBB), Dr. Hermann Simon (Direktor des Centrum Judaicum) und Susanne Stumpenhusen (Landesbezirksleiterin, Ver.di). Stellvertretend für den Mitgliederkreis des Ratschlages haben außerdem Prof. Andreas Nachama (Geschäftsführender Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) und die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Petra Pau ihr Kommen angekündigt. Darüber hinaus wird eine Vertreterin oder ein Vertreter der Firma Wall erwartet.

Hertha BSC hat angekündigt, am 9. November 2008 zur Bundesligapartie gegen die TSG Hoffenheim ein Plakat im Stadionheft abzudrucken.

Rückfragen: Anja Wollny, Telefon: 9028 2743  Download Pressemitteilung

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4.11., 19.00 Uhr, Katholische Akademie: Vortrag und Diskussion:
„Zwiespalt des Erinnerns. Der 9. November in der deutschen Geschichte“
Jüdisch-christliche Gesprächsreihe mit:
Dr. Harald Schmidt,
Dr. Thomas Lackmann,
Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama,
Dr. Hermann Simon,
Konrad Weiß

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5. bis 8.11., Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung:
Zum Vergrößern bitte anklicken.

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5./ 6./ 12./ 13.11., jew. 20.00 Uhr, Jesus-Christus-Kirche der Ev. Kirchengemeinde Dahlem:
Konzert-Reihe „Keduscha“
Veranstalter:
Synagogengemeinde Sukkat-Schalom,
Ev. Kirchengemeinde Dahlem.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Umfangreiches
 Programmheft zum Download (2 MB)

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6.11., 17.00 Uhr, Centrum Judaicum, Oranienburger Straße:
> „Es brennt!“ Antijüdischer Terror im November 1938 <
Eröffnung der Ausstellung mit wenig bekannten Fotos von 1938/39
und einer Lesung von Augenzeugenberichten.
Begrüßung: Dr. Hermann Simon, Direktor der Stiftung Neue Synagoge
Grußwort: Regierender Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit
Lesung: Barbara Schnitzler, Deutsches Theater
Veranstalter:
Stiftung Neue Synagoge Berlin- Centrum Judaicum
Stiftung Topographie des Terrors
Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Siehe auch zum Download
 das umfangreiche (2 MB)
 
Programmheft der Konzert-Reihe „Keduscha“

Berliner Morgenpost, 28.10.2008

taz, 28.10.2008
Zum Vegrößern bitte anklicken.

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7.11., 19.00 Uhr, InterKULTURelles Haus Pankow, Cafe Multi-Kulti, VH, 1.OG,
Schönfließer Str. 7, 10439 Berlin

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8.11., ab 18.00 Uhr, Gedenken in Steglitz-Zehlendorf:
• Veranstaltung an der Spiegelwand, Hermann-Ehlers-Platz
mit Lala Süsskind, Norbert Kopp und Kantor Isaac Sheffer
• Gedenkmarsch zum ehem. Jüdischen Blindenheim
• Gedenkgottesdienst in der Kirche der Baptistengemeinde
Veranstalter:
BA Steglitz-Zehelendorf
Ökumene Steglitz
Initiative Haus Wolfenstein
Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin/Potsdam
Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

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9.11., 10.00 Uhr, St. Nikolai-Kirche, Reformationsplatz, Altstadt Spandau
Ökumenischer Gottesdienst - Gedenkgang
der Evangelischen und Katholischen Gemeinden in Spandau
Im Anschluss Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung „Abgefahren“ -
einem Projekt von Schülerinnen und Schülern der Martin-Buber-Oberschule und der Spandauer
Jugendgeschichtswerkstatt (JGW). In einem Bus, der ab 6. November ca. zwei Wochen lang
vor Spandauer Schulen Halt macht, wird eine Ausstellung zu den Geschehnissen der Pogromnacht gezeigt.

Gesamtprogramm der Veranstaltungen zwischen dem 26.10 und 03.12.2008
der AG Christen und Juden im Evangelischen Kirchenkreis Spandau:

Zum Vergrößern bitte Abbildung anklicken.

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9. 11., 13.00 bis 15.30 Uhr, BA Charlottenburg-Wilmersdorf:
Busrundfahrt zu Gedenkstätten und Tatorten der Pogromnacht.
Start und Ziel: Haus der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße 79/80.
Die Teilnahme ist kostenlos. aber nur nach Anmeldung im Büro der Bezirksbürgermeisterin
unter Tel 9029-12300 möglich.

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9.11., 14.00 bis 17.00 Uhr, Gedenkweg der Kirchen:
„Zeit vergeht - Verantwortung nicht“ - Schritt für Schritt ein Zeichen setzen
Beginn: 14.00 Uhr Rotes Rathaus
Grußwort: Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit;
Impulse: Bischof Dr. Wolfgang Huber und Georg Kardinal Sterzinsky
Stationen:
Berliner Dom - Szenischer Impuls: Ev. Schule Frohnau
St.Hedwigs-Kathedrale - Szenischer Impuls: Kath. Liebfrauenschule
Abschluss: 16.30 Uhr vor der Neuen Synagoge/Centrum Judaicum in der Oranienburger Straße
Begrüßung: Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
Siehe auch: www.gedenkweg2008.de

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9. 11., 16.00 Uhr, Tempelhof- Schöneberg:
„Vor aller Augen“ - Auftaktveranstaltung: Szenische Improvisationen nach authentischen Ereignissen
an Orten, die zu fragen zwingen: Was hätte ich getan? Was tue ich heute?
Beginn: Hof der Löcknitz-Grundschule, Gedenkstein, Münchener Straße/Westarpstraße, U-Bhf. Bayerischer Platz
 Gesamtprogramm (Veranstaltungen zwischen dem 4.11.2008 und 27.02.2009) zum download (2 MB)

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9.11., Pankow:
17.00 Uhr:
Andacht Herz Jesu Kirche,
anschl. bis 19.00 Uhr
Gedenkweg durch die Schönhauser Allee zur Gethsemanekirche,
ab 19.30 Uhr in der Gethsemanekirche
Gedenkkonzert mit dem Rundfunkchor Berlin,
Dirigent: Manfred Fabricius,
mit Werken von Lewandowski und Mendelssohn-Bartholdy
sowie Texten von Zeitzeugen des 9. November 1938.
Eintritt frei.

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9.11., 19.30 Uhr, Nikolaisaal Potsdam:
Schwarz bin ich - Konzert zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht

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9.11., 19.00 Uhr, Centrum Judaicum, Oranienburger Straße:
Aufführung eines Radiofeatures und Podiumsdiskussion

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9.11., 20,00 Uhr, Abflughalle Flughafen Tempelhof:

www.tuwas-berlin.de

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10.11., 16.30 Uhr:

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13.11., 19.00 Uhr, Berlin-Pankow,
ehem. Jüdischen Waisenhaus, Berliner Str. 120/121
(am U + S BHF Pankow):
IN EINE FREMDE WELT -
KINDERRETTUNGSAKTIONEN NACH DEN NOVEMBERPOGROMEN
Diskussion mit ZeitzeugInnen und Filmausschnitten zu den Kindertransporten

In den letzten neun Monaten vor dem Zweiten Weltkrieg organisierte Großbritannien nach den Novemberpogromen (Reichskristallnacht) eine beispiellose Hilfsaktion, bei der mehr als 10.000 jüdische und andere Kinder aus Deutschland, Österreich und der Tschechoslowakei in britische Pflegefamilien und Heime gebracht wurden.

Sie sollten später wieder mit ihren Eltern vereint werden, doch nur wenige haben ihre Familien wieder gesehen. Filmausschnitte dokumentieren diese unter dem Begriff Kindertransporte durchgeführte Aktion mit einer Fülle sorgfältig recherchierten Bildmaterials und zahlreichen Interviews mit geretteten Kindern, Rettern, Eltern und Pflegeeltern und zeigen, welche Spuren diese Aktion bei den Kindern hinterlassen hat.

Anschließend Diskussion mit den ehemaligen Kindertransportkindern
Dr. Inge Lammel und Alfred Fleischhacker

Kontakt: Iris Reuter, Tel. 325 35 197

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Erklärungen

Mit Bestürzung und Trauer
Gemeinsame Erklärung
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, und
des Vorsitzenden des Rates der EKD, Bischof Dr. Wolfgang Huber,
zum 70. Jahrestag der November-Pogrome
Denk an deine Gemeinde, Gott, die du vorzeiten erworben!
Deine Widersacher lärmten an deiner heiligen Stätte,
stellten ihre Banner auf als Zeichen des Sieges.
Sie sagten in ihrem Herzen: „Wir zerstören alles.“
Und sie verbrannten alle Gottesstätten ringsum im Land.
Wie lange, Gott, darf der Bedränger noch schmähen,
darf der Feind ewig deinen Namen lästern? (aus Psalm 74)

Der 9. November ist ein denkwürdiges Datum in der deutschen Geschichte. Im Jahre 1918 wurde an diesem Tag die Republik ausgerufen. Für uns Heutige ist vor allem der 9. November 1989 mit lebhaften Erinnerungen verbunden – der Tag, an dem die Berliner Mauer geöffnet und ein neues Kapitel der Freiheit und Einheit in Deutschland aufgeschlagen wurde. Im Jahr 2008 aber muss unser Blick sich in besonderer Weise auf die dunkelste Epoche unserer Geschichte richten. Während die Jahrestage 1918 und 1989 deutsche und europäische Aufbrüche der Freiheit und des Rechts symbolisieren, steht der 9. November 1938 für Hass und Gewalt, für Niedertracht und das Erblinden des Gewissens. Er war ein Widerruf jener Freiheitsversprechen, mit denen die erste deutsche Republik einst angetreten war, und bedeutete für die deutschen Juden, dass sie keine sichere Heimstatt im eigenen Lande mehr besaßen.

In den November-Pogromen von 1938 wurden wehrlose Menschen gedemütigt, gepeinigt und ermordet, Gotteshäuser geschändet und zerstört. Die schrecklichen Bilder von brennenden Synagogen haben sich in unser Gedächtnis gebrannt. Sie lehren auch heute: Wo es keinen Respekt vor dem Heiligen und dem für den menschlichen Zugriff Unverfügbaren gibt, dort gibt es auch keinen Respekt vor den Menschen.

Die Pogrome waren nicht nur bewusst geplant, sondern ihnen gingen auch Jahre der propagandistischen und politischen Vorbereitung voraus – eine Zeit der offenen antisemitischen Hetze, der systematischen rechtlichen Ausgrenzung, menschenverachtenden Diskriminierung und Verfolgung. Die November-Pogrome waren zugleich der Auftakt zum Holocaust, zu einer Epoche ungeahnter Zerstörung und Vernichtung, an deren Folgen Europa, die Welt und vor allem die jüdische Gemeinschaft noch heute zu tragen haben.

Unzählige Menschen sind Opfer des Nationalsozialismus geworden. Anlässlich der Pogrome des Jahres 1938 richtet sich unser Gedenken besonders auf die Juden, deren systematische Verfolgung und Ermordung ein beispielloses Menschheitsverbrechen darstellen. Ihr Leiden, ihre Einsamkeit und ihre Verzweiflung angesichts einer Gewaltmaschinerie, die mit Demütigung und Entrechtung begann und mehr und mehr von absolutem Vernichtungswillen angetrieben wurde, erfüllen uns mit Bestürzung und Trauer.

Die offen zur Schau gestellte Gewalt des November 1938 fand in der deutschen Bevölkerung weniger Rückhalt als die rechtliche Diskriminierung, der die Juden seit 1933 ausgesetzt waren. Doch es gab viel schweigendes Zuschauen und achselzuckendes Hinnehmen. Neben den Schlägern, Brandschatzern und Marodeuren sowie jenen, die ihnen verdeckt oder gar offen lebhaften Beifall zollten, gab es nicht wenige, die der Anblick des staatlich verordneten Terrors irritierte; eine grundsätzliche Erschütterung des Vertrauens in den nationalsozialistischen Staat war damit allerdings meist nicht verbunden. Und es gab auch die – gerade auch in den christlichen Kirchen –, die die Gewalttaten entschieden ablehnten, jedoch in Furcht und einem Gefühl der Ohnmacht verharrten. Aber es war auch die Stunde jener Wenigen, die den Zerstörungen Einhalt gebieten wollten und den Bedrängten Unterschlupf gewährten.

Als Christen und Kirchen erinnern wir uns dankbar des katholischen Priesters und Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg, der am Abend des 9. November 1938 öffentlich für die Juden und die nichtarischen Christen betete und dafür wegen volksfeindlicher Hetze angeklagt wurde. Seinen Weg an der Seite der Verfolgten hat er später mit dem Leben bezahlt. Ebenso berührt uns der Mut des evangelischen Pfarrers Helmut Gollwitzer, der in einer Predigt wenige Tage nach den Pogromen für die Verfolgten Stellung bezog und die Gemeinde in Berlin-Dahlem davon überzeugte, die Familienangehörigen inhaftierter Juden zu unterstützen. Das Zeugnis dieser und anderer Christen und Kirchenvertreter kann das Verzagen oder Versagen anderer nicht zudecken. Es erinnert uns immerhin daran, dass die Stimmen von Humanität und Nächstenliebe auch im Angesicht des schlimmsten Abgrundes der Unmenschlichkeit nie ganz verstummt sind.

Unsere Erinnerung an die Reichspogromnacht 1938 würde ins Leere laufen, wenn wir sie nicht mit der Frage nach der praktischen Solidarität verbänden, die wir den in unserer Zeit zu Unrecht Verfolgten und den Opfern von Gewalt schulden. Leider sind Antisemitismus und Rassismus auch heute nicht überwunden. Auch in Europa prägen Ausgrenzung und Diskriminierung den Alltag vieler Menschen. Die Sünde der Gleichgültigkeit gegenüber dem Leid der Anderen stirbt nicht aus. Allzu schnell legt sich der Schleier der Abgrenzung über unsere Augen und versperrt die Sicht auf das Antlitz des Nächsten. Jedem Menschen, gleich welcher Hautfarbe, Volkszugehörigkeit oder Religion, ist das Bild Gottes eingeprägt. Keiner darf preisgegeben werden. Davon in Wort und Tat Zeugnis abzulegen, sind wir als Christen in besonderer Weise gefordert. Die Erinnerung an die Schreckensnacht und ihre Folgen ist gerade auch heute, da die Zeitzeugen allmählich verstummen, von großer Bedeutung. Mahnt sie uns doch, alles zu tun, um eine Gesellschaft in Freiheit und gegenseitiger Achtung zu gestalten, die sich ihrer Verantwortung vor Gott und den Menschen stellt.

Quelle: http://www.dbk.de/aktuell/meldungen/01779/index.html

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Hinweise

Berliner Morgenpost, 28.10.2008
Jüdische Allgemeine, Nr. 45, 6.11.2008 - mit Beilage "Der 9. November"

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Israel gedenkt des Novemberpogroms

 Auch in Israel wird man des nationalsozialistischen Novemberpogroms („Kristallnacht“) gedenken, das sich in der Nacht vom Sonntag auf den Monat zum 70. Mal jährt. Im Vorfeld haben die Oberrabbiner Yonah Metzger und Shlomo Omar gemeinsam mit dem Minister Yitzhak Herzog eine Erklärung verfasst.
„Die Nazis haben sich das Ziel gesetzt, die Augen Israels zu verdunkeln und das ‚Licht der Welt’ auszulöschen, das Licht der Torah und des Gebets, das aus den Synagogen und Lehrhäusern hervorbrach – von dort erstrahlte das Licht der Heiligkeit und der Reinheit über die Welt.“
„Wir rufen hiermit das ganze jüdische Volk, in Israel und im Exil, dazu auf, die Kerzen aufzustellen und die Lichter in allen Synagogen und Lehrhäusern in der Nacht des 11. Marcheshvan zu entzünden, zum Gedenken und um auf ewig daran zu erinnern, dass wir nicht vergessen werden, wie sich die Söhne des Unrechts mit der Bosheit ihres Herzens und ihrer fürchterlichen Gewalt an uns vergangen haben.“
Im Jerusalemer Viertel Yemin Moshe wird vom Sonntag an für 12 Tage ein spezielles Veranstaltungsprogramm zum Thema angeboten, u. a. eine internationale Konferenz, auf der die historischen Hintergründe diskutiert werden sollen.
(Yedioth Ahonot, 06.11.08)

Yad Vashem stellt auf seiner Website wertvolles Dokumentationsmaterial zum Thema zur Verfügung: http://www1.yadvashem.org/exhibitions/kristallnacht/homepage.html

Quelle: Newsletter der Botsachaft des Staates Israel, 7.11.2008

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Deutsche Geschichte: 9. November
Informationen der

Der 9. November ist ein Datum, das für dramatische Umbrüche und Wendepunkte in der deutschen Geschichte steht. Die Ereignisse reichen von der emphatisch begrüßten Öffnung der Mauer im Jahr 1989 bis zu einem der schwärzesten Tage der Deutschen, den Judenprogromen 1938, grausamer Beginn der offenen Judenverfolgung und Auftakt des Holocausts.

Aus unserem Programm zu diesem Tag:
Hintergrund aktuell vom 6.11.2008:
Der 9. November in der deutschen Geschichte
www.bpb.de/themen/V8YTAG
 
9. November 1848:
Die Erschießung des Märzrevolutionärs Robert Blum in Wien
Revolution von 1848, [2006], (Bestellnummer 4265)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/01541471548432576123093477837078

Online-Dossier: Von der Paulskirche bis zur Verfassung von 1871
www.bpb.de/themen/9HFAFS
9. November 1918: Abdankung des Kaisers und Ausrufung der Republik
Weltkrieg und Revolution 1914-1918/19, [2008], (Bestellnummer 1710)
www.bpb.de/publikationen/X657D7
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC

 
9. November 1918:
Novemberrevolution - Ausrufung der ersten deutschen Republik
www.bpb.de/themen/V8YTAG

 

9. November 1923:
Hitler-Ludendorff-Putsch in München

Nationalsozialismus I, [2003], (Bestellnummer 4251)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/08088896480389708701525882301191
Weimarer Republik, [2003], (Bestellnummer 4261)
Informationen zur politischen Bildung
www.bpb.de/publikationen/P8C5HC
 
9. November 1938:
Die Progromnacht markiert den Beginn der gewaltsamen Judenverfolgung
Online-Dossier: Ausbau des Führerstaates
www.bpb.de/themen/IHKOR2
Nationalsozialismus, [2007], (Bestellnummer 7714)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/NDJZ93
Das Dritte Reich und die Juden, [2007], (Bestellnummer 1565)
www.bpb.de/publikationen/RMR7Z4
„Davon haben wir nichts gewußt“, [2006], (Bestellnummer 1557)
www.bpb.de/publikationen/R1ING2< /FONT>
 
9. November 1967:
Mit „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“ entstand das Bild der 68er
Online-Dossier: Die 68er-Bewegung
www.bpb.de/themen/UEZYL5
1968, [2008], (Bestellnummer 7814)
Aus Politik und Zeitgeschichte
www.bpb.de/publikationen/SDDOVV
Jugendrevolte und globaler Protest 1968, [2008], (Bestellnummer 1699)
www.bpb.de/publikationen/YZZ074
 
9. November 1989:
Nach 28 Jahren öffnet die DDR die Berliner Mauer
Homepage Chronik der Mauer
www.chronik-der-mauer.de
Online-Dossier: Kontraste - Auf den Spuren einer Diktatur (auch als DVD)
www.bpb.de/themen/JIRGFC
Die Berliner Mauer – The Berlin Wall, [2007], (Bestellnummer 3968)
Zeitbilder
www.bpb.de/publikationen/JUVV4V
 
Überblicke über die deutsche Geschichte
Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart, [2006], (Bestellnummer 1523)
www.bpb.de/publikationen/WO8UFR
Schlaglichter der deutschen Geschichte, [2003], (Bestellnummer 1402)
www.bpb.de/publikationen/09848579163417402914678176196581
Das Jahrhundert der Bilder, [2008], (Bestellnummer 1734)
www.bpb.de/publikationen/X1U1U9
 

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Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V. 
Laubenheimer Straße 19, 14197 Berlin - Tel.: 8216683 Fax: 82701961
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