VERANSTALTUNGEN
WÄHREND DER WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT

14. - 21. März 2004

Samstag  13. März 2004,    19:30 Uhr    Wizo-Kunstauktion
Sonntag   14. März 2004,  10 - 19 Uhr    Basar-Eröffnung    
Montag     15. März 2004,  13 - 18 Uhr    Best of the Rest
               Veranstaltung der "Wizo-Berlin" e.V.
               Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstr. 79/80, 10623 Berlin-Charlottenburg

Wizo-Basar
Wohltätigkeitsbasar
Unter der Schirmherrschaft von:
Christina Rau, Gattin des Bundespräsidenten
Karin Schubert, Bürgermeisterin von Berlin
 und Senatorin für Justiz
Shimon Stein, Botschafter des Staates Israel
Wizo-Basar


Sonntag   14. März 2004
10:00-  Veranstaltung der Volkshochschule Spandau
15:30   Haus der Volkshochschule, Kirchgasse 3, 13597 Berlin-Spandau

Dipl.-Psych. Danica Kranjc
MIT KONFLIKTEN PRODUKTIV UND KREATIV UMGEHEN
Workshop
Siehe Programmhinweis vom 11. März

Voranmeldung in der Volkshochschule erforderlich, Tel: 33 03 50 00

Eintritt: 22 € / ermäßigt 13 €


Sonntag   14. März 2004          www.berlin-judentum.de
13:00  Veranstaltung von berlin-judentum.de
          Start: Haus Ungarn, Karl-Liebknecht-Str. 9 (gegenüber Marienkirche) 10117 Berlin-Mitte

Iris Weiss
ZEDAKAH - JÜDISCHE SOZIALARBEIT
zwischen koscherer Volksküche und Arbeiterfürsorgeamt
Stadtrundgang

Wohltätigkeit (Zedakah) hat eine lange Tradition im Judentum. Zedakah gleicht natürliche oder soziale Benachteiligungen aus, um Leben zu entfalten und gestalten. Im Laufe der Geschichte entstand auch in Berlin ein Netz vielfältiger sozialer Hilfsangebote. Manche dieser Einrichtungen praktizierten schon vor dem 2. Weltkrieg Konzepte, die erst lange danach unter moderneren, klangvollen, sozialpädagogischen Namen bekannt wurden (z.B. Reformpädagogik, altersübergreifende Erziehung, Familiengruppen, Jugendberufshilfe ...). Diese Konzepte wurden in den siebziger Jahren als der letzte Schrei aus Amerika im Rahmen sozialpädagogischer Studiengänge verkauft (Casework, Groupwork, Communitywork d.h. soziale Einzelhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit). Was verschwiegen wurde und wird: In Wirklichkeit handelt es sich um Re-Importe von jüdischen Emigranten, die ihre Konzepte aus Deutschland mitnahmen und in Amerika oder Israel weiterentwickelten.

Folgende Einrichtungen werden vorgestellt:
Das Volksheim, die jüdische Bahnhofshilfe, das Kinderheim AHAWAH, das erste Altersheim, das Arbeiterfürsorgeamt der jüdischen Organisationen, die Jugendalijah-Schule (Auswanderungsvorbereitung), die erste Krankenpflegeausbildungsstätte, Heime des jüdischen Frauenbundes, die jüdische Winterhilfe, das israelitische Heimathaus ...
Der Rundgang ist zeitlich und örtlich so angelegt, daß die Eröffnungsveranstaltung zur Woche der Brüderlichkeit gut erreicht werden kann.
Dauer: 2 Stunden

Kosten: 9,50 € / ermäßigt 7,50 €


Sonntag  14. März 2004          www.bamah.de
19:00  Veranstaltung von BAMAH Jüdisches Theater Berlin
          Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin-Wilmersdorf

Ensemble des BAMAH
SHABAT SHALOM
Shabat Shalom - so begrüßt eine jüdische Familie den Freitagabend. Zur Freude am Shabat - oneg shabat - gehört das Anzünden der Shabatkerzen, der Segen (kiddush) über den Wein und vor allem ein festliches Mahl, an dem die ganze Familie und ihre Gäste teilnehmen. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, solch einen Freitagabend bei einer jüdischen Familie zu verbringen und ein Stück jüdisches Brauchtum kennenzulernen. Ein Abend voller Musik und Gesang - von Klezmermusik bis zu traditionellen und religiösen jüdischen Liedern, Geschichten, jiddischem Humor und mit Spezialitäten der israelischen Küche. Unter Mitwirkung des Berliner Kantors Lazlo Pasztor.

Information und Kartenbestellung unter Tel: 251 10 96

Eintritt: 24 €

Shabat Shalom
   Foto: BAMAH Theater

  


Montag  15. März 2004
15:00- Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerkes -
17:00  Pädagogisch-Theologisches Institut
          Käthe Kollwitz Museum, Fasanenstraße 24, 10719 Berlin-Charlottenburg

Michael Juschka
MENSCHEN SCHÜTZEN VOR DEM TOD !
Käthe Kollwitz' Protest gegen das Leid

Käthe Kollwitz sah die Macht des Todes im sozialen Elend von früher Kindheit an. Ihr Leiden an sozialer Ungerechtigkeit, die Erfahrungen des Todes in der eigenen Familie verarbeitete sie in ihrem Werk mit universaler Bild-Sprache und gab ihm Tiefe über die Generationen hinweg. Ausgewählte Arbeiten der Künstlerin werden vorgestellt und können eine Begegnung ermöglichen.

Eintritt: 5 € (Gruppenpreis möglich)



Montag  15. März 2004
19:30  Veranstaltung der Arbeitsgruppe "Christlich-Jüdischer Dialog"
          des Diözesanrates der Katholiken im Erzbistum Berlin
          Berhard-Lichtenberg-Haus, Hinter der Katholischen Kirche 3,  10117  Berlin-Mitte

Dr. Manfred Deselaers
CHRISTLICH-JÜDISCHER DIALOG AN DER SCHWELLE VON AUSCHWITZ
Erfahrungen in Oswiecim
Vortrag und Gespräch
Moderation: Bernd Streich, Vorsitzender der AG Christlich-Jüdischer Dialog

Auschwitz ist vorbei. Manche Menschen haben aber heute noch Angst, sich dem Thema zu stellen, andere suchen Entlastung durch Ausweichthemen. Auschwitz bleibt aktuell.

Manfred Deselaers (katholischer Priester des Bistums Aachen) arbeitet seit 13 Jahren im "Zentrum für Dialog und Gebet" am Rande von Auschwitz.
Er sagt: "Die Erfahrung von Auschwitz soll uns nicht krank, sondern menschlicher machen."
Auschwitz - oder Oswiecim: ein Lernfeld für Menschlichkeit?

Deselaers promovierte in Krakau mit einer Doktorarbeit über das Thema "Gott und das Böse im Hinblick auf den SS-Komandanten von Auschwitz, Rudolf Höss". Die Arbeit ist unter dem Titel "Und Sie hatten nie Gewissensbisse?" im Leipziger St. Benno-Verlag veröffentlicht worden.

Informationen unter Tel: 400 04 60 (Diözesanrat)

Keine Anmeldung erforderlich



Montag  15. März 2004
20:00  Veranstaltung der Ev. Philippus-Nathanael Kirchengemeinde
          Gemeindehaus Stierstraße 17/19, 12159 Berlin-Friedenau

Ingrid Schmidt und Helmut Ruppel
JUDASKUSS - JUDASLOHN - JUDASFRAUEN
Der Jünger ohne Heiligenschein - Die Geschichte einer Verkennung

Mit dem Namen "Judas" erscheint unauflöslich der "Verrat" verbunden zu sein. Verfluchung, Verspottung, Verkennung, Verunglimpfung folgen unmittelbar hinterdrein, in Theologie, Literatur und bildender Kunst. Wird das bei aufmerksamer Wahrnehmung der neutestamentlichen Überlieferungstraditionen vom Text her gedeckt? Ob hier eine deutliche Selbstkorrektur unserer Sicht- und Redeweisen wartet?

Eintritt frei



Dienstag  16. März 2004          www.renaissance-theater.de
20:00  Veranstaltung des Renaissance-Theater Berlin
          Hardenbergstr. / Ecke Knesebeckstr., 10623 Berlin-Charlottenburg

Else-Lasker-Schüler
DIE REISE NACH JERUSALEM
Ein inszeniertes Porträt mit Angela Winkler

Else Lasker-Schüler liebte die Verwandlung, die Fantasien, sah sich selbst gern als Prinz von Theben. Ihr Stück "DIE WUPPER" erlebte vor einigen Jahren eine überraschende Renaissance auf deutschen Bühnen. Vielleicht führte dies auch zu einer ersten intensiven Begegnung Angela Winklers mit der Dichterin, als sie in den 70er Jahren in Luc Bondys Inszenierung dieses Stückes an der Berliner Schaubühne am Halleschen Ufer spielte.
Angela Winkler ist Else Lasker-Schüler in "DIE REISE NACH JERUSALEM". Aus Gedichten, Briefen, Erzählungen, dramatischen Passagen und autobiografischen Notizen entwarf Brigitte Landers das szenische Porträt der Dichterin.
Regie: Brigitte Landers, Bühnenbild u. Kostüm: Wigand Witting
Weiterer Termin: 21. März

Anmeldung ab sofort, Karten unter Tel: 312 42 02

Eintritt: 11 € bis 27 €



Dienstag  16. März 2004
20:00  Veranstaltung der Ev. Trinitas-Kirchengemeinde
          Gemeindehaus der Trinitatisgemeinde, Leibnizstraße 79, 10625 Berlin-Charlot.

Dr. Dietmar Pertsch
"MEIN TATE DER ROW UND MEINE MAME DIE REBEZN"

Zum 100. Geburstag des berühmten Erzählers Isaac B. Singer hat Dr. Dietmar Pertsch eine Monographie über den jiddischen Nobelpreisträger (Literatur) vorgelegt. Aus dem großen Schatz des literarischen Schaffens wird ein spezifischer und liebenswerter Aspekt vorgestellt: Die Erinnerung an die Warschauer Kindheit. Die Prägung durch den Vater, einen Rabbiner, und die Mutter, eine lebenskluge Lenkerin der Familiengeschicke, nehmen im Werk Singers eine Schlüsselrolle ein.

Eintritt frei


 

 

Klaus Steack
Mittwoch  17. März 2004
18.00 Veranstaltung des Anti-Kriegs-Museum e.V.
         Brüsseler Str. 21, 13353 Berlin-Wedding

Prof. Dr. Klaus Staeck
"GIB UNS UNSER TÄGLICH GIFT"
Umwelt auf den Prüfstand

Die Umweltproblematik ist eines der zentralen Themen in Staecks Plakaten. Die Adressaten seiner Botschaften sind die Entscheider in Politik und Wirtschaft sowie der einzelnen Bürger. Wenn der Satz von der Verantwortung für die künftigen Generationen nicht zum Lippenbekenntnis verkommen soll, benötigen wir ein ernsthaftes Umdenken in der Politik, aber auch im Konsumverhalten des mündigen Bürgers.
Foto: Anti-Kriegs-Museum

Keine Anmeldung erforderlich

Eintritt frei



Mittwoch 17. März 2004
20:00  Veranstaltung des Evangelischen Bildungswerkes - Pädagogisch-Theologisches Institut
           Haus der Kirche, Goethestraße 26, 10625 Berlin-Charlottenburg

Prof. Dr. Wolfgang Wippermann
VON MOSES BIS LENIN - WIE JÜDISCH WAR DER BOLSCHEWISMUS ?
Gesprächsleitung: Helmut Ruppel

"Der Bolschewismus von Moses bis Lenin" - hieß das 1924 veröffentlichte Buch über ein "Zwiegespräch mit Adolf Hitler" und dessen Mentor Julius Eckart über die diabolisch-revolutionäre Rolle der Juden in der Weltgeschichte. Insbesondere seien sie für die bolschewistische Revolution verantwortlich! 1925 rief Hitler zum "Kampf gegen den Marxismus sowie den geistigen Träger dieser Weltpest und Seuche, den Juden", auf.
Wer hat diesen antisemitisch-antikommunistischen Stereotyp entwickelt und verbreitet? Wie "jüdisch" war der Bolschewismus wirklich?

Eintritt frei



Mittwoch 17. März 2004
19:30- Veranstaltung der Volkshochschule Spandau
21:00  Haus der Volkshochschule, Kirchgasse 3, 13597 Berlin-Spandau

Dr. Alexander Reynolds
GEDANKEN ÜBER EINE SCHWIERIGE BEZIEHUNG
Einzelvortrag über das Verhältnis von Juden und Christen

Im heutigen Europa muss sich die Frage nach dem Verhältnis zwischen Juden und Christen auf andere Weise stellen als vor hundert Jahren. In den Sprachen und Kulturen Deutschlands, Polens und anderer mitteleuropäischer Länder einst mehr zu Hause als irgendwo sonst auf der Welt, muss der jüdische Mensch diesen heute bestenfalls tief ambivalent gegenüberstehen.
Der Vortrag stellt die Frage: wie tief in jener "Christenheit", die Novalis einst dem Begriff "Europa" gleichgesetzt hat, liegen die Wurzeln dieser tragischen Wende in einer Jahrhunderte lang gemeinsam erlebten Geschichte? Haben die, die Schuld waren am blutigen Ende der jüdisch-christlichen Zivilisation Mitteleuropas, trotz ihrer Abschwörung des Christentums, doch letzten Endes als dessen Kinder gehandelt? Und was bedeutet es dann heute noch, Christ zu sein? Indem er diese Fragen vom Gesichtspunkt der Religionskunde behandelt, stellt dieser Vortrag zugleich eine Einführung in das anschließende allgemeinere Seminar "Judentum-Christentum-Islam" dar.

Weitere Termine: mittwochs 24. März - 5. Mai 2004
Voranmeldung in der Volkshochschule erforderlich, Tel: 33 03 50 00

Eintritt: 3,50 € / ermäßigt 1,75 €


Mittwoch      17. März 2004          www.theater-im-palais.de
Donnerstag  18. März 2004
jeweils Veranstaltung des theater im palais
20:00   Am Festungsgraben 1, 10117 Berlin-Mitte

"JUD SÜß"
Theaterstück nach Lion Feuchtwanger, Buch und Regie: Barbara Abend

Der Jude Joseph Süß Oppenheimer - Finanzgenie und Finanzberater des 18. Jahrhunderts - verschaffte dem Herzog von Württemberg das nötige Geld für seine üppige Hofhaltung und die Durchsetzung seiner Macht. Aber Süß genoß das ausschweifende Leben und diese Macht auch selbst, geriet in ihr Räderwerk, wurde angeklagt und in einem eisernen Käfig erhängt.
Wieso war der Jude schuld, wo es so viele Schuldige gab?
So befragt das Theaterprojekt "Jud Süß", unterschiedliche Interpretationen und Geschichtsdokumente einbeziehend, ein historisches Ereignis, das zeigt, wie Judenhaß und Machtmißbrauch bis auf den heutigen Tag instrumentalisiert werden können.
Gabriele Streichhahn, Carl Martin Spengler, Jens-Uwe Bogadtke (v.l.n.r.) 
Jud Süß
Foto: Andreas Kämper

Kartenreservierung unter Tel: 201 06 93

Eintritt: 17 € / ermäßigt 13 € (Senioren, Arbeitslose), 8 € (Studenten, Schüler)

Donnerstag  18. März 2004          www.berlin-judentum.de
20:00  Veranstaltung vom berlin-judentum.de
          Buch- und Spielhandlung Tabularium, Krausnickstr. 23, 10117 Berlin-Mitte

Iris Weiss
"GEH NICHT IN DIE MIKWE" - JUDENTUM IM KRIMI
Lesung und Gespräch

Anhand eines Krimis von Faye Kellerman läßt sich die Rolle des rituellen Tauchbads im orthodoxen Judentum erschließen als ein traditioneller Frauenort. Schon in der Handlung angelegt sind neuere Entwicklungen im liberalen Judentum der letzten zwei Jahrzehnte, wo Frauen z.B. alternative Heilungsrituale entwickeln (z.B. nach Fehlgeburten) und die ursprüngliche Bedeutung dieses Ortes für sich neu definieren und erweitern. Dies wird durch einige Gedichte in denen zeitgenössische Frauen ihre persönliche Erfahrung mit der Mikwe thematisieren, erschlossen.
Dauer: 1 1/2 - 2 Stunden

Eintritt: 4 € / ermäßigt 3 €



Freitag  19. März 2004
18:00 Veranstaltung der Initiative Gattel-Stiftung,
          Verein Nachbarschaftshaus Prinzenallee, Veranstaltungshalle/ Cafe Esscapade,
          Prinzenallee 58, 1. Hof rechts, Berlin-Neukölln

Anlässlich des Mottos der Woche der Brüderlichkeit "Verantwortung: ich-du-wir"
NEUE BÜRGERSTIFTUNGEN FÜR BERLIN
Am Beispiel Berlin-Mitte

18:00 Uhr: Die Gattel-Stiftung, Albert Reinhardt
Beschreibung des geschichtlichen Hintergrunds und des aktuellen Stands der Dinge seit der Grüngungsveranstaltung am 1.Oktober 2003.

18:30 Uhr: Die Bürgerstiftung Dresden, Winfried Ripp
Am 16. Mai erhielt die Bürgerstiftung Dresden den deutschen Stifterpreis. Der Preis wird für vorbildliche Stiftungsarbeit in Deutschland verliehen und gilt als einer der ehrenvollsten Preise im Stiftungssektor.

19:00 Uhr: Podiumsdiskussion
Chancen und Möglichkeiten einer Bürgerstiftung für die Bürger in Berlin-Mitte

Weitere Informationen bei Albert Reinhardt unter: 436 29 74
albert-reinhardt@psi-21.de



Sonntag 21. März 2004          www.renaissance-theater.de
18:00 Veranstaltung des Renaissance-Theater Berlin
Hardenbergstr./ Ecke Knesebeckstr., 10623 Berlin-Charlottenburg

Else Lasker-Schüler
DIE REISE NACH JERUSALEM
Ein inszeniertes Porträt mit Angela Winkler

Siehe Programmhinweis vom 16. März 2004
Karten unter Tel: 312 42 02

Eintritt: 11 € bis 27 €