VERANSTALTUNGEN
DER GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT IN BERLIN e.V.
ZUR WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT 2004
Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin, Tel.: 821 66 83
gcjz.berlin@t-online.de - www.gcjz-berlin.de

Sonntag  7. März 2004          www.gcjz-berlin.de
15:00-  Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
18:00   in Kooperation mit der Kopernikus-Oberschule, Lepsiusstr. 24-28
           Mehrzweckraum der Schule, Eingang: Treitschkestr., 12163 Berlin-Steglitz

Nicolai Orschmann
Begegnung im Tanz - Multi-Kulti in der Berliner Schule
Workshop

Die Teilnehmer tanzen gemeinsam mit der Tanzgruppe Ha´Rimon der Kopernikus-Oberschule einfache Folkloretänze aus vielen Ländern (Israel, Griechenland, Rußland, Rumänien, USA, u.a.). Die Tänze werden von Gruppenleiter Nicolai Orschmann ausführlich erklärt und intensiv eingeübt.

Eine Musikkassette oder CD mit einstudierten Tänzen und Tanzbeschreibungen kann während der Veranstaltung zum Selbstkostenpreis erworben werden.
Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene,
ältere und jüngere Menschen

Anmeldung unter Tel.: 821 66 83

Teilnehmerbeitrag: 6 € / ermäßigt 4,50 €
Orschmann-Tanz
Workshop: Begegnung im Tanz


 

 

 
Inge Deutschkron

Dienstag  9. März 2004          www.gcjz-berlin.de
17:00  Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
          Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, Rosenthaler Str. 39, 10117 Berlin-Mitte

Inge Deutschkron
Otto Weidt - ein stiller Held
Zeitzeuginnenbericht und Führung durch die Ausstellung

Inge Deutschkron, Autorin (u.a. "Ich trug den gelben Stern"), stellt Otto Weidt vor. Unerschrocken hat er während der Herrschaft der Nationalsozialisten ihr und vielen anderen Juden das Leben gerettet.
In dem Theaterstück "Ab heute heißt du Sara" wird ihre Familiengeschichte erzählt und ihm damit ein Denkmal gesetzt. Die Dauerausstellung "Blindes Vertrauen" in der nach ihm benannten Blindenwerkstatt und die Gründung des Vereins zum Erhalt dieses Museums sind Inge Deutschkrons Dank für ihr Überleben.

Anmeldung unter Tel: 821 66 83 (begrenzte Teilnehmerzahl)

Beitrag für die Führung: 1,50 €


Mittwoch 31. März 2004          www.gcjz-berlin.de
19:00 Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
Stiftung Neue Synagoge Centrum Judaicum
Oranienburger Str. 29, 10117 Berlin-Mitte

Claudia Dantschke
Antisemitismus im politischen Islam
Vortrag und Diskussion

Der Islamismus bzw. politische Islam ist eine Ideologie, also das Konzept einer Gesellschaftsordnung, deren politische, wirtschaftliche, soziale, juristische, religiöse und kulturelle Grundlage der Islam bildet.

Nach dem Niedergang des Sozialismus/Kommunismus sieht sich nun das "islamische" Gesellschaftsmodell als einzige Alternative zum Weltmachtsstreben unter Führung der USA. Neben den USA sind es für die Regimes in den Ländern mit mehrheitlich muslimischer Bevölkerung insbesondere "die Juden", die in nahezu allen islamistischen Strömungen als Feindbild herhalten müssen. Der Antisemitismus ist ein wesentlicher Bestandteil des Islamismus.

Europäische antisemitische Stereotype, wie die "jüdische Weltverschwörung" oder der "Jude als die Inkarnation des Bösen", vermischen sich mit einem auch in islamischen Quellen zu findenden religiös begründeten Antisemitismus und finden in Israel ihre propagandistische Projektionsfläche. Nur eine differenzierte Analyse der einzelnen Akteure und ihrer Gesellschaftskonzepte ermöglicht es, legitime Kritik an der israelischen Politik von antisemitischer Stimmungsmache unterscheiden zu können. Der Antisemitismus und aktuell auch der Antiamerikanismus sind essentielle Elemente des Islamismus geworden. Sie haben im Kern nichts mit dem Kolonialismus, Israel oder mit der us-amerikanischen Dominanz in der Welt nach 1945 zu tun. Dennoch vermögen die Islamisten daraus ihr propagandistisches Kapital zu schlagen.

Claudia Dantschke betreibt AYPA-TV auf dem Spree- bzw. Mischkanal (laut Guiness-Buch der Rekorde der kleinste Fernsehsender der Welt). Sie ist fest angestellt beim ZDK Institut (Zentrum demokratische Kultur) der RAA (Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen), wo sie Extremismus bei Türken und Islamisten untersucht. Die erarbeiteten Unterlagen werden auch der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Anmeldung unter Tel.: 821 66 83 / gcjz.berlin@t-online.de
Bitte planen Sie Zeit für die Sicherheitskontrollen ein.

Eintritt frei


 

 

 

Isaac B. Singer
Isaac B. Singer
Foto:
Nancy Crampton
 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag  1. April 2004          www.gcjz-berlin.de
19:00 Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
In Kooperation mit der Evangelischen Akademie, Französische Friedrichstadtkirche
Gendarmenmarkt 5, 10117 Berlin-Mitte

Dr. Dietmar Pertsch, Seminardirektor a.D.
"Meine Glaubenshaltung ist eine rebellische"
Zum 100. Geburtstag des jiddischen Nobelpreisträgers Isaac B. Singer

Am 14. Juli 2004 wäre der 1991 gestorbene Schriftsteller Isaac Bashevis Singer 100 Jahre alt geworden. Der in Polen geborene Rabbinersohn, der noch in seiner Heimat zu schreiben begonnen hatte, war im Alter von dreißig Jahren in die USA emigriert, wo er zum wohl berühmtesten jiddisch schreibenden Autor des 20. Jahrhunderts wurde. In 14 Romanen und über 300 Erzählungen ließ er die Welt des polnischen Judentums vor der Schoah und seiner nach Amerika ausgewanderten bzw. vor Hitler geflohenen Landsleute wieder erstehen. 1978 erhielt er den Nobelpreis für "seine leidenschaftliche Erzählkunst, die in der Tradition der polnisch-jüdischen Kultur verwurzelt ist."

Singers Geschichten über die ausgelöschte Welt des polnischen Judentums, seine Erzählungen sowohl über das Schtetl in Polen und das jüdische Viertel in Warschau als auch über die Sehnsüchte seiner in Amerika heimisch gewordenen polnischen jüdischen Figuren bezeugen die meisterhafte jiddische Erzählkunst des Autors.

Im Mittelpunkt des Vortrags werden die Wandlungen in Singers Gottesbild und damit vor allem seine Geschichten von Glauben und Zweifel stehen.

Dr. Dietmar Pertsch ist als Literaturwissenschaftler und Mediendidaktiker vor allem durch Veröffentlichungen zum deutsch-jüdisch-polnischen Verhältnis hervorgetreten; zuletzt: Isaac B. Singers Geschichten über die ausgelöschte Welt des polnischen Judentums, Hamburg: Krämer-Verlag 2003.

Programm:
Begrüßung
Biographische Einleitung mit Singer-Fotos und einem Filmausschnitt
Vortrag: "Meine Glaubenshaltung ist eine rebellische"
Lesung aus bisher in deutscher Sprache unveröffentlichten Singer - Erzählungen

Die Programmteile werden durch frühe Klezmer-Musikaufnahmen gegliedert

Foto in: Dietmar Pertsch, Isaac B. Singers Geschichten über die ausgelöschte Welt des polnischen Judentums, Hamburg 2003 (Reinhold Krämer Verlag)

Keine Anmeldung erforderlich, Eintritt frei