VERANSTALTUNGEN
ZUR EINLEITUNG DER WOCHE DER BRÜDERLICHKEIT


Mittwoch 20. Februar 2002
18:00  Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule
           Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstr. 79, 10623 Berlin-Charlottenburg
           Veranstaltungsreihe: Das "Who was Who" der halachischen Tradition

Peter Ambros
Der Talmud - Köpfe und Gesichter
Rabbi Simeon bar Jochai - der Gewährsmann für künftige Schwärmerei

Die Halachah ist eine seit zweitausend Jahren wachsende Sammlung von Anweisungen zum richtigen jüdischen Leben. Warum und wie sie entstanden ist soll dieser Zyklus beleuchten. Er ist der Versuch, die Konturen der Gesichter von Männern nachzuzeichnen, die während der ersten dreihundert Jahre entscheidende Weichen gestellt haben. Wir finden in den Büchern der Überlieferung - Talmud, Mischnah, Tosefta und in den Midraschim - nicht nur ihre Namen, sondern oft auch Geschichten und Geschichtchen, die es uns erlauben, sie als Menschen mit ihren kleinen Schwächen kennenzulernen. Dieser Blick kann helfen, die Vielfalt der halachischen Grundlagen zu begreifen, die im Widerstreit der Positionen entstanden sind, aber auch die Beweggründe, nach denen aus judäischen Handwerkern eine neue, auf der Welt einmalige, berufliche Gattung hervorgegangen ist - die des gesetzgebenden Schriftgelehrten. Die Epoche, um die es hier geht, erstreckt sich von der Zeit um die Wende der Zeitrechnungen bis etwa zum Jahr 300.

(Weitere Termine: 28. 2. - Rabbi Juda der Fürst / Der Dachdecker;
6.3. - Raw und Samuel / Das neue Dach und seine tragenden Säulen)

Peter Ambros, geb. 1948 in Trnava (Tschechoslowakei / Slowak. Republik) ist Autor, Historiker, Judaist und Übersetzer. Von 1986 bis 1998 verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Nebenher freie publizistische Tätigkeit. Von 1999 bis 2001 Fachdirektor am Prager Jüdischen Museum und regelmäßige Vorlesungen am Institut für Judaistik der Universität Bratislava.

Eintritt: 3 €

Ambros



Donnerstag 21. Februar 2002
20:00   Gemeinschaftsveranstaltung der Jüdischen Volkshochschule
           und der Buchhandlung Starick
           Buchhandlung Starick, Breite Straße 35-36, 14199 Berlin-Schmargendorf

 
 

Barbara Stang  
Barbara Stang


Detlef Bluhm
Detlef Bluhm

Detlef Bluhm
Der Zug nach Wien
Lesung - Es lesen: Barbara Stang und der Autor

Der Roman erzählt die Geschichte von Paul Singer, der im besetzten Budapest seine Familie verliert und gut fünfzig Jahre später nach Berlin kommt, um sich an den Schuldigen von damals zu rächen. Nachdem 1944 die Nazis Ungarn besetzt haben, soll ein von der SS geforderter Judenrat die Aufgabe übernehmen, die Namen und Besitzverhältnisse aller Juden Ungarns offenzulegen und aufzulisten. Zum Judenrat gehört auch Paul Singer, der weiß, dass nur einige wenige von ihnen der Deportation nach Auschwitz entgehen können. Eva, die hochschwangere Frau Paul Singers, soll mit dreitausend anderen Juden ins neutrale Ausland gebracht werden. Doch nachdem der Zug den Bahnhof von Budapest verlassen hat, wird er von dem SS-Scharführer Werner Krumey nach Auschwitz umgeleitet. Nach dem Krieg arbeitet Singer für den israelischen Geheimdienst. Er will die Schuldigen finden, die auch seine Frau und das ungeborene Kind auf dem Gewissen haben. Im Juni 1999 stößt er in Berlin auf eine Spur...

Detlef Bluhm, 1954 in Berlin geboren, arbeitete als Buchhändler, Verlagsvertreter und Verleger. Seit 1992 ist er Geschäftsführer des Verbandes der Verlage und Buchhandlungen Berlin-Brandenburg.

Barbara Stang, 1959 in Hildesheim geboren, ist seit 1995 Pressesprecherin und Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der AUFBAU-Verlagsgruppe in Berlin.

Eintritt: 5 € / ermäßigt 3 € 


Freitag   22. U. Sonnabend 23. Februar 2002
20:00     Veranstaltung der Jüdischen Theaterbühne BAMAH
             Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin-Wilmersdorf, Tel: 251 10 96

Nifim Aloni, Israel
Die Braut und der Schmetterlingsfänger (Premiere)
Farce

Das ungewöhnliche Treffen zwischen der ihrer Hochzeit entflohenen Braut Mie und dem Schmetterlingsfänger Götz, der nie einen Schmetterling fängt.

Cornelis Kurth:   Mie die Braut
Hannes Ducke:   Schmetterlingsfänger
Regie und Bühnenbild: Dan Lahav

(Weitere Termine am 2.3, 9.3, 15.3, jeweils um 20 Uhr und am 24.3 um 19 Uhr)

Eintritt: 15,50 € / ermäßigt 12,50 €
  
 


Sonntag  24. Februar 2002
19:00     Veranstaltung der Jüdischen Theaterbühne BAMAH
             Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin-Wilmersdorf, Tel: 251 10  96

Isaac Bashevis Singer
A Massel, dass es sie gibt
Szenische Lesung über die Frauen im Leben des Schriftstellers.

Fortsetzung des beliebten ersten Teiles "Massel und Schlamassel".

Manfred Klos: Isaac Singer
Uwe Streibel: Klavier
Buch und Regie: Dan Lahav

Eintritt: 15,50 € / ermäßigt 12,50 €

   


Montag   25. Februar 2002
19:45     Veranstaltung der City Volkshochschule Mitte
             Antonstr. 37, 13347 Berlin-Mitte

Zur Bedeutung von Liebe und Sexualität in den Weltreligionen
Vortragsreihe mit Diskussion

Dr. Sylvia Powels-Niami - Judentum

In der Sexualität liegt das menschliche Leben begründet, von Liebe wird das menschliche Zusammenleben getragen. Die heutigen Erscheinungsformen von Liebe und Sexualität in verschiedenen Kulturkreisen können nur als Ergebnis religiös geprägter Grundanschauungen und gesellschaftlich relevanter Entwicklungen wie z.B. der fortgeschrittenen wissenschaftlichen Durchdringung und der sexuellen Aufklärungswelle der 60er Jahre verstanden werden. Welche Wandlungen der Grundanschauungen sind im Laufe der Zeit eingetreten? Wie stark sind die Spannungen zwischen Orthodoxie und liberalen Auffassungen? Wie ist das Verhältnis von Liebe und Sexualität in den einzelnen Religionen zu bestimmen? Diese und weitere Fragen wollen wir in der Frühjahrsvortragsreihe untersuchen und diskutieren.

(Weitere Termine: 4.3. - Christentum, 11.3. - Islam)

Anmeldung unter Tel: 2852 8914 / 4575 7424

Eintritt: 3,50 €
  



Dienstag   26. Februar 2002
20:00    Veranstaltung der Akademie der Künste
            Hanseatenweg 10, 10557 Berlin-Tiergarten, Tel: 390 76 - 0

Reihe: Historische Vorträge

Prof. Dr. Mark Roseman, University of Soutampton
Mordbeschluss mit anschließendem Frühstück?
Das Rätsel der Wannsee-Konferenz am 20. Januar 1942

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz, Zentrum für Antisemitismusforschung,
Technische Universität Berlin

(Weitere Termine: 12.3., 2.4. und 16.4.)

Eintritt frei   
  



Mittwoch   27. Februar 2002
18:00 -   Veranstaltung der City Volkshochschule Mitte
21:00     Volkshochschule, Turmstr. 75, 10551 Berlin-Moabit

Jede Kultur is(s)t anders

Elena Gaikovitch - Russische Küche

Die Kulturen anderer Länder, deren Sitten und Gebräuche, stehen im Mittelpunkt dieser interkulturellen Reihe. Nicht zuletzt in der Küche offenbaren sich alte Traditionen, von denen hier berichtet werden soll. Während das Essen zubereitet wird, erfahren Sie mehr über Land und Leute und dies von den Bewohnern der entsprechenden Region. Kommen sie mit uns auf eine kulinarische Reise.

Kosten für Zutaten ca. 5 €, bitte im Kurs bezahlen. Bitte Brettchen, Messer und Schürze mitbringen.

(Weiterer Termin: 15.5. - Syrische Küche)

Anmeldung ab sofort, donnerstags 12 - 19 Uhr in der Linienstr. 162, 10115 Berlin

Eintritt: 5,50 € / ermäßigt 2,75 € plus Zutaten


Mittwoch   27. Februar 2002
20:00     Veranstaltung der Jüdischen Volkshochschule
             Jüdisches Gemeindehaus, Fasanenstr. 79, 10623 Berlin-Charlottenburg

Inge Deutschkron
Das verlorene Glück des Leo H.
Lesung

In ihrem neuen Buch, einem dokumentarischen Roman, erzählt Inge Deutschkron die Geschichte von Leo Hauser, einem Auschwitz-Überlebenden, den sie Ende 1945 in Berlin kennenlernt und kurze Zeit später wieder aus den Augen verliert. Zwei Jahre nach seinem Tod begegnet sie seiner Tochter Riwka. Aus den Gesprächen mit ihr, mit Leos Witwe, mit Freunden, aus Archivstudien und der eigenen Erinnerung entstand das Buch, das mit der Rettung Riwkas durch ihren Vater beginnt. Als Leo seine Tochter 1939 in den Zug nach Paris setzt, um sie bei Verwandten vor den Nazis in Sicherheit zu bringen, ahnt er nicht, dass es Jahrzehnte dauern wird, bis er sie wiedersehen wird.

Inge Deutschkron

Inge Deutschkron, 1922 in Finsterwalde geboren, überlebte als Kind den Nazi- Terror in Berlin. Nach dem Krieg zog sie nach England, studierte Germanistik und arbeitete im Londoner Büro der Sozialistischen Internationale. 1956 ließ sie sich in Bonn nieder, wo sie als freie Journalistin und später als Deutschlandkorrespondentin der israelischen Zeitung MAARIV arbeitete. 1966 wurde sie israelische Staatsbürgerin. Heute lebt sie in Berlin. Weitere Werke: "Ich trug den gelben Stern", Grundlage des Theaterstücks "Ab heute heißt du Sarah".

Eintritt: 4 € / ermäßigt 3 €


Mittwoch   27. Februar 2002
19:00     Veranstaltung des Ev. Gemeindezentrums Marzahn-Nord
             Schleusinger Straße 12, 12687 Berlin-Marzahn

Helmut Ruppel, Ingrid Schmidt
Der "Fall Judas"

Über Judas scheinen wir uns einig zu sein: Er ist der Verräter, der Gegenspieler, der Quertreiber, der Böse schlechthin. Nach 1989 war er der exemplarische IM - es erschienen Bücher mit seinem Namen, z.B. "Judasfrauen". Ist er das wirklich? Wir werden Judas in den biblischen Texten, in der Literatur und in der bildenden Kunst kennenlernen und unser Urteil überprüfen.

Keine Anmeldung, Eintritt frei


Donnerstag   28. Februar 2002
19:30     Veranstaltung der City Volkshochschule Mitte
             Antonstr. 37, 13347 Berlin-Mitte

Dr. Michael Sturm-Berger
Geschichte des interreligiösen Dialogs
Vortrag

Leider war das Verhältnis der Religionen zueinander im Ablauf der Geschichte zumeist von gegenseitiger Verachtung und Feindseligkeiten geprägt, obwohl sie alle Liebe, Gerechtigkeit, Geduld und ähnliche Tugenden als ihre Grundlage betrachten. Immer wieder sind Anhänger neu gestifteter Religionen von Führern und Anhängern älterer Religionen verfolgt worden und umgekehrt. In dieser Veranstaltung werden vor allem diejenigen - leider vergleichsweise seltenen - Ansätze zu religiöser Toleranz und interreligiösem Dialog im Verlaufe der Geschichte behandelt, welche uns überliefert wurden. Wir erhoffen uns eine Kenntnisnahme des bereits Erreichten, dessen erwünschte Vorbildwirkung auf die Gegenwart und einen Lernprozess im Hinblick auf vermeidbare Fehler für die Zukunft.

Anmeldung bis 28.2. unter Tel: 2852 8914 / 4575 7424


 

Donnerstag   28. Februar 2002
20:00     Veranstaltung der Jüdische Theaterbühne BAMAH
             Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin-Wilmersdorf, Tel: 251 10 96

Ein Georg Kreisler - Abend

Musikalischer Abend mit Liedern und Chansons von Georg Kreisler, Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender und anderen.

(Weitere Termine am 7.3. und 14.3.)

Eintritt: 15,50 € / ermäßigt 12,50 €


Donnerstag   28. Februar 2002
16:00   Veranstaltung des Jüdischen Kulturvereins Berlin e.V.
           Oranienburger Str. 26, 10117 Berlin-Mitte, Tel: 282 66 69
           Treffpunkt: Gedenkstein in der Große Hamburger Straße in Berlin-Mitte

Gedenken an die Opfer der "Fabrik-Aktion"

Wie in jedem Jahr erinnern wir uns der Ereignisse zwischen dem 27. und 28. Februar 1943. In diesen Stunden wurden in Berlin und im gesamten "Reich" zur Zwangsarbeit verpflichtete Jüdinnen und Juden aus den Fabriken geholt, aus Wohnungen einbestellt und von der Straße weg aufgegriffen. Das Jüdische Altersheim in der Großen Hamburger Straße war zur Sammelstelle umfunktioniert worden. Von hier aus wurde deportiert.

Wir verstehen diese Veranstaltung zugleich als Protest gegen Rechtextremismus, historischen Revisionismus, die Leugung des Holocaust und die Verbrechen der Wehrmacht.

Die Jüdische Gemeinde zu Berlin, die Israelitische Synagogen-Gemeinde (Adass Jisroel) zu Berlin, der Jüdische Kulturverein Berlin, das Lagerkomitee Auschwitz, das Sachsenhausenkomitee, die IVVdN und BVVdN und das Bezirksamt Berlin-Mitte rufen gemeinsam zu diesem Gedenken auf.

Anschließend Vorstellung des Buches "Frauenprotest in der Rosenstraße Berlin" von Gernot Jochheim im Hotel Alexander Plaza neben dem Denkmal Rosenstraße.


Freitag   1. März 2002
19:00  Veranstaltung der Ev.-Freikirchlichen Gemeinde (Baptisten) Berlin-Tempelhof
          Tempelhofer Damm 133-137, 12099 Berlin-Tempelhof

 
Chagall-Ausst.

Chagall-Ausstellung
Eröffnung der Ausstellung

Helmut Gohr
Marc Chagall - Stationen seines Lebens
Vortrag zu 8 Bildern der Ausstellung

Keine Anmeldung, Eintritt frei


Jeden Freitag ab 1. März 2002
14:00   Veranstaltung von UNTERWEGS - Führungen zur jüdischen Geschichte und
           Gegenwart, Tel: 453 53 04
           Start: Kunsthof/Oranienburger Straße 27, 10117 Berlin-Mitte

Geschichte und neue Entwicklungen jüdischen Lebens
Rundgang

Keine Anmeldung, Dauer ca. 2 Std.

Preis: 9,50 € / ermäßigt 7,50 €


Freitag   1. März 2002
20:00  Veranstaltung der Jüdischen Theaterbühne BAMAH
          Hohenzollerndamm 177, 10713 Berlin-Wilmersdorf, Tel: 251 10 96

Else
Theaterstück

1939 kommt Else Lasker-Schüler nach Jerusalem und begegnet dort dem ebenfalls aus Deutschland stammenden jüdischen Intellektuellen Werner Hermann, einem Mittvierziger, der in der alten Heimat ein angesehener Literaturkritiker war. Ohne Chance, Einlass in Jerusalems Literaturwelt zu finden, da sie nicht bereit ist, ihre Werke in hebräischer Sprache drucken zu lassen, verliebt sich die alte und kranke Dichterin in den zwanzig Jahre jüngeren Werner...

(Weitere Termine am 8.3., 23.3. und 29.3. jeweils um 20 Uhr)

Erica Eller:  Else
Peter Drescher:  Werner
Regie:  Dan Lahav

Eintritt: 15,50 € / ermäßigt 12,50 €