VERANSTALTUNGEN DER GESELLSCHAFT
FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT IN BERLIN e.V.
Laubenheimer Str. 19, 14197 Berlin, Tel.: 821 66 83 - gcjz.berlin@t-online.de - www.gcjz-berlin.de

Mittwoch  16. Februar 2005
18:30     Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
             in Kooperation mit der Guardini-Stiftung
             Altes Hauptgebäude der TU-Berlin, Straße des 17. Juni 135, Berlin-Charlottenburg
             (über Haupttreppe, 2. Stock, Raum H 2051)

Prof. Hans Dieter Zimmermann
"KREATUR" - EINE ÖKUMENISCHE ZEITSCHRIFT
Vortrag und Diskussion

Die "Kreatur" erschien von 1927 bis 1930 und ist bis heute ein Beispiel für gelungenes christlich-jüdisches Miteinander. Die Herausgeber waren Martin Buber (jüd.), Joseph Wittig (kath.) und Victor von Weizsäcker (ev.). Die Autoren, etwa die Hälfte von ihnen jüdischer Herkunft wie z.B. Franz Rosenzweig, Walter Benjamin, Samuel Hugo Bergmann, Eugen Rosenstock-Huessy und Ernst Simon, schrieben über Themen von gemeinsamem Interesse, wobei jeder, ohne den anderen in seinem Glauben oder seiner Anschauung zu kritisieren, von seinem jeweiligen Standpunkt aus argumentierte.

Prof. Zimmermann hat einen Lehrstuhl am Institut für Literaturwissenschaft der TU-Berlin und veröffentlichte zuletzt in der Beck'schen Reihe das Buch: "Kafka für Fortgeschrittene". Darin versucht er, Kafkas besonderes Verhältnis zu seinem Judentum nicht von seiner Biographie her, sondern aus seinem jüdischen Denken heraus zu verstehen.

Anmeldung erbeten unter Tel: 821 66 83
Eintritt frei


Prof. Dr. Rainer Kampling
Rainer Kampling
Foto: privat

Dienstag  8. März 2005
19:00    Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
            Haus des Frauenbundes, Wundtstr. 40-44 (Raum 2), 14057 B.-Charlottenburg

Prof. Dr. Rainer Kampling
"SARA LACHT" - EINE ERZMUTTER UND IHRE GESCHICHTE
Zur Interpretation der Rezeption der Sara-Erzählung
Buchvorstellung

Mit seinem Buch "Sara lacht" versucht Prof. Kampling mehr als eine "Ehrenrettung", denn bisher schienen die Erzmütter neben den Erzvätern Abraham, Isaak und Jakob in der christlichen Theologie ein Schattendasein zu führen. Wenn hier die Figur der Sara, der Frau des Abraham, aus diesem Schatten ins Licht gestellt wird, so ist das auch ein Blick in ein Stück Geschichte abendländischer Kultur, bzw. denkt man an die Sara-Rezeption im Dritten Reich, Unkultur.

Bislang wurde Sara, die Stammmutter Israels, die unwillkürlich in Lachen ausbricht als sie von ihrer wundersamen Begnadung von Gott erfährt, vielfach nur als Ehefrau wahrgenommen, aber nicht als eine der, wie neuere exegetische Untersuchungen zeigen, zentralen Figuren der Genesis.
In den hier vorgelegten Untersuchungen gewinnt der kulturelle Kontext eine eigene Bedeutung, wird u.a. die Lebenssituation von Frauen im Alten Orient rekonstruiert. Es zeigt sich, dass die Figur der Erzmutter Sara für eine neue theologische Reflexion in Judentum und Christentum steht.

Prof. Dr. Kampling, geb. 1953, ist seit 1992 Professor für Biblische Theologie am Seminar für Katholische Theologie der FU-Berlin.

Anmeldung erbeten unter Tel: 821 66 83
Eintritt frei


Montag  14. März 2005
20:00    Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
            in Kooperation mit dem Kunstamt Tempelhof-Schöneberg
            Rathaus Schöneberg (Raum 195), John-F-Kennedy Platz, 10820 B.-Schöneberg

GESCHICHTSBILDER UND TOLERANZ
Beitrag der dezentralen und zentralen Erinnerungsorte zur Geschichtskultur
Podiumsdiskussion anläßlich des 60. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz

Begüßung: Dieter Hapel  stellv. Bezirksbürgermeister und Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur
Prof. Dr. Wolfgang Benz,  
Institut für Antisemitismusforschung
Eckhardt Bartel, MdB,  Kulturpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion
Monika Grütters, MdA,  Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Abgeordneten- hausfraktion
Alice Stöver, MdA,  Kulturpolitische Sprecherin der Abgeordnetenhausfrak- tion Bündnis 90 / Die Grünen
Rainer Klemke,  Referent für Gedenkstätten bei der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur
Katharina Kaiser,  Kunstamt Tempelhof-Schöneberg, Projektleiterin der Ausstellung: "Wir waren Nachbarn"
Moderation: Ulrich Schürmann,  Evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin

Eintritt frei

Sonntag  20. März 2005
15:00 -   Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
18:00     in Kooperation mit der Kopernikus-Oberschule, Lepsiusstr. 24-28
             Mehrzweckraum der Schule, Eingang: Treitschkestr., 12163 Berlin-Steglitz

Nicolai Orschmann
BEGEGNUNG IM TANZ - MULTI-KULTI IN DER BERLINER SCHULE
Workshop

Die Teilnehmer tanzen gemeinsam mit der Tanzgruppe Ha´Rimon der Kopernikus-Oberschule einfache Folkloretänze aus vielen Ländern (Israel, Griechenland, Rußland, Rumänien, USA, u.a.).

Die Tänze werden von Gruppenleiter Nicolai Orschmann ausführlich erklärt und intensiv eingeübt.
Eine Musikkassette oder CD mit einstudierten Tänzen und Tanzbeschreibungen kann während der Veranstaltung zum Selbstkostenpreis erworben werden.
Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene,
ältere und jüngere Menschen
Anmeldung erbeten unter Tel.: 821 66 83

Teilnehmerbeitrag: 6 € / ermäßigt 4,50 €

Orschmann - Tanz
Begegnung im Tanz
Foto: privat

Dr. Martin Kloke
Martin Kloke
Foto: privat



Montag   4. April 2005
19.30    Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
            in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Arbeitsgemeinschaft Berlin
            Interreligiöses Zentrum Jerusalem, Lindenstr. 85, 10969 Berlin-Kreuzberg

Dr. Martin Kloke, Verlagsredakteur und Publizist
ISRAEL - ALPTRAUM DER DEUTSCHEN LINKEN?
Vortrag

Nicht erst seit dem 11. September 2001 und dem Aufkommen der Antiglobali- sierungsbewegung scheiden sich an Israel die Geister: Wie hält es die Linke, sofern es sie noch gibt, mit dem jüdischen Staat? Wieviel Antisemitismus spukt in den Köpfen auch linker Aktivisten herum? Martin Kloke analysiert die Brüche im Israelbild der deutschen Linken. Der Vortrag führt in eine der diffusesten Gemütslagen in Deutschland ein: Wider das kurze Gedächtnis der Linken - und ihrer Gegner.

Das Bundesministerium des Innern hat einen Sammelband veröffentlicht zum Thema "Extremismus in Deutschland", mit einem Vorwort von Bundesinnenminister Otto Schily.
Dr. Martin Klokes Beitrag darin stellt eine aktualisierte Bestandsaufnahme antizionistischer und antisemitischer Tendenzen im deutschen Linksradikalismus dar - das Thema dieses Vortrags.

Andere Aufsätze des Sammelbandes behandeln u.a. den ideologischen Streit zum Nahost-Konflikt unter Linksextremisten und den Antisemitismus islamistischer Organisationen.
Dieser Band kann beim Bundesinnenministerium kostenlos bestellt werden: bmi@ibro.de .

Anmeldung erbeten unter Tel: 821 66 83



Elisa Klapheck
Elisa Klapheck
Foto: privat




Rabbi Mosche ben Maimon

Israel. Briefmarke

Mittwoch  6. April 2005
19:00    Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
            Jüdisches Krankenhaus, Heinz-Galinski-Str. 1,
            Treffpunkt an der Pforte, 13347 Berlin-Wedding

Elisa Klapheck, Publizistin und Rabbinerin
DIE MEDIZINETHIK DES PHILOSOPHEN UND ARZTES
RABBI MOSCHE BEN MAIMON ODER MAIMONIDES
Vortrag anlässlich des 800. Todestages von Maimonides
und Besuch der Synagoge des Jüdischen Krankenhauses

Maimonides, nach den Anfangsbuchstaben seines Namens auch RaMBaM ge- nannt, wurde in die Kultur der spanischen Juden hineingeboren. Sie standen in der Tradition des antiken Judentums, das sich hier mit arabischer Eleganz vermischte. Maimonides Familie war eine der berühmtesten Cordobas. Im Jahr 1148 zerstörte die Invasion der Almohaden diese idyllische Welt abrupt. Diese neue Dynastie brachte einen aggressiven, intoleranten Islam mit, so dass viele Juden gezwungen waren, entweder zu konvertieren oder zu fliehen. Maimonides floh nach Fes/Marokko und weiter nach Akko/Palästina. In Fustat, Alt-Kairo, ließ er sich bis zu seinem Tod am 13. Dezember 1204 nieder.
Hier wurde er Leibarzt am ägyptischen Hof. Theoretische Kenntnisse auf medizinischem Gebiet hatte er schon während seines Studiums erworben, denn im Gegensatz zum christlichen Europa stand damals im arabischsprachigen Raum die Medizin im engen Verhältnis zur Philosophie und war Bestandteil der wissenschaftlichen Ausbildung. Auf Grund seines großen talmudischen Wissens nahm Maimonides auch eine führende Position innerhalb der jüdischen Gemeinschaft Ägyptens ein und wurde später offiziell das geistige und politische Oberhaupt der ägyptischen Juden.

Anmeldung erbeten unter Tel: 821 66 83


Sonntag  17. April 2005
ab 9:00  Veranstaltung der Internationalen Frauenbegegnungsstätte
             in Zusammenarbeit mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
             bei Fürstenberg an der Havel
             in Kooperation mit der Ges. für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.

GEDENKFEIER IN RAVENSBRÜCK
aus Anlass des 60. Befreiungstages des ehemaligen Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück
in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

Programm
(Änderungen vorbehalten):
  9:00  Gedenken am sowjetischen Ehrenmal in Fürstenberg
10:00  Gedenkveranstaltung auf dem ehemaligen Lagergelände mit
Prof. Dr. Sigrid Jacobeit / Leiterin Gedenkstätte Ravensbrück und
der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Frau Renate Schmidt (u.a.)
Verlesen von Namen (Todestransporte) durch Schülerinnen und Schüler
Religiöses Gedenken verschiedener Konfessionen

15:00  3. Christlich-Jüdischer Gottesdienst im Zellenbau (Bunker)
und auf dem Gelände am See:
"Huld und Treue treffen sich, Wahrhaftigkeit und Frieden küssen sich"

15.30  Konzert mit Esther Bejarano im Zelt der Begegnung
17:00  diverse Buchvorstellungen

Verkehrsanbindungen:
Auto: A96 bis Fürstenberg (80 km), dann der Ausschilderung folgen.
Regionalbahn: ab Bhf. Zoo Richtung Rostock bis Fürstenberg/ Havel, 90 Min.,
Fußweg zur Gedänkstätte (MGR) 3 Min., Busverbindung, Taxi.
Keine Anmeldung erforderlich
Eintritt frei





Sara Nachame
Sara Nachama
Foto:
Touro College

Sonntag  29. Mai 2005
          Veranstaltung der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin
          Haus am Rupenhorn, Am Rupenhorn 5, 14055 Berlin-Charlottenburg

DAS TOURO COLLEGE
Spezielle Führung
durch das Haus mit Informationen zu Geschichte und Architektur
und Gespräch mit Direktorin Sara Nachama über die Institution "Touro College"

Das Touro College ist eine Amerikanische Universität in Berlin. Sie bietet den Bachelor Abschluß in Business, Management und Administration an und befindet sich auf dem Campus des "Hauses am Rupenhorn", einem historischen Gebäude in wunderschöner Umgebung. Aber auch Kunst und jüdische Studien stehen auf dem Stundenplan.

Die Gründungsdirektoren Sara Nachama und Prof. Herwig Haase tragen mit der Eröffnung dieser neuen Institution der speziellen Geschichte Berlins Rechnung und der hier stattgefundenen Zerstörung von Leben und Kultur während der Naziherrschaft und im zweiten Weltkrieg.

Teilnahme nur nach Anmeldung bei der GCJZ, Tel: 821 66 83
Eintritt frei