Grußwort des
Regierenden Bürgermeisters von Berlin,
Klaus Wowereit,
zur Woche der Brüderlichkeit 2003

Jael Botsch-Fitterling

 

Die Woche der Brüderlichkeit lädt unter dem Motto "Uns ist gesagt, was gut ist" auch im Jahr 2003 Juden, Christen und Angehörige anderer Konfessionen dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Sie ist aber auch eine Gelegenheit für Menschen ohne persönlichen Bezug zu einer der Weltreligionen, etwas von ihnen und über sie zu erfahren.

Ich freue mich, dass die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit im Vorfeld der Woche der Brüderlichkeit speziell die Jugendlichen anspricht, in dem sie sie zur Teilnahme an einem Wettbewerb einlädt. "Woher weiß ich, was gut ist?" lautet die Fragestellung. Jugendliche werden damit angeregt, über die Quellen ihrer eigenen ethischen Orientierung nachzudenken, sich darüber bewusst zu werden und dies zu Papier zu bringen. Ein solcher Wettbewerb kann helfen, einen Zugang zu Glaubens- und zu ethischen Fragen zu entwickeln.

Ich wünsche mir, dass es in der Woche der Brüderlichkeit gelingt, der Verständigung unter den Angehörigen unterschiedlicher Religionen neue Impulse zu geben. Angesichts vieler, zum Teil schwerer Konflikte in der Welt, für deren Begründung oft auch Religionen missbraucht werden, kann die Besinnung auf ethische Gemeinsamkeiten helfen, den Frieden zu fördern.

Eine Stadt wie Berlin, in der Menschen sehr unterschiedlicher Herkunft und vielfältiger religiöser Bekenntnisse leben, braucht den interreligiösen Dialog. Verständnis für einander und gegenseitiger Respekt sind essentielle Voraussetzungen für ein friedliches Zusammenleben.

In diesem Sinne wünsche ich allen, die an der Woche der Brüderlichkeit teilnehmen, anregende Gespräche und interessante Begegnungen.

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin