Grußwort des
Regierenden Bürgermeisters von Berlin,
Klaus Wowereit,
zur Woche der Brüderlichkeit 2006

2006

Klaus Wowereit

 

Wir Berliner freuen uns, dass die Auftaktveranstaltung zur diesjährigen Woche der Brüderlichkeit im Haus der Kulturen der Welt stattfindet. Schon dieser Ort ist Verpflichtung. "Gesicht zeigen" - unter diesem Motto steht die Woche in diesem Jahr und Gesicht zu zeigen ist den Menschen in unserer Stadt, in der Angehörige aus über 180 Nationen friedlich zusammenleben, ein Herzensbedürfnis.

"Gesicht zeigen", das wollen nicht nur der Deutsche Koordinierungsrat und die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin, "Gesicht zeigen", das werden all jene, die sich an den Foren, den Ausstellungen, den Kulturprogrammen und den Konzerten beteiligen, die in dieser Broschüre aufgeführt sind.

"Gesicht zeigen" ist auch Pflicht im Alltag, wenn es gilt Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus entgegenzutreten und zu bekämpfen. Die Woche der Brüderlichkeit vermittelt eine wichtige Erfahrung: Man ist nicht allein, wenn man Gesicht zeigt.

Die Woche der Brüderlichkeit wird aufklären, sie wird erneut die große solidarische Kraft zeigen, die wir alle im fairen, verständnisvollen Miteinander haben. Menschen unterschiedlichster Religionen, aus unterschiedlichsten Nationen werden sich austauschen, sie werden voneinander lernen. Vor allem werden sie lernen, sich besser zu verstehen, sie werden lernen, den anderen, seine Religion und seine Kultur zu achten, sich aktiv für ein Zusammenleben in Frieden, Freiheit und gegenseitiger Toleranz einzusetzen.

Klaus Wowereit
Regierender Bürgermeister von Berlin
Foto: Senat von Berlin