AUSSTELLUNGEN


GESELLSCHAFT FÜR CHRISTLICH-JÜDISCHE ZUSAMMENARBEIT BERLIN

Montag, 6. März 2000 - Freitag 17. März 2000
(Verlängerung möglich)
Sonntag bis Donnerstag 10 - 18 Uhr
Freitag 10 - 15 Uhr
Ausstellungseröffnung: Sonntag, 5. März 2000, 18 Uhr 30 
KaiserWilhelm-Gedächtniskirche 
Barlach-Raum
Breitscheidplatz
10789 Berlin-Charlottenburg

URI SHAKED
Für den israelischen Künstler Uri Shaked ist die Welt der jüdischen Traditionen glücklich und farbenfroh. 
Dieses Lebensgefühl zeigt sich in seinen Bildern. In naiver Malerei vermittelt er Details aus der jüdischen 
Welt. Ein Bild besteht meist aus kleinen, im Kreis angeordneten Sequenzen, die zusammen einen 
Feiertag oder ein außergewöhnliches Ereignis darstellen.
Das Besondere an Uri Shaked sind seine speziellen Führungen durch die Ausstellung. Anhand der Bilder 
erläutert er Festtage und Ereignisse auf sinnliche Art und Weise. So bietet Shaked feiertagstypische 
Speisen an wie z. B. Äpfel mit Honig zu Rosh Hashana oder erklärt den Gegensatz von Ost- 
(ashkenasischem) und West- (sephardischem) Judentum anhand der jeweils typischen Gerichte 
(z. B. gefillte Fisch versus Falaffel/Humus).
Außerdem offeriert er zusätzlich zu den üblichen Führungen, die zwischen 1-2 Stunden dauern, auch 
spezielle Workshops für Lehrer und Schüler. Darin unterrichtet Shaked z. B. Zeichnen, Modellieren, 
jüdische Geschichten erzählen oder auch Tisch decken zu jüdischen Feiertagen, Lieder singen und 
tanzen (chassidisch), alles in Bezug zum Judentum. Interessierten Gruppen bietet er außerdem einen 
chassidischen Abend an oder eine Shabbatfeier mit der Lesung des Wochenabschnitts oder eine 
Sederfeier.
Shaked betont daß er sich in seinem Angebot nach den Wünschen der Teilnehmer richtet, so daß auch 
eine Kombination der verschiedenen Künste vorstellbar ist.

Eintritt DM 6,-, ermäßigt DM 3,-, Gruppen zahlen DM 75,-.
Anmeldungen zu speziellen Führungen, Tanz- oder Kochworkshop und weitere Information 
unter Telefon 821 66 83, Fax 8270 1961



Hotel Albrechtshof in Verbindung mit Stiftung "Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum", Berliner Stadtmission, Stiftung "Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V.", Evangelische Akademie Berlin, Evangelischer Kunstdienst. 4. Februar bis 12. März 2000 Hotel Albrechtshof Albrechtstraße 8 10117 Berlin (Nähe S-Bahnhof-Friedrichstraße) SKULPTUREN UND FOTOS MAHNEN WIDER DAS VERGESSEN Original-Figuren und Fotos der Werke des erzgebirgischen Holzschnitzers Gottfried Reichel-Pobershau erzählen von der 2500jährigen Judenverfolgung und von Gestalten und Begebenheiten aus dem Alten und Neuen Testament. Die Bibel in Holz - das wirkt selbst in einem Dorf im Erzgebirge außergewöhnlich. Schnitzen ist zwar in dieser ehemaligen Bergbauregion, deren Silber- und Zinnschätze längst geplündert sind, ein weitverbreitetes Hobby. Doch erschöpfen sich die Motive fast immer in Bergmännern in historischen Trachten, hier und da ein Engel oder eine Krippe. Bei Gottfried Reichel wäre es fast nichts geworden mit der Schnitzerei. Als 13Jähriger greift er erstmals zu Messer, Hohleisen und dem dreieckigen Geißfuß - und scheitert. Erst bei seinem zweiten Versuch 1949 geht ihm die Holzarbeit erfolgreich von der Hand. Es bedarf des Weltkrieges und des DDR-Sozialismus, um aus Reichel einen christlichen Künstler zu machen. Anmeldung von Besuchergruppen: 308 86-6 51/521
Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Marienfelde WANDERUNGEN DURCH DAS GEDÄCHTNIS - VON VERTREIBUNGEN DER POLEN UND DEUTSCHEN 1939 - 1945 19. März 2000 - 16. April 2000 Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend und Sonntag 14 bis 17 Uhr Eröffnung am Sonntag, dem 19. März um 11 Uhr im Gottesdienst. Die Predigt hält Pfr. Adam Pilch aus Warschau. Evangelisches Gemeindezentrum Berliner-Marienfelde Waldsassener Straße 9 12279 Berlin Auf Grund persönlicher Aussagen, Urkunden und Bildmaterial schildert die Ausstellung die verschiedenen Vertreibungen von Polen und Deutschen, zum Beispiel die Situation der Polen, die ihre Heimat verlassen mußten und in den neuen polnischen Westgebieten nach 1945 angesiedelt wurden. Die Ausstellung geht zurück auf Gesprächsgruppen von Polen und Deutschen beiderseits der Oder. Ziel der Gruppen und der Ausstellung: Gegenseitiges Verständnis für die Situation der jeweils anderen und Wege zueinander zu finden. Siehe auch Gesprächsforum am 30. März 2000